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Pfarrheimeinweihung am 30.09.2007

LAIBSTADT (nh) - Nach über acht Jahren Planungs- und Umbauzeit konnte am Sonntag endlich das renovierte Laibstädter Pfarrheim durch Domkapitular Rainer Brummer eingeweiht werden. Bereits 1999, noch unter Stadtpfarrer Franz Gerner begannen die Überlegungen, wie ein Neubau realisiert werden könnte. Schon damals wurden Mittel bei der Diözese Eichstätt beantragt, und zum großen Glück auch genehmigt. "Heute würde es für solche Maßnahmen wohl kaum noch eine so großzügige finanzielle Unterstützung geben", betonte Kirchenpfleger Adolf Herler. Nachdem während der dreijährigen Amtszeit von Stadtpfarrer Martin Fuchs die Baumaßnahmen nicht weiter vorangebracht werden konnten, rang sich die Kirchenverwaltung mit Stadtpfarrer Tobias Göttle 2005 dazu durch, von einem Neubau abzusehen. Die Kosten hätten einfach den finanziell möglichen Rahmen der kleinen Pfarrei gesprengt. Der Hilpoltsteiner Architekten Ludwig Grassi stellte daraufhin neue Pläne vor und die Umbauarbeiten konnten beginnen.

 

Domkapitular Rainer Brummer konnte am Sonntag das renovierte und erweiterte Laibstädter Pfarrheim einweihen. Brummer lobte den Gemeinschaftssinn und vor allem die Hartnäckigkeit der Laibstädter. "Nur so kann man ein solches Projekt voranbringen und schließlich zum glücklichen Ende führen." Aber jetzt müssten die Laibstädter auch das Gebäude mit Leben erfüllen. "Hier sollen nicht nur kirchliche Veranstaltungen stattfinden. Auch als Treffpunkt, zum Beispiel zum Frühschoppen nach dem Sonntagsgottesdienst, ist ein solcher Ort der Begegnung sehr wichtig. Interessant ist auch, dass das Pfarrheim nördlich der Pfarrkirche liegt, also quasi in deren Schatten." Dies könne man als gutes Omen auffassen.
Geweiht wurde auch das neue Kreuz, dass nun im Pfarrsaal seinen Platz gefunden hat. Stadtpfarrer Tobias Göttle drückte ebenso seine Freude darüber aus, wie gut und schön das Gebäude geworden sei. "Hier können Generationen zusammen finden."
Er bedankte sich bei den Hauptverantwortlichen des Baus und stellte dabei vor allem Anton Hirscheider heraus, der mit 1340 Stunden quasi die Bauleitung übernommen habe.
Er erhielt als Dankeschön eine holzgeschnitzte Figur des biblischen Handwerkers Josef.

Bei der Schlüsselübergabe wies Architekt Ludwig Grassi darauf hin, dass sich die Mühen gelohnt hätten. "Der Bau orientiert sich um den großzügigen Eingangsbereich mit Treppenhaus. Künftig verfügt die Pfarrei über einen 75 m² großen Saal für rund 100 Personen." Bisher wäre der Saal nur 50 m² groß gewesen. "Die neu eingerichtete Küche, in der etliches Geschirr gelagert werden kann, verfügt neben einem Herd und einem großen Kühlschrank auch über eine Spülmaschine." Unter dem Dach habe die Pfarrbücherei eine neue Bleibe gefunden. Auch der Nachwuchs werde mit dem neuen Jugendraum mit 44 m² Größe zu ihrem Recht kommen." Zudem wurde der Sanitärbereich auf den neuesten Stand gebracht. Auch die Außenanlagen wurden neu hergerichtet. Im Saal sorgt während des Winterhalbjahres ein Holzofen für angenehme Wärme. Um das Holz und diverse Gerätschaften zu lagern wurde im Pfarrgarten ein kleiner Schuppen errichtet.

Kirchenpfleger Herler wies bei seiner Begrüßung darauf hin, dass die Baukosten deutlich gesenkt werden konnten, da über 50 Laibstädter in 4700 freiwillig erbrachten Arbeits- und Schlepperstunden mitgeholfen hätten. "Dennoch beliefen sich die Ausgaben auf fast 350.000 Euro." Nach Abzug der Spenden und den Zuschüssen müsse die Pfarrei immerhin noch 80.000 Euro selbst aufbringen. Neben Spenden von Privatpersonen zwischen 15 und 3000 Euro kamen 2000 Euro vom katholischen Frauenbund, 1000 Euro von der Raiffeisenbank Hilpoltstein, 800 Euro von der Theatergruppe und 200 Euro von der Frauenunion. Der Heimatverein hat als Beitrag den Freisitz in Höhe von 3000 Euro gestaltet und Sitzgelegenheiten gestiftet.

Bürgermeister Ottmar Brunner erklärte, dass die Stadt Heideck gerne das Projekt unterstützt habe. Zum 75. Geburtstag wurde Frau Rita Herler beglückwünscht die seit Jahrzehnten die Kirchenorgel spielt, den Kirchenchor leitet und vielen Kindern die "Flötentöne" beibrachte.
Für den Pfarrgemeinderat sprach Richard Frank Glückwünsche aus.
 

Vorher-Nachher 
Das Pfarrheim sieht nicht nur wieder schöner aus, es hat's auch in sich mit den neu geschaffenen Räumen.

Der Heimatverein hat als Beitrag den Freisitz in Höhe von 3000 Euro gestaltet und Sitzgelegenheiten gestiftet. Künftig verfügt die Pfarrei über einen 75 m² großen Saal für rund 100 Personen." Bisher war der Saal nur 50 m² groß gewesen und die Bücherei musste auch noch darin Platz finden.
Mit vielen neuen Büchern eröffnet wurde auch die Pfarrbibliothek, worüber sich besonders die eigens angereiste Waltraud Schön, Fachberaterin für die Diözese Eichstätt, freute. Hier konnte sich jeder Besucher nicht nur über die große Auswahl an Büchern, Reisekarten, CDs und Kassetten informieren, sondern auch ein Los mit einem "Guten Gedanken für den Tag" ziehen.
Unter Anleitung des Büchereiteams konnten die Kinder Lesezeichen basteln. Vorgestellt wurden auch die Neuerwerbungen die nun in der Ausleihe zur Verfügung stehen.
348.480 € Gesamtkosten.
Nicht unumstritten war in der Pfarrei die Planung und die Ausführungsarbeiten des Architektenbüros Grassi.
Doch letztendlich kann man zufrieden sein über das neue Pfarrheim.
4.578 Stunden Eigenleistung der Pfarreiangehörigen, wobei 2484 Stunden schon allein auf Anton Hirscheider und Adolf Herler fallen. Den beiden kann man gar nicht genug für ihre Ausdauer während der Bauzeit danken.
Im Jugendraum spielte der Nachwuchs mit Ausdauer am Billardtisch, eine Spende von der Pfarrei Heideck.
Zukünftig wollen sie sich jeden Sonntag nach der Kirche  zum Spielen hier treffen.
 Ebenso war hier den ganzen Tag über eine Diashow auf einem großen Flachbildschirm mit fast 500 Fotos von den Baumaßnahmen zu sehen. Im Eingangsbereich waren vier Stellwände platziert, auf denen auf Hochglanzfotos der zeitliche Ablauf der Arbeiten nachverfolgt werden konnte.
Zwei Bilder des Kirchenmalers Billmeyer aus Selingstadt, der schon die Deckengemälde der Kirche gemalt hat, findet man im Licht durchfluteten Treppenaufgang. Mahlzeit. Paula und Olli lassen sich das Essen das von der Familie Meyer aus Aberzhausen zubereitet wurde schmecken.
Am Nachmittag sorgte Zauberer Harry für Kurzweil. Mit Assistent Jonas wurde an "Hacki" Zaubertricks ausprobiert.
Auch unser Pfarrer musste bei der heißen Zigarettennummer herhalten. Spannung kam auf, als es an die Versteigerung von drei alten Schränke aus dem ehemaligen Pfarrhaus und des über 50 Jahren alten Fahrrades des letzten Laibstädter Pfarrers Walter Tschöpe ging. Den Höchstpreis von 230 Euro erzielte ein über hundert Jahre alter Schrank.
Zum Nachmittagskaffee gab es 30 Kuchenspenden von den Mitgliedern des katholischen Frauenbundes. Viel Spaß und ein gutes Miteinander im neuen Pfarrheim.

 


©1998 by Werner Fürsich