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Kreuzung

Alles zum Thema Kreuzung


Kreuzungsumbau abgeschlossen
Großteil der Vorschläge der Anwohner wurde umgesetzt

Der Kreuzungsumbau ist fast abgeschlossen. Die Vorschläge der Anwohner konnten nahezu alle verwirklicht werden. Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein, vor allem wenn man bedenkt was noch im Februar 2008 geplant war (Die Staatsstraße sollte nicht mehr direkt auf die Kreisstraße einmünden, so dass eine versetzte Kreuzung entsteht. Die Straße von Ettenstatt her würde nach Norden und die Straße von Aberzhausen nach Süden versetzt. Autofahrer von der Staatsstraße her müssten nun zuerst in die Kreisstraße ein- und dann wieder auf die Staatsstraße ausfahren).

Hier nochmal die wesentlichen Punkte die verwirklicht wurden:

- Trennung der gegenläufigen Verkehrströme an Gefahrenstellen

- Leichtere Überquerung der Straßen für Fußgänger, zumal die Kreuzung unmittelbar an den Schulbushaltestellen liegt

-  Geschwindigkeitsreduktion durch „Tunneleffekt“

- Verkehr wird in die vorgesehene Richtung herangeführt

- Durch die „S-Form“ der Streckenführung kann der Kreuzungsbereich nicht mehr schnell durchfahren werden.

- Durch den Versatz der Inseln wird der so genannte „Durchschusseffekt“ stark vermindert. Die Fahrzeuge fahren in den jeweiligen Richtungen direkt auf den gegenüberliegenden Fahrbahnteiler zu und werden so zur erhöhten Aufmerksamkeit gezwungen.

- Die Stoppschilder wurden größer und sichtbarer aufgestellt wodurch eine bessere Registrierung dieser erfolgt.

- Ein weiterer Peitschenmast an der Westseite sowie doppelte Stoppschilder mit Blinklichter an den Peitschenmasten erhöhen deutlich die Aufmerksamkeit der Fahrzeuglenker

- Vorwegweiser an den Ortseingängen deuten auf die Vorfahrtachtende Verkehrsführung hin und informieren frühzeitig.

- Der Verkehr in Ost-Westrichtung läuft etwas langsamer durch den Ort.

- Eine Verstärkung des Verkehrslärm infolge der größeren „Rangierungen“ wie sie bei anderen Lösungen aufgetreten wären konnte ebenso wie eine Vorfahrtsänderung verhindert werden. Auch das direkte Zufahren auf die jeweiligen Häuser oder Grundstücke konnte gestoppt werden.

Was nicht verwirklicht wurde soll auch genannt werden:

- Die Verkehrsinsel an der Ostseite wurde in Richtung Wohlmuth verschoben und nicht von der bestehenden Insel abgezwackt (meiner Meinung nach etwas unübersichtlicher und weniger Versatz. Aber vielleicht musste es so verwirklicht werden wegen der Brücke die unter der Insel verläuft).

- Die Verkehrsinseln wurden nicht bepflanzt. Schöne Bodendeckerrosen und ein Baum hätten gut gepasst und wären auch nicht pflegeaufwändiger als Rasen.

- Rot-Weiße Baken unter den blauen "Hier-vorbei-Schildern" fehlen, so dass die Verkehrsinseln besser sichtbar wären.

Was zusätzlich gemacht wurde:

- Nahezu der gesamte Oberflächeneinlauf im Kreuzungsbereich läuft nun direkt über zusätzliche oder geänderte Gullys in den Bach ab was die Hochwassersituation deutlich verbessert.

- Bei Sammiller entstand eine Hochwasserbarriere und ein neuer Grünstreifen.

- Bordsteine an der Insel wurden abgesenkt.

- Vier neue Leuchten mit guter Lichtausbeute leuchten die Kreuzung nachts sehr gut aus.

Resümee:

Eine sehr viel bessere Kenntlichmachung der Vohrfahrtsregelung, optisch und auch gestalterisch konnte die Kreuzung im Dorf spürbar sicherer machen. Als Anwohner beobachte ich, dass nur noch ein kleiner Bruchteil gegenüber vor zwei Jahren über die Kreuzung rasen. Während damals noch stündlich mehrmals ein ungehindertes Überfahren der Stoppschilder wahrgenommen wurde, ist es heute nahezu vorbei (alle paar Tage ein Blinder ist immer noch unterwegs, deshalb immer noch aufpassen).
Die Hochwassersituation wurde auch besser, wie man an vorangegangenen Unwettern beobachten konnte.

 

Vorher-Nachher:

 


 26.05.08

Kreuzung in Laibstadt

LAIBSTADT (nh/nhe) - Bis Pfingstsonntag abends wird die Laibstädter Kreuzung, die derzeit umgebaut wird, noch komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Nachdem bereits seit vielen Jahren durch die Bevölkerung auf den unfallträchtigen Knotenpunkt hingewiesen wurde, musste erst im November 2007 ein Mensch sterben, bevor man von Seiten der Behörden endlich reagierte. Der so genannte Durchschusseffekt, also die Tatsache, dass eine gut ausgebaute Straße hier auf eine Straße trifft, die entgegen der Erwartungen der Autofahrer vorfahrtsberechtigt ist, hatte schon vorher viele Unfälle bewirkt. Blinklichter und ein Peitschenmast mit Stoppschild sorgten in den letzten Monaten für eine Verbesserung der Situation. Durch den Vorschlag von Anwohnern wurden jetzt zusätzlich zwei Verkehrinseln beziehungsweise Fahrbahnteiler in die Staatsstraße Ettenstatt-Thalmässing integriert. Darauf hatte man sich auf einer eigens durch die Stadt Heideck und das Straßenbauamt Nürnberg einberufenen Bürgerversammlung geeinigt. Nun hofft man in Laibstadt, dass auch die unaufmerksamen und zu schnellen Autofahrer die Situation an der berüchtigten Kreuzung früher erkennen und rechtzeitig bremsen.


26.06.08


Foto: Staatl. Bauamt Nürnberg
Zwei Verkehrsinseln sollen die aus Reuth und Aberzhausen kommenden Fahrzeuge ausbremsen, damit der gefährliche Druchschusseffekt in Laibstadt der Vergangenheit angehört.

Versammlung wegen Kreuzung

LAIBSTADT (nh/nhe) - Da lief dem einen oder anderen doch ein Schauer über den Rücken, als Werner Fürsich vom tödlichen Unfall im vergangenen Jahr an der Laibstädter Kreuzung berichtete. "Ich war als Erster am Unfallort. Wo kurz vorher noch die Gymnasiasten und Realschüler auf ihren Schulbus gewartet hatten, befand sich jetzt ein Autowrack und ein Schwerverletzter kämpfte um sein Leben." Nicht auszudenken, wenn das aus Raitenbuch kommende Fahrzeug ein paar Minuten früher mit dem aus Richtung Reuth kommenden Lkw zusammengestoßen wäre. Fürsichs Einschätzung: "Laibstadt ist damals nur knapp einer Tragödie entgangen."

Damit die vielen Unfälle und Beinahe-Charshs ein für alle Mal der Vergangenheit angehören, trafen sich zahlreiche Laibstädter mit den Vertretern der Stadt Heideck, mit Karl Betz vom Staatlichen Bauamt Nürnberg und Gerhard Willmann vom Landratsamt Roth. Baudirektor Betz zeigte zu Beginn der Infoveranstaltung die Unfallsituation an der Laibstädter Kreuzung auf. So habe es seit 2002 zehn von der Polizei aufgenommene Unfälle gegeben, wobei es einen Toten, sieben Leichtverletzte und fünf mal Sachschaden gegeben habe. "Auch wenn es die Laibstädter anders empfinden, bei einem Verkehrsaufkommen von 1450 Kraftfahrzeuge pro Tag auf der Staatsstraße Richtung Gunzenhausen/Weißenburg und 1030 Kraftfahrzeugen pro Tag von und nach Heideck kann laut Definition bei dieser Kreuzung von keiner Unfallhäufung gesprochen werden." Allerdings wiege in Laibstadt der so genannte Durchschusseffekt, bei der die höherwertige Staatsstraße durch die Kreisstraße unterbrochen werde, besonders schwer. "Deshalb wollen und müssen wir auch in Laibstadt etwas tun", so Betz in seinen Ausführungen.

Nachdem 2002 der Europaabgeordnete Ingo Friedrich aus Gunzenhausen in einem in der Presse zitierten Nebensatz einen Handlungsbedarf für Laibstadt angemahnt hatte, wurde damals recht schnell ein so genannter Peitschenmast aufgestellt. Nach dem tödlichen Unfall 2007 brachte man zusätzlich Blinklichter an und schuf durch Fahrbahnmarkierungen eine optische Verengung der Fahrbahnen. Dass dies nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, ist jedoch allen klar, weshalb weiter nach Verbesserungen gesucht wurde und wird. "Für einen Kreisverkehr oder einen Versatz der Kreisstraßenäste ist hier einfach zu wenig Platz und die Längsneigung der von Heideck kommenden Straße hilft uns an dieser Stelle auch nicht gerade weiter", so der Baudirektor. Zuletzt habe man den Vorschlag favorisiert, die Vorfahrt zu drehen. Demnach würde die Staatsstraße Vorrang haben. "Doch hier kommen so viele Nachteile zusammen, dass wir von dieser Variante wieder abgerückt sind." Zum einen müssten die Gehwege auf Kosten der Stadt Heideck neu verlegt werden, die Grundstückszufahrten seien bei dieser Lösung zum Teil sehr problematisch, und im Winter würde eine hohe Rutschgefahr für die vom Berg herabfahrenden Fahrzeuge bestehen.

Dankbar griffen deshalb die Vertreter des Staatlichen Bauamts den von Werner Fürsich erarbeiteten und von der Laibstädter CSU aufgegriffenen Vorschlag auf, an der Kreuzung Verkehrsinseln zu installieren. "Diesen Weg werden wir weiter verfolgen und ausarbeiten lassen", meinte Betz dazu, gab jedoch zu bedenken, dass stets einen Fahrbanhbreite von 3,75 Meter gegeben sein müsse, damit der Winterdienst räumen könne. Problematisch sei auch die starke Neigung an dieser Stelle und der Graben des Weschelbaches. Auch sei Grunderwerb für die Realisierung notwendig. "Ich denke aber, dass dieser Vorschlag eine echte Chance hat." Schon jetzt eine Absage erteilte er den Vorschlägen einen Belagwechsel durchzuführen oder Bodenschwellen einzubauen, da dies außer eines Lärmanstieges wenig bringe. Man habe sich viele Gadanken in viele Richtungen gemacht, letztlich wolle man auf alle Fälle mit der Bevölkerung zusammen zu einer akzeptablen Lösung kommen. "Als nächstes müssen wir uns mit dem Landratsamt Roth und der Polizei in Verbindung setzten, was diese Behörden davon halten." Die Umbaumaßnahmen könnten bei gutem Planungsfortgang bereits 2009 beginnen. Zuvor solle es jedoch noch eine weitere Informationsveranstaltung in Laibstadt geben.


So sieht ein Entwurf des Straßenbauamtes aus. An der Kreisstraße ändert sich nichts. Die Staatsstraße wird dann von Aberzhausen her kommend direkt auf den Hof der Sammiller ausgerichtet. Hoffentlich kommen die Fahrzeuge noch rechtzeitig zum Stehen. Von Reuth herkommend fahren die Fahrzeuge auf die Hauseinfahrt Wohlmuth zu.
Um weiterzukommen folgt einmal rechts abbiegen, beschleunigen, dann links abbiegen. Der Verkehr wird  in allen Richtungen stark abgebremst. Die Lärmbelästigung der Anwohner wird sich dadurch stark erhöhen durch das mehrmalige Beschleunigen an der Kreuzung. Auch ein "Ausbremsen" der auf der Kreisstraße bevorrechtigten Fahrzeuge wird vermutlich öfters auftreten.
Was passiert mit der Kanaldrosseleinrichtung die in die Insel integriert wurde und wir vor einigen Jahren mit unserem Geld teuer gebaut haben - ist diese für Schwerlastverkehr geeignet?

Ein weiterer Plan wird Diskutiert, bei dem eine Vohrfahrsänderung durchgeführt wird. Die Staatsstrasse wird in einer großzügig angelegten S-Form (ähnlich den obigen Ausmaßen) durchgeführt. Die Kreistrasse wird jeweils in einem Spitzen Winkel in die Staatsstrasse einmünden.


Vorschlag von Anwohnern:
Auf der Staatsstrasse wird eine Insel mit Überquerungshilfe integriert. Der dazu benötigte Platz wird von der jeweils daneben befindlichen Verkehrsinsel entnommen. So entsteht ein S-Förmiger Straßenverlauf der schon frühzeitig eine Reduktion der Geschwindigkeit erfordert.
Die Kosten und der Aufwand der Umbaumasnahmen dürften auch deutlich kleiner sein.

 

Hier noch mal ein paar Argumente zur Verkehrsinsel mit Überquerungshilfe:

- Trennung der gegenläufigen Verkehrströme an Gefahrenstellen
- Leichtere Überquerung der Straßen für Fußgänger, zumal die Kreuzung unmittelbar an den Schulbushaltestellen liegt
-
  Geschwindigkeitsreduktion durch „Tunneleffekt“
-
 Verkehr wird in die vorgesehene Richtung herangeführt
-
Durch die „S-Form“ der Streckenführung kann der Kreuzungsbereich nicht mehr schnell durchfahren werden.
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Durch den Versatz der Inseln wird der so genannte „Durchschusseffekt“ stark vermindert. Die Fahrzeuge fahren in den jeweiligen Richtungen direkt auf den gegenüberliegenden Fahrbahnteiler zu und werden so zur erhöhten     Aufmerksamkeit gezwungen.
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 Die Stoppschilder können an der linken Seite näher an den Fahrzeuglenker angebracht werden, wodurch eine bessere Registrierung dieser erfolgt.
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 Vorteil dieses Lösungsansatzes ist der ruhiger durch den Ort laufende Verkehr. Die Anwohner der Kreuzung lehnen einen stärkeren Verkehrslärm der infolge der größeren „Rangierungen“ wie sie bei anderen Lösungen auftreten ab. Ebenso wird das direkte Zufahren auf die jeweiligen Häuser oder Grundstücke abgelehnt.
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 Eine Vorfahrtsänderung wird im Dorf ebenso abgelehnt
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 Wird die Kreuzung im großen Stil umgebaut befürchtet man, dass die Umgehung überhaupt nicht mehr kommt (es wurde ja schon eine große Investition getätigt), oder sollte die Umgehung kommen müsste das Dorf dann mit der großzügig umgebauten Kreuzung für immer leben.

Weitere Vorschläge

·         An den Ortseingängen Verkehrsinseln bauen um die Geschwindigkeit rechtzeitig zu reduzieren (Geschwindigkeitsmessungen der Polizei zwischen Struller und Brandl haben Autos mit fast 90 Km/h gemessen!).

·         Seit dem Aufstellen der Blinkampeln  ging das Überfahren der Stoppschilder laut Anwohner sehr stark zurück. Diese relativ kleine aber effektive Variante könnte man noch ausbauen und verbessern.

·         Ein großer Vorwegweiser an den Ortseingängen auf dem die Staatsstraße relativ schmal und die quer dazu verlaufende Kreisstraße dick eingezeichnet ist.

·         Ein weiterer Peitschenmast mit Stoppschild auf der Seite von Weißenburg kommend.


  Archiv:

 17.03.08

"Meine Mandantin wird den Tag nicht vergessen"


Laibstadt (HK) Ein Fahrfehler eines Lkw-Fahrers hatte Ende September des vergangenen Jahres einen 59-Jährigen das Leben gekostet. Jetzt verurteilte Richterin Birgit Eckenberger den 30-jährigen Fahrer bei der Verhandlung am gestrigen Montag zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung, einem Monat Fahrverbot und zu einer Geldauflage von 2400 Euro.

"Es war dämmrig, es hat geregnet und ich habe das Stoppschild und das Warnschild vorher einfach nicht gesehen", beschreibt der Angeklagte die wenigen Sekunden vor dem Unfall. Mit etwas über 40 Stundenkilometern näherte er sich aus Reuth kommend am 27. September der Laibstädter Kreuzung. Immer in der festen Überzeugung, auf der Vorfahrtsstraße zu sein. "Dann habe ich auf einmal von rechts Scheinwerfer gesehen gesehen und fast gleichzeitig das Stoppschild".
"Nur sieben bis acht Meter war er vor der Kreuzung, hat sofort reagiert, hatte aber keine Chance mehr, vor der Kreuzung zum Stehen zu kommen", stellt der Sachverständige fest. Trotz Vollbremsung rammte er den BMW mit rund 35 Stundenkilometern. "Der wurde durch den Aufprall im Seitenbereich in Rotation versetzt, stieß gegen einen Baum und ist schließlich ausgerollt", so die nüchterne Feststellung des Experten.

"Ich bin sofort zu dem BMW gerannt, hab, als ein Helfer dazukam, sofort die Polizei angerufen", so der Angeklagte. Zu spät, der 59-Jährige aus Raitenbuch stirbt trotz versuchter Reanimation durch den Notarzt noch an der Unfallstelle.

Fahrlässige Tötung wirft Staatsanwältin Helke Grunewald dem Angeklagten vor, wertet die schlechte Sicht, den Regen und das Geständnis aber zu dessen Gunsten. Acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und zwei Monate Fahrverbot beantragt sie schließlich. Dazu sollten noch eine Geldauflage in Höhe von 3000 Euro sowie die Verfahrenskosten kommen.

Selbst die Anwältin der Nebenklage, die für die Frau des Verstorbenen spricht, hält sich von Vorwürfen fern. "Es war eine Nachlässigkeit, eine Unaufmerksamkeit", sagt sie und betont "weder meine Mandantin noch der Lkw-Fahrer werden diesen Tag so schnell vergessen."

"Ich will die Schuld nicht außer Frage stellen", sagt der Verteidiger zu Anfang seines Plädoyers, hebt aber nochmals die schlechte Witterung und die schlechte Sicht hervor. "Ich stelle die Strafe in das Ermessen des Gerichts, denke aber, eine Geldstrafe tut es auch."

Der Richterin ist das jedoch zu wenig. Sechs Monate Freiheitsstrafe lautet das Urteil, das Eckenberger für zwei Jahre zur Bewährung aussetzt. Die geforderte Geldauflage reduziert sie auf 2400 Euro und auch das Fahrverbot kürzt sie auf einen Monat. "Dann können Sie Ihren Urlaub vielleicht entsprechend legen."

Der Angeklagte nickt und holt seine Brieftasche hervor: Noch im Gerichtssaal liefert er seinen Führerschein ab.

 


 12.02.08

Versetzte Fahrbahn


Bild: Solch ein schlimmer Unfall wie vor einem halben Jahr, als ein Mensch ums Leben kam, soll an der Laibstädter Kreuzung nicht mehr passieren. - Foto: Karch

Laibstadt (evs) Die unfallträchtige Kreuzung in Laibstadt soll entschärft werden. Hier trifft die Staatsstraße von Aberzhausen nach Ettenstatt auf die bevorrechtigte Kreisstraße von Rudletzholz nach Dannhausen. Doch viele Autofahrer bemerken das Stoppschild zu spät und schießen über die Kreuzung hinaus. Erst vor einem halben Jahr war es deswegen zu einem tödlichen Unfall gekommen.

"Problematisch ist der so genannte Durchschusseffekt", so Karl Betz, der zuständige Abteilungsleiter für Staatsstraßen am Staatlichen Bauamt Nürnberg. Zusammen mit Vertretern des Landratsamtes Roth im Tiefbauausschuss des Landkreises und jetzt in einer nichtöffentlichen Sitzung des Heidecker Stadtrates stellte er die Planungen für eine verbesserte und sicherere Straßenführung vor. Da die Autofahrer auf der mit Ortsumgehungen ausgebauten Staatsstraße von Weißenburg kommend bis Laibstadt immer Vorfahrt haben, rechnen sie nicht damit, hier Vorfahrt gewähren zu müssen. Außerdem deutet die Straßenführung auf eine Vorfahrtsberechtigung hin. Viele Autofahrer bemerken deshalb zu spät das Stoppzeichen und schießen über die Kreuzung. Viele Möglichkeiten seien untersucht worden, so Betz. Die Staatsstraße wieder zur Vorfahrtsstraße zu machen, wurde verworfen, weil der Durchschusseffekt dann an der Kreisstraße auftreten würde. Ein Kreisverkehr scheide leider wegen Platzmangels aus. Daher schlug Betz vor, die Kreuzung zu "verschwenken". Die Kreisstraße bleibe auch weiterhin vorfahrtsberechtigt. Die Staatsstraße würde aber nicht mehr direkt auf die Kreisstraße einmünden, so dass eine versetzte Kreuzung entsteht. Die Straße von Ettenstatt her würde etwas nach Norden und die Straße von Aberzhausen etwas nach Süden versetzt. Autofahrer von der Staatsstraße her müssten nun zuerst in die Kreisstraße ein- und dann wieder auf die Staatsstraße ausfahren.
Der Durchschusseffekt trete nicht mehr auf, so Betz, da der Autofahrer von der Staatsstraße her auf ein optisches Hindernis, auf ein Gebäude, zufahre und erkenne, dass er Vorfahrt gewähren müsse.

In einer vom CSU-Fraktionssprecher Reinhard Schmidpeter aus Laibstadt angeregten Informationsveranstaltung werden die Planungen den Laibstädter Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Der Termin steht noch nicht fest.


 19.11.07

Lebensgefährlicher Durchschusseffekt

Bild: Erst musste etwas Schreckliches passieren: Seit dem tödlichen Unfall im September sind die Diskussionen um eine Entschärfung der Laibstädter Kreuzung wieder voll entfacht. - Foto: Karch

Lebensgefährlicher "Durchschusseffekt


Hilpoltstein (HK) "So wie es ist, kann und soll es nicht bleiben." Mit dieser Aussage zur Laibstädter Kreuzung hat Landrat Herbert Eckstein am Freitag im Tiefbauausschuss sicher die Mehrheitsmeinung vertreten. Aber wie die Kreuzung verändert werden soll, darüber herrscht im Moment keine Klarheit.


 An der Kreuzung treffen in Laibstadt die Staatsstraße 2389 von Ettenstatt nach Thalmässing und die Kreisstraße RH 22 von Heideck nach Nennslingen aufeinander. Vorfahrt hat seit einer Neuregelung aus dem Jahr 1972 die Kreisstraße. Damals hatten sich vermehrt Unfälle auf der Kreuzung ereignet. Allerdings hat man bei der optischen Gestaltung der Kreuzung dieser neuen Regelung bis heute kaum Rechnung getragen. Wer auf der breiten Staatsstraße fährt, gewinnt leicht den Eindruck, eigentlich Vorfahrt zu haben. Trotz zweier Stoppschilder. Im Jargon der Straßen planer nennt man diese Situation einen "Durchschusseffekt".

Dies belegt auch die Unfallstatistik. Seit 2002 haben sich dort bis heute zehn – von der Polizei erfasste – Unfälle ereignet, bei denen ein Mensch starb und sich sieben verletzten. Der tödliche Unfall war erst am 27. September diesen Jahres. In neun von zehn Fällen kam der Unfallverursacher aus Richtung Ettenstadt, davon wurde achtmal das Stoppschild übersehen. Alle Unfälle passierten laut Polizei am Tag und in allen Fällen waren die Autofahrer ortsunkundig.

Die Unfallkommission hat sich mit der Kreuzung – die von Fachstellen nicht als Unfallschwerpunkt eingestuft wird – mehrmals beschäftigt. Verschiedenen Vorschläge wie eine Änderung der Vorfahrtsregel, der Bau eines Kreisverkehrs oder das Versetzen der Kreuzung wurden untersucht und verworfen. Trotzdem hatte im Jahr 2002 der damalige Innenminister Günther Beckstein angeordnet, dass "die Entwicklung des Verkehrsablaufes und des Unfallgeschehens weiterhin kritisch beobachtet werden soll".

Am Freitag stellte nun Karl Betz vom Staatlichen Bauamt den Ausschussmitgliedern die zumeist schon mehrmals diskutierten Varianten einer entschärften Kreuzung vor. Als "nicht zielführend" stufte Betz dabei eine Kreisverkehrslösung ein. Zu stark sei das Gefälle aus Richtung Heideck, der Durchlass müsste angepasst werden, die Anlieger wären direkt an den Kreisverkehr angeschlossen und der Umbau wäre relativ teuer. Ebenso ungeeignet seien aus seiner Sicht ein ovaler Kreisverkehr oder eine Änderung der Vorfahrtsregelung.

Für machbar hält der Straßenbauer dagegen, die Einmündungen der Staatsstraße zu versetzen. Der Durchschusseffekt wäre damit weg. Außerdem wären bei dieser Variante keine Grundstückkäufe notwendig und der Flächenverbrauch gleich null. "Für den Autofahrer entsteht eine leicht begreifbare Kreuzung", sagte Betz.

Die optimale Lösung also? Für Landrat Herbert Eckstein nicht ganz, denn für ihn ist eine Änderung der Vorfahrt noch nicht ganz vom Tisch. "Die Verkehrsströme haben sich verändert, auf der Staatsstraße ist heute weitaus mehr Verkehr als auf der Kreisstraße." So fahren laut Verkehrszählung auf der RH 22 aus Richtung Heideck nur noch rund 550 Autos pro Tag. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als doppelt so viel. Im gleichen Zeitraum hat der Verkehr auf der Staatsstraße zugenommen rund 2500 Fahrzeuge kommen täglich aus Richtung Thalmässing, rund 2000 von Ettenstatt her.
 


 11.10.07

 

 

Auch FW fordern Kreisverkehr an tödlicher Kreuzung

Laibstadt (rok) Den sofortigen Bau eines Kreisverkehrs an der lebensgefährlichen Kreuzung in Laibstadt forderten die Freien Wähler in einem Brief an Bürgermeister Ottmar Brunner (CSU). Die Stadt Heideck solle alle erdenklichen Schritte einleiten, so die FW-Stadträte. Alle bisherigen Maßnahmen hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Hintergrund des Schreibens ist der tödliche Unfall vom 28. September, als ein 56-Jähriger bei einem Unfall an dieser Kreuzung starb, weil ein Lastwagenfahrer das Stopp-Schild übersehen hatte.

Brunner bedankte sich für den Brief. Auch er sehe die Gefahr, doch leider sei die Stadt nicht zuständig, da an dieser Kreuzung in Laibstadt eine Staatsstraße und eine Kreisstraße aufeinander träfen. "Vom Landratsamt aus ist einfach nichts getan worden", kritisierte Brunner. Er will jetzt auf die N-Ergie einwirken, damit die zumindest durch eine größere, hellere Straßenlampe für mehr Sicherheit sorge. Ansonsten sollten sich die Kreisräte Reinhard Spörl (FW) und Hermann Krämer (SPD) für dieses Problem im Kreistag stark machen, so Brunner.

Krämer, der einen Kreisverkehr an der Unfallkreuzung favorisiert, schlug vor, kurzfristig die Situation durch Poller oder eine geänderte Vorfahrt zu entschärfen.

CSU-Fraktionssprecher Reinhard Schmidpeter gab den Verantwortlichen im Landratsamt eine Teilschuld an dem tödlichen Unfall. Er wohne direkt an dieser Kreuzung, "da passiert täglich etwas". Quietschende Reifen gehörten zum Alltag, so Schmidpeter. "Man muss mit dem nächsten Unfall rechnen." Jetzt müsse sofort gehandelt werden.


 30.09.07

Leserbrief Reinhard Schmidpeter

Toter war Frage der Zeit

Zum Bericht "56-Jähriger stirbt bei Unfall" (HK vom Freitag, 28. September 2007):

Seit elf Jahren bin ich nun im Stadtrat in Heideck. Seitdem kämpfe ich für eine bessere Sicherung der Kreuzung in Laibstadt. Unzählige Unfälle waren schon zu verzeichnen und täglich überfahren Fahrzeuge diese Kreuzung, da niemand mit einer Änderung der Verkehrsführung rechnet. Ich habe bis vor kurzem direkt an dieser Kreuzung gewohnt und weiß, wovon ich spreche.
Ich habe sowohl beim früheren Bürgermeister Hans Herger als auch beim jetzigen Bürgermeister Ottmar Brunner Verständnis gefunden. Den Landtagsabgeordneten Manfred Weiß habe ich eingeschaltet, der mit dem Landrat sprach. Verkehrsschauen wurden daraufhin abgehalten. Ich war dabei und auch die Polizei unterstützte unsere Forderung. Einziger Erfolg: ein zusätzliches, oben angebrachtes Stoppschild auf einer Seite.

Der Kommentar von zuständiger Seite: Es ist ja noch nichts Schlimmes passiert und die Bagatellunfälle liegen im Rahmen. Toll! Die Laibstädter Bürger waren zu Recht empört.

Diese Aussage trifft ja wohl nun nicht mehr zu.

Sicherheit gibt es hier nur mit einem Kreisverkehr. Schnelles Handeln ist gefragt, denn täglich überqueren Schulkinder diese Kreuzung. Herr Landrat, bitte schreiten Sie ein und treffen Sie Maßnahmen gegen diese Beamtenwillkür!

Reinhard Schmidpeter,

Fraktionssprecher der CSU-Stadtratsfraktion

 27.08.07

56-jähriger stirbt bei Unfall

Ein Menschenleben hat ein Unfall am gestrigen Morgen im Heidecker Ortsteil Laibstadt gekostet. Ein 56-jähriger BMW-Fahrer aus dem Landkreis Weißenburg war gegen 7 Uhr von Nennslingen in Richtung Heideck unterwegs.

 In der Ortsmitte von Laibstadt missachtete der Fahrer eines Lastwagens mit Anhänger aus dem Landkreis Heidenheim die Vorfahrt des 56-jährigen. Der Lastwagenfahrer hatte offensichtlich eine Stopp-Stelle übersehen. Der Lastwagen prallte in die Fahrertüre des BMW.

Obwohl der 56-jährige an der Unfallstelle noch reanimiert wurde, erlag er seinen schweren Verletzungen. Der 29-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 25 000 €. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Unfallsachverständiger hinzugezogen.

Wäre der Unfall vermeidbar gewesen?

Es hätte vielleicht nicht soweit kommen müssen, wenn man die Bedenken der Laibstädter 2002 ernst genommen hätte und konstruktiv bessere Maßnahmen ergriffen hätte.

Hier die Zeitungsartikel die damals erschienen sind.


 10.11.02 

Neues von der Laibstädter Kreuzung
 
LAIBSTADT (he) Man kann sich nur wundern, welche Eigendynamik eine Angelegenheit entwickeln kann, wenn sich ein Politiker in einem Nebensatz über eine relativ unbedeutende Sache äußert. Im vorliegenden Fall geht es um die Laibstädter Kreuzung, an der der, was ja eigentlich nicht sein kann, eine Kreisstraße gegenüber einer Staatsstraße vorfahrtberechtigt ist. Eben diesen Zustand wollte der Europapolitiker Ingo Friedrich aus Gunzenhausen korrigieren und forderte dies zu ändern. Hintergrund: Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen fordert seit längerem vehement eine schnelle Anbindung an die Autobahn 9 bei Greding; der Verkehr soll ohne Stopp durchrollen können.
Jahrelang hatten auch die Laibstädter selbst gefordert, Maßnahmen an dieser Kreuzung zu treffen, denn viele Straßenverkehrsteilnehmer hatten bislang die geforderte durchgängige Straßenführung vorweggenommen mit der folge, dass es regelmäßig zu Unfällen kam. Stadtrat Reinhard Schmidpeter hatte sogar fein säuberlich über Jahre hinweg jede Vollbremsung, jeden Beinahe-Crash und jede Kollision notiert und festgehalten. Doch auch mit seinem Engagement war er regelmäßig an höherer Stelle gescheitert.
Nun brachte die beiläufige Bemerkung des EU-Politikers Friedrich eine Lawine ins rollen, die wohl als Laibstädter Sommerloch-Komödie in die Geschichte eingehen wird. Auf den oben beschriebenen Zeitungsbericht folgten weitere Berichte, etliche Leserbriefe und Glossen. Ein publikumswirksamer Ortstermin folgte, bei dem jedoch festgestellt werden musste, dass die zuständigen Sachbearbeiter des Landratsamtes bezüglich der Geschichte der Kreuzung einiges durcheinander brachten. Gebetsmühlenartig wiederholten sie (und danach auch alle anderen damit beschäftigen Stellen), dass die Unfallzahlen erst nach einer Änderung der Vorfahrt vor etwa zehn Jahren in die Höhe geschnellt seien. Freilich kann sich kein Laibstädter daran erinnern, dass die Vorfahrt an dieser Kreuzung je anders war. Zuletzt beschäftigten sich mit diesem heißem Thema sogar zwei bayerische Minister, nämlich Justizminister Manfred Weiß und Innenminister Günther Beckstein.
Dass sich nun tatsächlich etwas getan hat, hinsichtlich Verkehrssicherheit auf Laibstadts Kreuzung, davon kann sich jeder überzeugen, der durch den Ort fährt. Ein riesiger Peitschenmast mit sage und schreibe zwei Stopp-Schildern, und zwei dicke durchgezogene, weiße Haltelinien, machen seit einigen Tagen die Autofahrer darauf aufmerksam, dass hier weiter Kreisstraßenfahrer Vorfahrt vor Staatsstraßenfahrer haben. Das Thema schneller Anschluss des Landkreises Weißenburg an die A9 ist damit jedoch keinesfalls erledigt. Spätestens mit der Realisierung der geplanten Bundesstraße 13neu werden die Laibstädter erneut damit konfrontiert.

 


 31.08.02 


Kreuzung ruft Fachleute auf den Plan

An Laibstädter Kreuzung:
Markierung wird verstärkt
Verkehrsexperten machten sich vor Ort ein Bild über Situation

LAIBSTADT (hiz) - Bei einem Ortstermin im Heidecker Ort Laibstadt nahmen Verkehrsexperten von Landratsamt, Straßenbauamt und Polizei mit dem Heidecker Bürgermeister Ottmar Brunner und zahlreichen Laibstädtern den Kreuzungsbereich von Staatsstraße 2389 und der Kreisstraße RH 1 in Augenschein, der in den vergangenen Wochen für reichlich Diskussionsstoff gesorgt hatte (wir berichteten).

Der dortigen Verkehrssituation war unter anderem von Europa-Parlamentarier Dr. Ingo Friedrich großes Gefahrenpotienzial attestiert worden. Besonderes Anliegen der Verkehrsexperten war es deshalb, die Anregungen der Laibstädter zu hören.

Josef Regnet von der Verkehrsbehörde des Landratsamtes erläuterte zunächst die Situation. Vor etwa zehn Jahren, so Regnet, sei die Vorfahrt in dem Kreuzungsbereich geändert worden. Auf diese Weise habe man damals einen Unfallschwerpunkt beseitigt, denn heute gebe es keine signifikante Unfallhäufung mehr.

Gefahrenmomente ergäben sich bisweilen aus der Unachtsamkeit vor allem von auswärtigen Fahrzeuglenkern. Man wolle deshalb jede konstruktive Anregung gerne aufnehmen, die helfe, Auswärtige besser auf die Kreuzungssituation hinzuweisen. "Die Laibstädter kennen schließlich ihre Kreuzung am besten", so Regnet.

Stopp-Schild

Durch einige kurzfristig realisierbare Maßnahmen werde man, so die Verkehrsexperten, die Verkehrsteilnehmer, die die Staatsstraße 2389 befahren und dadurch das Vorfahrtsrecht der RH 22 zu beachten haben, auf die Kreuzungssituation aufmerksam machen. So wird ein Stopp-Schild an einem Peitschenmast in 4,5 Metern Höhe über der Kreuzung angebracht werden. Weiterhin wird eine verstärkte Markierung der Stoppstellen auf der Straße aufgebracht, um die Kraftfahrer zusätzlich auf ihre Wartepflicht hinzuweisen. Eine Überprüfung der Gegebenheiten durch das Straßenbauamt Nürnberg soll zeigen, ob auch bauliche Veränderungen realisiert werden können.


 31.08.02 

Mini Kreisverkehrsplätze
minikreis3.jpg (4689 Byte) Diese "Minikreisel" können an kleineren Kreuzungen auch ohne großen Umbau eingerichtet werden. Es erfolgt eine Ummarkierung und der Einbau einer kleinen überfahrbaren Mittelinsel.

 

Kreuzung ruft Fachleute auf den Plan
 

Laibstadt (HK) Bei einem Ortstermin im Heidecker Ortsteil Laibstadt nahmen jetzt die Verkehrsexperten von Landratsamt, Straßenbauamt und Polizei zusammen mit Bürgermeister Ottmar Brunner und zahlreichen Laibstädter Bürgern den Kreuzungsbereich von Staatsstraße und Kreisstraße in Augenschein. Der Verkehrssituation war in den vergangenen Tagen ein großes Gefahrenpotenzial apostrophiert worden: der Einsatz von Dr. Ingo Friedrich MdEP aus Gunzenhausen hatte eine Diskussion ausgelöst, ob es ihm nicht nur um die bessere Anbindung des Seenlands an die Autobahn ginge (HK berichtete).

Besonderes Anliegen der Verkehrsexperten war es, die Anregungen der Laibstädter aufzunehmen. Josef Regnet von der Verkehrsbehörde des Landratsamtes erläuterte zunächst die Situation. Vor etwa zehn Jahren sei die Vorfahrt im Kreuzungsbereich geändert worden. Auf diese Art habe man damals einen Unfallschwerpunkt beseitigt · heute gebe es keine signifikante Unfallhäufung mehr. Gefahrenmomente ergäben sich bisweilen aus der Unachtsamkeit auswärtiger Fahrzeuglenker. Man wolle deshalb jede konstruktive Anregung aufnehmen, die helfe, Auswärtige besser auf die Kreuzungssituation hinzuweisen. "Die Laibstädter kennen schließlich ihre Kreuzung am besten", sagte Regnet.

Einige kurzfristig realisierbare Maßnahmen sollen Verkehrsteilnehmer, die die Staatsstraße befahren und dadurch das Vorfahrtsrecht der RH 22 zu beachten haben, auf die Kreuzungssituation aufmerksam machen. So werde ein Stoppschild an einem Peitschenmast in 4,5 Metern Höhe über der Kreuzung angebracht. Weiterhin wird eine verstärkte Markierung der Stoppstellen auf der Straße aufgebracht, um die Kraftfahrer zusätzlich auf ihre Wartepflicht hinzuweisen. Eine Überprüfung der baulichen Gegebenheiten durch das Straßenbauamt Nürnberg soll Aufschluss darüber geben, ob bauliche Veränderungen realisiert werden können.
 


 26.08.02

Leserbrief zum Artikel "Heftige Kritik an Kreuzung, Friedrich prescht vor" vom 12.August 2002 und ihr Kommentar dazu vom 23.8.2002 in Ihrer Zeitung.

Ihre tendenzielle Berichterstattung ist mir seit langem ein Ärgernis, da sie in dieser Region ein quasi Pressemonopol besitzen, bleibt einem nichts anderes übrig als dafür auch noch Geld zu bezahlen. Das was sich jetzt aber ihr Mitarbeiter Herr Heider geleistet hat, ohne nähere Kenntnis der Situation, kann ich nur noch als peinlich bezeichnen. Er versucht den Einsatz eines Abgeordneten für seine Wähler im Landkreis Gunzenhausen-Weißenburg als billigen Aktionismus eines CSU Politikers abzutun.

Dass die Kreuzung in Laibstadt gefährlich ist braucht nicht weiter begründet zu werden, dies stellt fast niemand in Abrede.

Nur die zuständigen Ämter und Behörden sehen dies anders. So behauptet laut ihrem Artikel die Polizei seit 1998 sei hier nichts mehr passiert. Dies ist mit Sicherheit nicht richtig, denn erst im Frühjahr diesen Jahres wurde eine junge Frau aus Laibstadt kurz hintereinander zweimal auf der vorfahrtsberechtigten Strasse von einem Auto, das die Vorfahrt verletzte, regelrecht abgeschossen. Das zweite mal wurde extra die Polizei gerufen, um den Unfall auch in die Statistik zu bekommen. Der Unfallverursacher wurde zwar mit einem Bußgeld belegt, der Unfall selbst wurde aber scheinbar nicht aufgenommen.
So weit ich mich erinnern kann, passieren an dieser Kreuzung seit Jahren jedes Jahr regelmäßig etliche Unfälle auch seit 1998. Im unmittelbaren Gefahrenbereich der Kreuzung befindet sich zudem eine Schulbushaltestelle.

In fast jeder Bürgerversammlung wurde daher die Gefährlichkeit dieser Kreuzung angeprangert und die Stadt Heideck gebeten beim Landratsamt für eine Entschärfung einzutreten. Auch Laibstädter Bürger wendeten sich in den vergangenen Jahren an den Landrat und das Landratsamt. Jedes mal erklärten die Fachleute in den Behörden, dass keine überdurchschnittliche Unfallgefahr besteht und es sich hierbei keineswegs um einen Unfallschwerpunkt handelt.

Daher bin ich Herrn Friedrich sehr dankbar, dass er dieses Thema aufgegriffen hat und so eine Chance besteht, unsere Beamten doch noch auf Trab zu bringen, bevor Menschenleben zu beklagen sind. Gott sei Dank blieb es bisher bei Verletzungen wie Knochenbrüchen, Gehirnerschütterungen, Fleischwunden sowie Schäden an den beteiligten Fahrzeugen.

Ihrem Herrn Heider und den Beamten in den zuständigen Behörden würde ich empfehlen an der nächsten Bürgerversammlung in Laibstadt teilzunehmen. Dort können sie dann jede Menge Zeugenaussagen über tatsächlich Unfälle und gefährliche Situationen aufnehmen, die in keiner Statistik vorkommen aber regelmäßig Wirklichkeit sind und waren.

Richard Marx
Laibstadt 61
91180 Heideck

 


 23.08.02

Wie halte ich unsere Beamten auf Trab?

Gleich in unserer Nachbarschaft, in Gunzenhausen, wohnt ein fleißiger Europaabgeordneter. Obwohl Dr. Ingo Friedrich als Vizepräsident des Europäischen Parlaments oft in Straßburg und Brüssel gefragt ist, hat er stets einen Blick auf die Geschehnisse in der Heimat. Und so ist ihm vor ein paar Tagen eingefallen, dass die Kreuzung der Staatsstraße mit der Kreisstraße in Laibstadt entschärft werden muss. Die ist nicht nur gefährlich (siehe Leserbrief), meinte der Ingo Friedrich. Es kann ja auch gar nicht sein, dass eine Kreisstraße einer Staatsstraße die Vorfahrt nimmt, sinnierte das Mitglied des Europäischen Parlaments weiter.
Wie geht man da am besten vor?, überlegte der CSU-Mann. Und dann hat er in Brüssel sofort eine Sekretärin kommen lassen und ihr eine Brief in den Block diktiert. An den bayerischen Innenminister, den "lieben Günther", hat Friedrich geschrieben, weil der Günther Beckstein ja auch Chef der Obersten Baubehörde ist und  damit für die Staatsstraßen zuständig.
Der bayerische Innenminister, der ja nun durch seinen Zusatzjob im Kompetenzteam von Kanzlerkandidat Stoiber noch mehr belastet ist, wird den Brief aus Brüssel wahrscheinlich an einen Sachgebietsleiter weiterreichen und der Sachgebietsleiter an einen Sachbearbeiter. Der Sachbearbeiter wird dann einen Brief an das für die Verkehrsregelung in Roth zuständige Landratsamt schreiben und um Stellungnahme bitten.
In Roth wird der Sachbearbeiter seinem Sachgebietsleiter eine Stellungnahme schreiben, in der das drinsteht, was wir schon in der vergangene Woche in der Hilpoltsteiner Zeitung abgedruckt haben: Dass bekannt ist, dass die Kreuzung gefährlich ist; dass 1997 der letzte Unfall zu beklagen war, und dass die derzeitige Regelung bei einem Ortstermin im November 1998 so besprochen wurde. Seinerzeit waren auch die Laibstädter Bürger beteiligt und das Büro des CSU-Stimmkreisabgeordneten Dr. Manfred Weiß.
Die Stellungnahme des Sachgebietsleiters Verkehr wird dann der Landrat unterschreiben und an den Sachgebietsleiter in München schicken. Der Sachgebietsleiter in München informiert dann wieder seinen Chef, der Chef den Innenminister und der "liebe Günther" den "lieben Ingo" in Brüssel. Kopien der Schreiben sind jeweils an den Justizminister Weiß zu versenden, versteht sich, und natürlich an die Presse. Die Laibstädter sollen ja wissen, dass sich da einer in Brüssel was überlegt hat, und dass die Beamten und Angestellten in unseren Verwaltungen auch wirklich gefordert sind.
Mit Verlaub: Wäre diese Prozedur nicht einfacher zu erledigen gewesen? Ein Brieflein an den roten Landrat Herbert Eckstein und die Sache wäre gegessen gewesen. - Oder geht es vielleicht doch darum, dass eine "rote" Kreisstraße im Landkreis Roth Vorrang vor einer "schwarzen" Staatsstraße hat? Auf die Antwort des "lieben Günther" aus München sind wir jedenfalls gespannt.

Die Hilpoltsteiner Zeitung bleibt m Ball. Das verspricht

ARNO HEIDER
 

 


 23.08.02

Zögern unverantwortlich

Betrifft: Europa-Parlamentarier will Vorfahrtsregelung ändern"/Hilpoltsteiner Zeitung vom 12. August.
Alle Diskussionen und Erörterungen ändern nichts an der Tatsache, dass es sich in Laibstadt um eine Kreuzung handelt, die überdurchschnittlich gefährlich ist. Fast täglich fahren Fahrzeuge ungebremst über das Stopp-Schild und gefährden damit andere Verkehrsteilnehmer.
Eine solche Situation dauerhaft hinzunehmen, hielte ich für unverantwortlich, weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis es das nächste Mal kracht.
Welche Methode zur Reduzierung der Unfallgefahr angewandt wird, ist zweitrangig. Möglichkeiten für eine Verbesserung der Verkehrssituation gibt es genug. Beispielsweise ein für die Verkehrsteilnehmer sichtbar auf die Straße gemaltes Stopp-Schild, eine seitliche Eingrenzung der Staatsstraße, eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf zumindest 40 Stundenkilometer, ein großes Hinweisschild "Gefährliche Kreuzung" oder einen Kreisverkehr.
Auf Aufpassen zwingen
Mir geht es nicht um eine Änderung der Vorfahrt als alleinige Lösung, sondern vor allem um eine optische Veränderung, damit auch der nicht so aufmerksame Verkehrsteilnehmer zum Aufpassen "gezwungen" wird.
Gefordert ist deshalb vor allen Dingen das zuständige Landratsamt in Roth, das ich bitte - in Abstimmung mit den Anrainern - eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung zu finden.


Dr. Ingo Friedrich, MdEP, Vizepräsident des Europ. Parlaments, Bühringerstr. 12, Gunzenhausen.


 14.08.02

Ingo Friedrich fürchtet
Unfallgefahr in Laibstadt

Brüssel/Laibstadt (HK) Eine "erhebliche Unfallgefahr" hat Ingo Friedrich, CSU-Europaabgeordneter aus Gunzenhausen, in Laibstadt ausgemacht. Dort treffe die Staatsstraße 2389, die vom Fränkischen Seenland zur Autobahnauffahrt Greding führe, auf die Kreisstraße RH 22 von Heideck nach Dannhausen. Doch die kleinere Kreisstraße sei vorfahrtsberechtigt, schreibt Friedrich in einem Brief aus Brüssel dem bayerischen Innenminister Günther Beckstein, verbunden mit der dringenden Bitte um Besserung. "Ich schlage daher vor, die Vorfahrtsregel an besagter Kreuzung so zu ändern, dass der Autobahnzubringer Vorfahrt erhält", schreibt Friedrich. 


 13.08.02

Leserbrief zum Bericht „Europa-Parlamentarier will Vorfahrtssregelung ändern“ vom 12.08.2002

Bei der gewünschten Vorfahrtsänderung von MdEP Dr. Ingo Friedrich geht es meiner Meinung nach nicht um eine Entschärfung eines Unfallschwerpunktes. Von einem Unfallschwerpunkt kann nicht die Rede sein, Zahlen des Landratsamtes bestätigen dieses, aber dass die Kreuzung gefährlich ist, wissen die Laibstädter.
Vermutlich will Herr Dr. Friedrich nur möglichst schnell und ohne lästige Stopps den Verkehr aus den Weißenburger und Ansbacher Landkreis zur Autobahn bringen. Nachdem es mit den Umgehungsstrassen so schnell noch nichts wird wäre dies ein Teilerfolg für den Gunzenhausener Abgeordneten. Für Laibstadt bedeutet dies aber ein weiteres ansteigendes Gefährdungspotential, da der Verkehr in West-Ost-Richtung deutlich schneller wird, ein Anhalten am Berg wäre auch schwieriger, und das Einsehen der Kreuzung von der Kreisstrasse aus ist auch viel schlechter. Zugleich wäre die Lärmimmission auch größer da die Fahrzeuge am Berg beschleunigen und verzögern müssten. Die Laibstädter Bürger halten von einer Vorfahrtsänderung jedenfalls gar nichts! Zu anderen Alternativen zur Entschärfung der Kreuzung wären wir hingegen offen.

 

Werner Fürsich Laibstadt 8, 91180 Heideck


 12.08.02

Friedrich prescht vor 
Europa-Parlamentarier will Vorfahrtssregelung ändern 

LAIBSTADT (ahei) Die Vorfahrtsregelung an der Kreuzung der Staatsstraße mit der Kreisstraße in Laibstadt will der CSU-Europaabgeordnete Dr. Ingo Friedrich aus Gunzenhausen ändern.

In einem Brief an den Bayerischen Innenminister Günther Beckstein vertrat Friedrich die Ansicht, dass der Zubringer vom Fränkischen Seenland in Richtung Autobahnanschlussstelle Greding Vorfahrt erhalten sollte. Dies würde zu einer spürbaren Reduzierung der Unfallgefahr führen.

Auf die Idee, die Vorfahrtsregelung zu ändern, kam der Europaabgeordnete, da ihm viele Nutzer die potenzielle Unfallsituation an dieser Stelle geschildert hatten. "Besonders für Erstnutzer ist diese Kreuzung geradezu gefährlich", formulierte der CSU-Politiker.

Optischer Eindruck trügt

Da der Autobahnzubringer (Friedrich meint die Staatsstraße) besonders im Sommer von vielen Touristen erstmals genutzt, und derzeit auch der optische Eindruck vermittelt werde, dass der Autobahnzubringer Vorfahrt genieße, komme es zu einem erhöhten Unfallrisiko. Der Europaabgeordnete sieht auch gar nicht ein, "dass die Kreisstraße an dieser Stelle die Vorfahrt gegenüber der Staatsstraße hat".

"Seit 1998 null Unfälle"

Richard Bauer von der Verkehrsbehörde am Landratsamt Roth kann das Argument Unfallhäufigkeit überhaupt nicht nachvollziehen. "Seit 1998 gab es dort null Unfälle", erfuhr der stellvertretende Sachgebietsleiter Verkehrssicherheit von der Polizei. 1993 habe es einen Unfall mit Vorfahrtsmissachtung gegeben und einen Unfall wegen Unachtsamkeit, 1995 seien zwei Crashs wegen Missachtung der Vorfahrt registriert worden und 1997 habe es einen Zusammenstoß gegeben. "Seitdem war nichts mehr", sagte Bauer auf Anfrage unserer Zeitung.

Nach dem Kenntnisstand im Landratsamt wollen die Bürger aus Laibstadt auch, dass es so bleibt. Die Kreisstraße in Richtung Dannhausen hat für sie so etwas wie den Charakter einer Dorfstraße, wurde bei einem Ortstermin im November 1998 deutlich. Bei dem Gespräch damals sei auch betont worden, dass die Kreisstraße von Heideck her ein starkes Gefälle habe, was vor allem im Winter zu kritischen Situationen führen könnte.

 

 


©1998 by Werner Fürsich