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125 Jahre KSK-Laibstadt und Umgebung

09-10.06. 2007


1.Foto: Totenehrung am Kriegerehrenmal mit Pfarrer Tobias Göttle, Vorsitzenden Mathias Harrer und Bürgermeister
Ottmar Brunner
 


2. Foto: Übergabe der Patenschaftsgeschenke

Oben links: stellvertretender Vorsitzender Gabriel Regensburger mit Marmortafel von Titting - rechts Vorsitzender Mathias Harrer

unten v. l.n. r.: Vorsitzender des Patenvereins Titting Anton Wittmann, Festdame Anneliese Schmidt, Vorsitzender aus Weinsfeld Rudolf Heubusch, Festdame Rita Gebauer, Vorsitzender aus Pfraunfeld Xaver Schneider, Festdame Hildegard Bacherle und Vorsitzender aus Heideck Ernst Forke

125 Jahre KSK Laibstadt

(jpb)Zum 125-jährigen Gründungsjubiläum der Krieger- und Soldatenkameradschaft Laibstadt und Umgebung (KSK) organisierten die Verantwortlichen um Vorsitzenden Mathias Harrer ein Fest, getragen von der Bevölkerung, die an den kirchlichen und weltlichen Programmpunkten zahlreich, würdevoll und gesellig teilnahmen.

Begonnen haben die Feierlichkeiten am Samstag Abend mit dem feierlichen Totengedenken am neu renovierten Kriegerdenkmal. Mit Fahnenabordnungen der Patenvereine aus Titting, Weinsfeld, Heideck und Pfraunfeld, den Kameradschaften aus Morsbach, Hilpoltstein, Bergen, Georgensgmünd, Offenbau, Liebenstadt und Raitenbuch, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Laibstadt, dem Schirmherr Bürgermeister Ottmar Brunner, Landrat Herbert Eckstein und stellvertretenden Präsident des Bayerischen Soldatenbundes (BSB), Wolfgang Niebling gedachte man der Gefallenen der beiden Weltkriege. Pfarrer Tobias Göttle machte deutlich, dass der Friede sich täglich erarbeitet werden muss und nicht selbstverständlich sei. Wolfgang Niebling (BSB) forderte in seiner Gedenkansprache, den heutigen Soldaten der Bundeswehr, die in den Auslandseinsätzen ums Leben kommen, zu gefallenen Soldaten zu erklären. Mit ihrer Vereinsarbeit haben auch die Laibstädter einen Beitrag für 60 Jahre Leben in Friede und Freiheit geleistet, so Niebling. Unter den Klängen des treuen Kameraden und drei Salutschüssen legte Bürgermeister Ottmar Brunner und Vorsitzender Mathias Harrer einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Nach der National- und Bayernhymne, gespielt von der Stadtkapelle Heideck, ging es im Festzug durchs Dorf zum Festzelt. In den Festansprachen von Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Ottmar Brunner wurde deutlich, wie wichtig Friedensarbeit ist und wie man selbst im kleinen Verein seinen Beitrag zur Friedensicherung beitragen kann. Viel Lob bekam Vorsitzender Mathias Harrer vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bayerischen Soldatenbund. Laibstadts Vorsitzender Mathias Harrer ist eine Institution und einmalig im BSB. Mit geringen Mitteln hat er mit seinen Kameraden ein hervorragendes Fest, getragen von der Bevölkerung, organisiert,. Das Große Verdienstkreuz in Gold des BSB hat er verdient, da er seit Jahren an vorderster Front hervorragende Arbeit leistet, so Niebling und heftete ihm die hohe Auszeichnung ans Revier. Geehrt wurden dann noch 71 weitere Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft. So erhielten Isidor Baumann, Michael Baumann, Hans Frank, Michael Seger, Franz Spannbauer, Mathias Struller, Pfarrer Walter Tschöpe und Karl Wieland die Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft und Michael Harrer ist seit 1937 der Kameradschaft treu.
Der feierliche Festgottesdienst am Sonntag begann mit dem Einmarsch der Fahnen der Patenvereinen und weiteren acht Krieger- und Reservistenverbänden in die Pfarrkirche.
Diesmal gaben sich die Verbände aus Walting, Ettenstatt, Schwimbach, Thalmässing, Nennslingen, Groß- u. Kleinhöbing, Alfershausen, die DJK und die FFW Laibstadt die Ehre. Pfarrer Tobias Göttle wies in seiner Festpredigt auf die Friedensarbeit in den letzten Jahrzehnten hin. Flüchtlinge wurden integriert und der Ausgleich aus den ehemaligen Kriegsgegner wurden verlässliche Nachbarn und Freunde. Ohne die christlichen Wurzeln wäre dieser Friede nicht möglich gewesen, so Göttle.
Wieder bei schönstem Wetter zogen die Vereine dann zur weltlichen Feier ins Festzelt.
Patengeschenke wurden ausgetauscht und das Patenkind aus Titting hat eine große schwere, bemalte Marmorplatte zur Erinnerung an das Jubiläum mitgebracht. Die Stadtkapelle spielte zum Frühschoppen auf und am Nachmittag unterhielten die Juramusikanten.
Sehr viel Lob erhielt die begleitende Ausstellung zur Feier. Kaspar Eigner hatte die Sterbebilder der gefallenen Soldaten beider Weltkriege und die der verstorbenen Mitglieder des Vereins chronologisch aufgereiht. Rüdiger Kutzschbauch stellte seine private Sammlung an internationalen Uniformen und Mützen aus. Weiter waren zahlreiche Foto zur Renovierung des Kriegerehrenmals aus dem vergangen Jahr zu betrachten. Die aufgelegte Festschrift mit allen Highlights der letzten 125 Jahren, erarbeitet von Franz Eigner, war schnell vergriffen. Als die Feierlichkeiten am Abend zu Ende gingen, begann es zu regnen, doch für die Laibstadt wird diese Jubiläum wieder in die Dorfgeschichte eingehen und in der langen Chronologie des Krieger- und Soldatenvereins Laibstadt positiv niedergeschrieben.

     
     

 


©1998 by Werner Fürsich