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Die Familienwanderung der DJK auf dem Schlossberg

LAIBSTADT (nh) - Bei bestem Wetter bestiegen am Ostermontag 44 Laibstädter DJK-Mitglieder den 607 Meter hohen Schlossberg. Dabei erfuhren sie viel Wissenswertes über den Zeugenberg des Jura. Erstes Ziel war der hintere Schlossberg, von dem man bei guter Sicht bis zum Brombachsee schauen konnte. "Das Flurstück", so erklärte Adolf Herler, "heißt hier Goppel und erinnert mit seinem Namen an die einst hier stehende Wolfgangskapelle." Die vermutlich von einem Eremiten betreute Wallfahrtskirche wurde später zugunsten der Klause auf dem Kappelsberg zwischen Heideck und Rudletzholz aufgegeben. Nächster Halt wurde an einem seltsamen Betonfundament mitten im Wald gemacht. Hier stand laut Herler einst ein hoher Aussichtsturm aus Holz. Eine vergrößerte Abbildung einer Postkarte aus dem Jahre 1912 zeigte wie das Ganze ausgesehen hat. Der Turm wurde jedoch schon lange wegen Einsturtzgefahr abgerissen.

Schließlich kam die Gruppe zum Heidecker Burgstall. "Mit Burgstall bezeichnet man heute eine abgegangene Burg", so Herler, "also eine Stelle wo einst eine Burg stand, man aber kein aufgehendes Mauerwerk mehr sieht. Einst hatten hier die Herren von Heideck, ein bedeutendes Rittergeschlecht im Mittelalter, ihre Ritterburg errichtet. Sie waren aus dem Anlautertal in unsere Gegend gekommen." 1278 sei erstmals die Stadt Heideck urkundlich erwähnt worden. "Laibstadt jedoch ist älter und war auch die Urpfarrei der Gegend." Herler wies auch darauf hin, dass über das Leader-Plus-Programm im Laufe des Jahres Probegrabungen stattfinden sollen, um mehr über die Heidecksburg zu erfahren.

Da sich auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg auf dem Schlossberg ein Wasserbehälter der Laibstadt-Schlossberg-Gruppe befindet, erzählte Wasserwart Manfred Koller etwas über die Wasserversorgung. 300 qm fasse der Behälter auf dem oberen Schlossberg, womit die Orte Schlossberg, Haag, Roxfeld und Mannholz versorgt würden. "Mit dem 600 qm großen Behälter am Fuße des Schlossberges werden neben Laibstadt auch die Ortschaften Rudletzholz, Aberzhausen, Kippenwang, Selingstadt, Rambach und Seiboldsmühle mit Wasser versorgt", so Koller. Ehe es zurück nach Laibstadt ging warf man noch einen Blick in die renovierte Heilig Geist Kirche. Früher stand der Turm laut Herler an der Ostseite des Kirchenbaus. "Wegen der steten Gefahr, dass der Hang abrutscht, wurde er jedoch später an die Westseite verlegt."
 

 

Unser Scout Adolf Herler gab vor dem Abmarsch eine kurze Einführung über den Streckenverlauf Am Fuße des Berges.
Noch kann man mit einer großen Herde einfach die Wiesen überqueren. Oben auf dem Spielplatz stürzen sich die Kinder gleich auf die Spielgeräte.
Am Aussichtsturm treffen wir gute Bekannte. Familie Brunner hat die Wanderung von Rudletzholz aus begonnen. Blick auf den Brombachsee.
Ganz oben auf dem Goppel stand vor ca. 100 Jahren dieser Aussichtsturm. Geschichtliches rund um den Schlossberg bzw.  zu den Herren von Heideck brachte uns Adolf näher.
Einer der Burggräben der früheren Burg. Auf dem Wasserhochbehälter genießen die Jungs den Ausblick.
Der Blick geht weit rundum das Nürnberger Land. Wenn man die Kamera vor das Fernglas hält kann man noch ganz gehörig zoomen.

Die "Kappl".

Eine Riesengaudi für die Kinder. Auf dem Hosenboden durch den Dreck nach unten rutschen. Auf dem nahezu höchsten Punkt zwischen Nürnberg und München.
 

Der schönste Blick erschließt sich einem, wenn man nach Süd-Osten blickt....

Laibstadt

 

 


©1998 by Werner Fürsich