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Empfang in Aberzhausen


Aberzhausen kommt in Sicht

Der Primiziant wird abgeholt

Die Aberzhausner warten bereits

Der Fahrradkorso der Kinder fährt voran

Durchs Empfangsportal hindurch...

...Michael ist in seinem Heimatdorf angekommen

Jana, Lena und Benjamin begrüßen Michael mit einem Gedicht
 

Begrüßungsworte von Stadtpfarrer Göttle

 

Kirchenpfleger Karl Meyer heißt Michael in Aberzhausen willkommen

 

Der Blumenteppich bei der Kirche

Ganz Aberzhausen ist gekommen

Michael betritt die Heimatkirche zum ersten Mal als Priester

Während der Complet wurde auch das Primizgewand Alberters von Pfarrer Göttle geweiht

Primizsegen

Nicht alle fanden einen Platz in der Kirche.

Verena mit ihrem geschmückten Rad

Ein feudales Büfett

Benjamin hat sich viel vorgenommen ;-)

 

Dominik, Bernhard und Silvia
 


Lockere Gespräche und eine ungezwungene Atmosphäre stellen sich ein....

 

... bis spät in den Abend.


links Dekan, Mitte Stadtpfarrer, rechts Primiziant



links Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Struller, Mitte Stadtpfarrer Tobias Göttle, rechts Primiziant Michael Alberter


links Primiziant, Mitte Dekan Franz-Josef Gerner, Verena Hausner, Nicola Herler


KLJB

Empfänge in Laibstadt und Aberzhausen

Eichstätt/Laibstadt/Aberzhausen (nh/nhe) - Ein komplett besetzter Bus und viele PKWs aus der Pfarrei Laibstadt fuhren am Samstag nach Eichstätt, um im Hohen Dom die Priesterweihe "ihres" Michael Alberts aus Aberzhausen live mitzuerleben. Bischof Gregor Maria Hanke ging in seiner Predigt auf die derzeit schwierige Situation der katholischen Kirche näher ein, machte jedoch auch den Neupriestern Mut und Hoffnung. "Ihr müsst Zeugen des Glaubens sein, dann werdet ihr glaubwürdig und wie einst Mose Gott vorausgehen und ihm den Weg bereiten." Durch die Handauflegung, erbat der Bischof symbolisch den Beistand des Heiligen Geistes für die Primizianten. Die anschließende Bekleidung sollte das Zeichen der neu erworbenen, priesterlichen Vollmacht darstellen. Die mit heiligem Öl gesalbten Hände sollen in Zukunft segensreich den Leib Christi austeilen, das Zeichen der Lossprechung geben, die Kranken salben und Segen spenden.

Bereits in Nennslingen holten über 40 Motorradfahrer Alberter und dessen Eltern ab, um sie nach Laibstadt zu geleiten. Kurz vor der Ortseinfahrt warteten danach zudem zahlreiche Kinder mit ihren bunt geschmückten Fahrrädern, so dass es schließlich ein langer Zug vor das Laibstädter Rathaus wurde, wo nicht nur das gesamte Dorf sondern auch viele Auswärtige auf den Primizianten warteten. Die Ministrantinnen Nicola Herler und Verena Hausner sprachen auswendig das Begrüßungsgedicht: "Voll Sehnsucht haben wir gewartet, auf diesen Tag der dich uns bringt; nun bist du da in allen Herzen, ein hundertfach Willkommen singt." Eine Abordnung der KLJB, die hier im Rathaus ihr Domizil hat und deren Vorsitzender Alberter einst war, hatten ein kleines Spiel vorbereitet, das dem Jahresplan der Jugendgruppe nachempfunden war. Angefangen mit der alljährlichen Rocknacht, über Maibaumaufstellen, Erntedankfrühstück, Silvesterfeier und Ostereiersuchen wurden im Schnelldurchgang noch einmal die wichtigsten Jahresprogrammpunkte durchgegangen. Danach ging es mit der Stadtkapelle, die danach auch vor der Kirche und in Aberzhausen aufspielte, mit Marschmusik durch das Dorf.

Vor dem Kriegerdenkmal fand die offizielle Begrüßung des Primizianten in seiner Heimatpfarrei statt. Heidecks Stadtpfarrer Tobias Göttle erinnerte in seiner Ansprache an Johann Evangelist Wagner, dem Gründer der Regens-Wanger-Stiftung, der vor 160 Jahren öfter in Laibstadt war, weil er den hiesigen Pfarrer gut kannte. Seinen Ausspruch "Wer Gott in seinem Herzen trägt, der ist nicht fern von ihm!" solle auch für Alberter gelten, genau das wünsche er dem Primizianten, nämlich Gott im Herzen zu tragen. Die Heilige Schrift lesen und studieren sei sehr wichtig, aber das lithurgische Gebet sei für ihn selbst oftmals wie ein Rettungsanker gewesen.

Dekan Franz-Josef Gerner aus Hilpoltstein verwies auf die nachösterlichen Schriften. "Hier zeigt sich Jesus als Mitgehender. Das Priesteramt ist ein schöner aber auch ein angreifbarer Weg." Alberter solle aber immer wissen, der Priester sei ein Helfer, Gott stets der Macher! Mauern würden die Kennzeichen der heutigen Gesellschaft sein, gemäß seines Primizspruches "Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern." solle er Helfer zum Überwinden der vielen Hindernisse werden.

Für den Pfarrgemeinderat sprach Vorsitzender Albert Struller. "Es gibt wenige wichtige Daten, die einer Pfarrei im Gedächtnis bleiben. Heute ist, nach den hier gefeierten Primizen 1963 und 64, wieder so ein Tag." Struller habe sich sehr gefreut, dass Alberter als junger Christ und Vertreter der KLJB in den Pfarrgemeinderat gewählt worden sei, weil er ihm auch zutraute, zukünftig wichtige Aufgaben in der Pfarrei übernehmen zu können. Deshalb habe er die Nachricht mit einem lachenden und einen weinenden Auge aufgenommen, als er vom Schritt ins Priesterseminar erfahren habe. Als Symbol für einen tiefverwurzelten aber auch zähen Glauben überreichte er dem Neupriester einen Weinstock.

Bürgermeister Ottmar Brunner berichtete von der gemeinsamen Zeit in der Sparkasse und im Heidecker Stadtrat. Es sei der richtige Weg für Alberter gewesen, mit Gott zu gehen und für die Menschen dazusein. Landrat Herbert Eckstein schloss sich dieser Meinung gerne an: "Banker gibt es genug, vielleicht sogar zu viele, junge Priester dagegen sind selten und deshalb umso wertvoller und wichtiger." Er überreichte einen Landkreisschirm und die Bücher "Gemeinsam unterwegs" und "Kreuzwege begleiten".

Bei der anschließenden Vesper in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die vom Laibstädter Kirchenchor musikalisch umrahmt wurde, wollte Alberter in seiner Predigt und seinen Dankesworten nicht nur nach vorne blicken, obwohl sich die Priesterweihe als bedeutende Station seines Lebens dafür angeboten hätte. Vielmehr blickte er zurück, um all denen Dank zu sagen, die ihn bis hierher begleitet hätten. "Ich danke natürlich zuallerst meinen Eltern, Großeltern und Geschwistern. Sie waren meine wesentlichen Bezugspunkte und werden es bleiben." Sie hätten auch seinen Schritt zum Priester akzeptiert und ihn unterstützt. In Erinnerung daran habe er symbolisch ein Stück Holz von einem Baum im heimischen Garten in seinen Primizkelch einarbeiten lassen. Auch dankte er Stadtpfarrer Göttle und der gesamten Pfarrei. "Es war ein guter Nährboden, um vor sieben Jahren in das Priesterseminar einzutreten und diesen Weg zu gehen."

Nach der Vesper begleiteten die Motorradfahrer Alberter in sein Heimatdorf Aberzhausen. Die dortigen Kinder hatten es sich nicht nehmen lassen, auch hier einen Fahrradkorso zu organisieren. Alfons Dollinger und Kirchenpfleger Karl Meyer sprachen vor dem Feuerwehrstadl Grußworte. Jana Maurer, Lena Brems und Benjamin Gegg sprachen auswendig ein Begrüßungsgedicht auf, ehe eine Gruppe Aberzhausener, wobei jede Altersgruppe vertreten war, mit je einem Sinnspruch auf die kommenden Pastoralaufgaben des Neupriesters aufmerksam machten und je eine Rose überreichten. Das anschließende Nachtgebet in der Kirche Sankt Martin gestaltete die Laibstädter Schola auf erfrischende, mitreisende Art. Während des Kompletts wurde auch das Primizgewand Alberters von Pfarrer Göttle geweiht. Höhepunkt war der vertonte und von der Schola fröhlich vorgetragene Primizspruch am Ende des Gottesdienstes, ehe sich die Gäste mit ihrem Primizianten am Ende eines langen Tages zu einem kleinen Umtrunk im Feuerwehrstadl trafen.


©1998 by Werner Fürsich