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Renate Schmidt in Laibstadt bei der CSU

Völlig unparteiisch gestaltet sich der Dämmerschoppen der CSU Laibstadt mit dem „bayerischen Zugpferd“ der SPD, der Bundestagsabgeordneten Renate Schmidt.

In seiner Begrüßung gestand der Vorsitzende der CSU Laibstadt, Josef Baumann, dass die Veranstaltung mit der SPD-Frontfrau einige Diskussionen ausgelöst hat, doch der Vorsitzende war sich mit Renate Schmidt einig, dass solche Veranstaltungen im Rahmen der großen Koalition möglich sein müssen und es die politische Kultur zulassen muss, über Parteigrenzen hinweg über Sachgebiete zu diskutieren.
Nach der Inneren Sicherheit im vergangen Jahr mit Innenminister Günther Beckstein stand in diesem Jahr die Familienpolitik im Mittelpunkt des Abends und da, so Baumann, ist die Referentin Renate Schmidt MdB ein Fachmann. Als Bundesfamilienministerin von 2002 bis 2005, als ehemalige Präsidentin des Deutschen Familienverbandes, als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, konnte die Bundestagsabgeordnete die Zuhörer mit Fachwissen begeistern.
„Keine Erhöhung des Kindergeldes um 10 Euro,“ dafür sollten kostenlose Kindertagesstätten eingeführt werden. „Kinder machen glücklich und kosten nicht nur“, darüber wird aber nicht geredet und geschrieben. „Kinder sind das beste Instrument, nicht einsam zu sein.“ Viel Geld wird noch falsch eingesetzt. So wird viel in die Oberstufen des Gymnasiums investiert, viel zu wenig aber im Kindergartenalter. Auch die Wirtschaft ist gefordert. Zeit ist das Zauberwort für ein glückliches Familienleben, doch da sollten die Betriebe erkennen, dass sich familienfreundliche Arbeitsbedingungen auch für sie rechnen“. Lokale Bündnisse für Familien sind gegründet worden, wo IHK`s, Unternehmer und Kirchen zusammen Konzepte erarbeiten um eine familienfreundliche Infrastruktur aufzustellen. 145 unterschiedliche Leistungen für Familien stehen zur Verfügung und die müssen neu geordnet werden. Familienpolitik ist inzwischen Minderheitenpolitik und deshalb gehörte sie einem parteiübergreifenden Gremium an, das das Wahlrecht von Geburt an fordert.
Nach dem Referat übernahm Reinhard Schmidpeter, CSU-Fraktionsvorsitzender, die Leitung der Diskussion. Er gestand, dass er hin und her gerissen war von dem Vortrag und Schmidt ihm aus dem Herzen gesprochen habe und sicher nicht nur ihm. „Nur“, so Schmidpeter, „dürfe die Politik nicht immer alles auf die Wirtschaft schieben und immer neue Forderung aufstellen“.
Auf alle Fragen ging die SPD-Frau ein. So kritisierte Laibstadt`s Kindergartenleiterin Irmgard Meier die Gastkindregelung und die Referentin stimmte ihr zu. Vorbildlich dagegen, so Schmidt, der Bayerische Bildungsplan für Kindertagesstätten, einzig das Personal und die Zeit fehlen, um ihn umzusetzen. Viel mehr Geld muss in die frühe Förderung der Kinder investiert werden war immer wieder der Grundkonsens ihrer Aussagen.
Helga Peter, Frauenunionsvorsitzende Laibstadt`s, Kreis- und Stadträtin übernahm den Schlussteil der Veranstaltung. „Keine bessere Referentin zu diesem Thema hätte man finden können, doch mir sind die „Omas“ ein wenig zu kurz gekommen, die aber bei uns auf dem Lande noch einen wichtigen Beitrag in der Familie leisten“, so Peter in ihren Schlussworten.
 
Als Präsent überreichte Helga Peter der SPD Abgeordneten noch einen schönen
"Schwarz-greicherten Pressack", der der "Roten Renate" sicherlich auch schmecken wird.

Unsere drei "Schwarzen-Größen" mit der "Roten Renate"

 


©1998 by Werner Fürsich