Laibstädter Nachrichten

 


 04.11.10

Foto: Die Eieraufschlagmaschine

Besuch der Nudelfabrik in Lohen

Laibstadt (nh/nhe) - Die sehr gute Teilnahme zeigte den Verantwortlichen der BBV-Ortsgruppe Laibstadt, dass sie mit der Organisation einer Führung durch die neue Nudelfabrik in Lohen goldrichtig lag. So konnten die Geschäftsführer der Altmühltaler Teigwaren GmbH, Caroline und Christian Schnell, über 60 Interessierte aus Laibstadt und den umliegenden Dörfern begrüßen. Aus kleinen Anfängen sei der Betrieb ab 1986 kontinuierlich gewachsen. Damals hatte man noch ausschließlich Eier produziert, die zu kleinen Exemplare jedoch als zu schade zum Wegwerfen angesehen. So habe man mit der Herstellung von Nudeln begonnen. "Seit 2009 und mit mittlerweile der vierten Produktionsmaschine stellen wir nun in unseren neuen Produktionshallen insgesamt 17 verschiedene Nudelsorten her", so die Firmenchefin Caroline Schnell. Sie erklärte auch gleich den Unterschied zwischen Nudeln, zu deren Herstellung man Eier verwendet, und Pasta, die gänzlich ohne Eier produziert werden. Der für die Eierherstellung benötigte Gries komme aus der Schellermühle bei Pfaffenhofen an der Ilm. So sei sichergestellt, dass die Zutaten aus der Region kämen und ja auch die Nudeln selbst ausschließlich für die Region bestimmt seien. Fasziniert war die Gruppe von der Eieraufschlagmaschine, die vollautomatisch in der Lage ist, bei mehreren tausend Eiern in der Stunde die Schalen vom wertvollen Inneren zu trennen. Vollautomatisch verläuft auch die anschließende Pressung, bei der die jeweiligen Nudelsorten ihre spezielle Formen erhalten, und die Trocknung. Erst bei der abschließenden Verpackung sind Mitarbeiter notwendig.
 


 16.08.10

Kirchenführung und Kirchenführer

Laibstadt (nh/nhe) - Zum Kirchenpatrozinium Mariä Himmelfahrt wurde im Zusammenhang mit der Herausgabe eines neuen Kirchenführers (siehe eigenen Bericht) eine Kirchenführung organisiert, zu der zahlreiche Pfarrgemeindemitglieder und Gäste gekommen waren. Heimatvereinsvorsitzender Norbert Herler konnte viel Interessantes zur Geschichte und den einzelnen Objekten erzählen. Nicht ganz einfach war es, zu Beginn gemeinsam das Fertigstellungsjahr des Kirchturmes, dem ältesten Teil der Pfarrkirche, herauszufinden, obwohl die Erbauer das Datum gleich zweimal im Chor hinterlassen hatten. Einfach war es ja noch mit der ersten Zahl, einer Eins, doch bereits die zweite Ziffer, vielleicht eine Schleife und nur mit viel Phantasie als halbe Acht zu identifizieren, also eine Vier, war schon deutlich schwieriger. Auch das nach unten offene Dreieck als umgefallene Sieben zu deuten war nicht gerade leicht, wobei die letzte Zahl, eine Zwei, schon damals so wie heute geschrieben wurde. Schließlich konnte die Jahreszahl mit 1472 gedeutet werden, wobei bereits die nächste Schwierigkeit für die Gäste anstand, denn die Erbauer hatten es sich seinerzeit nicht nehmen, mit ihren Wappen darauf hinzudeuten, woher das Geld für den Neubau gekommen war. Doch Herler, der in diversen Wappenbüchern nachgeforscht hatte, konnte darüber aufklären, dass neben den Herren von Heideck auch das Domkapitel Eichstätt, Bayern-Landshut und der Eichstätter Bischof für die Finanzierung aufgekommen waren.
"Rund 30 Jahre jünger als der Turm sind die fünf Figuren des Hochaltares", so Herler in seinen Ausführungen. Den zentralen Mittelpunkt stelle natürlich die Marienfigur dar. Drei Kunsthistorikerinnen, die eigens für eine Untersuchung aus Ulm angereist waren, hätten vor kurzem festgestellt, dass diese um 1510 bis 1520 in der Werkstatt von Daniel Mauch entstanden sein müsse und eine ziemlich gleichaussehende Zwillingsschwester in Geislingen an der Steige habe. Gleich alt seien die Beifiguren der Heiligen Margareta und der Heiligen Ursula. Um 1500 dürften auch die beiden Flügelreliefs mit der Heiligen Barbara und der Heiligen Katharina entstanden sein. "Deutlich jüngeren Datums sind die beiden Seitenaltäre, an denen früher sogenannte Beimessen gelesen wurden. Sie stammen von 1864, also aus der Zeit, als das Kirchenschiff neu gebaut wurde." Im Zuge des damaligen Umbaus sei auch ein sehr ungewöhnlicher Hochaltar entstanden, der eigentlich nur aus einer Buntglasmadonna im Ostfenster und den zwei Flügelreliefs bestanden hatte. Für viele war es das erste Mal, dass sie die heute in der Sakristei befindlichen Madonna sehen konnten. So kam rasch der Vorschlag, die schöne Madonnenfigur wieder für alle sichtbar in eines der Fenster im Kirchenschiff zu transferieren.

Mit neuen Augen werden die Kirchenbesucher in Zukunft auf die farbenprächtigen Deckengemälde schauen. "Sie zeigen die fünf glorreichen Rosenkranzgeheimnisse." Doch dass man sie heute noch sehen könne, sei nicht selbstverständlich, denn eigentlich sollten die Bilder, 1887 von Georg Lang im Nazarenerstil gemalt, 1960 durch eine einfache Holzdecke ersetzt werden, weil man damals davon absout nichts gehalten habe. Verschwunden seien damals aber leider die Buntglasfenster im Kirchenschiff, die die zwölf Apostel gezeigt hatten. Mit Erläuterungen zu den weiteren Figuren in der Kirche kam die Führung langsam zum Ende. So stamme der Heilige Sebastian aus dem Eichstätter Dom, sowohl der Heilige Aloisius als auch die Herz-Jesu-Figur seien einst für den heutigen Marienseitenaltar gekauft worden. "Die sehr gelungene Mutter-Anna sei dagegen erst 1965 vom Eichstätter Bildhauer Eduard Graf angefertigt und hier aufgestellt worden.

Neuer Kirchenführer für die Pfarrei Laibstadt
Zum ersten Mal ist es gelungen für die Laibstädter Pfarrei einen Kirchen- und Flurdenkmalführer zusammen zu stellen. Zu Beginn der 40-seitigen, durchgehend farbigen Broschüre wird ein kurzer geschichtlicher Überblick über Urpfarrei und die Kirche Mariä Himmelfahrt gegeben, der durch zwei sehr interessante alte Fotos, auf denen das Kircheninnere um 1922 und 1936 zu sehen ist, ergänzt wird. Viel Augenmerk wird danach natürlich der Madonna auf dem Hochaltar geschenkt. In ihrem Artikel beschreibt die Kunsthistorikerin Dr. Eva Leistenschneider aus Ulm die sehenswerte Marienfigur, die vor 500 Jahren in der Werkstatt von Daniel Mauch geschnitzt wurde. Bei der Beschreibung der übrigen Kirchenfiguren wurde darauf geachtet, nicht nur die Herkunft der Kunstwerke sondern auch die Heiligenlegenden wieder zu geben. So kann auch einiges über die Heiligen Drei Maderln Margareta, Barbara und Katharin sowie der Heiligen Ursula auf dem Hochaltar, den Heiligen in den Seitenaltären und den Figuren im Kirchenschiff nachgelesen werden. Zum ersten Mal konnten auch die drei Epithaphe in der Kirche vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht werden. Als Ergänzung wurden auch die Filialkirche Rudletzholz und die Expositurkirche Aberzhausen beschrieben. Schon lange angeregt wurde auch, die zahlreichen Kapellen, Bildstöcke und Flurkreuze der Pfarrei Laibstadt zusammenzustellen. Diese sind jetzt mit Fotos, Aufstellungsort und soweit bekannt auch deren Geschichte aufgeführt. Der neue Kirchenführer ist bei Familie Herler (Tel. 09177 772) für fünf Euro erhältlich.


 02.08.10

Foto:
Die Melkmeister neben Lisa, die sich beim Sommerkellerfest des Heimatvereins Laibstadt den ganzen Tag über geduldig melken ließ.

Sommerkelerfest

Laibstadt (nh/nhe) - Knapp wurden die Plätze beim Sommerkellerfest, das auch heuer der Heimatverein Laibstadt in gewohnter Weise ausrichtete. Das lag nicht nur an den sommerlichen Temperaturen, sondern auch daran, dass dieses Mal viele auswärtige Besucher den Weg in den schattigen Biergarten zwischen Laibstadt und Rudeltzholz fanden. Neben dem Genuss von Kaffee, Kuchen, Bier und Gegrilltem war heuer der Melkwettbewerb ein echter Höhepunkt. Dazu stand Lisa bereit, eine hölzerne Kuh mit Kunsteuter, die die Familie Harrer aus Liebenstadt zur Verfügung gestellt hatte. Als nicht zu schlagender Tagessieger ging Michael Baumann hervor, der als Landwirt natürlich gewisse Vorteile hatte und 495 Milliliter in einer Minute schaffte. Zweite und dritte Plätze bei den Männern erreichten Werner Fürsich mit 395 Millilitern und Robert Betz mit 347 Millilittern. Früher war es vor allem Aufgabe der Bäuerinnen und Mägde die Kühe zu melken, und so verwunderte es nicht, dass etliche Frauen so manchen Mann bei der erreichten Melkmenge hinter sich ließ. Hier lag Silvia Reitner mit 207 Millilitern vor Irmgard Meier mit 201 Millilitern und Irmgard Hirscheider mit 190 Millilitern. Natürlich durften es auch die Kinder versuchen, zumal die Gefahr, dass Lisa ausschlagen würde, ziemlich gering war. Bei den Jungs war Johannes Harrer mit 151 Millilitern der Tagessieger, gefolgt von Daniel Spannbauer mit 130 Millilitern und Josef Betz mit 103 Millilitern. Beste bei den Mädchen war Anna Betz (97 Millilitern) vor Marion Fürsich (76 Millilitern) und Andrea Eigner (51 Millilitern).

 


 18.07.10

Neue Führung beim Päpstlichen Missionswerk der Frauen

Laibstadt (nh/nhe) - Das Päpstliche Missionswerk der Frauen in der Diözese Eichstätt hat seit kurzem mit der aus Laibstadt stammenden Elisabeth Semmler eine neue Vorsitzende. Ihr zur Seite wird Renate Alberter aus Aberzhausen stehen. Damit lösen sie Marga Christ aus Ornbau ab, die zuvor viele Jahre lang Diözesanleiterin war. Zur Neueinführung und Verabschiedung trafen sich letzte Woche der geistliche Beirat Bruno Fischer, Gerhard Roff vom Referat Weltkirche und einige Frauen aus den Pfarreien Kaldorf, Petersbuch, Ornbau, Großlellenfeld, Bechhofen, Großenried, Pfraunfeld im Laibstädter Pfarrheim. Am Ende feierten alle gemeinsam einen Dankgottesdienst.

Bruno Fischer bedankte sich recht herzlich bei Marga Christ. Sie habe viel Zeit und Energie für das Missionswerk aufgebracht und sehr beeindruckende 38 Jahre lang die Leitung in der Diözese inne gehabt. Sie übernahm 1972 die Leitungsaufgabe von ihrer Mutter, die es ihrerseits von ihrer Großmutter "geerbt" hatte. Bekannt wurde sie auch für ihre Fertigung von Paramenten für die Missionare und das Frauenmissionswerk. Aus gesundheitlichen Gründen musste Christ jedoch das Amt der Diözesanleitung abgeben. Als Dank erhielt sie einen Rosenstock, eine Urkunde und ein Buchgeschenk.

Über den ehemaligen Leiter des Eichstätter Referates Weltkirche, Combonimissionar Josef Schmidpeter, der auch aus Laibstadt stammt, kam der Kontakt zum neuen Führungsduo Semmler und Alberter zustande, die gerne bereit waren, diese Aufgabe zu übernehmen. Im Vordergrund der Projektarbeiten des Frauenmissionswerkes steht die Schaffung wirksamer Strukturen zur Verbesserung der Lebenssituation, zur Förderung und Bildung von Frauen in der Dritten Welt. Dadruch soll langfristig unter anderem die Gewalt an Frauen eingedämmt und letztlich Geschlechtergerechtigkeit verwirklicht werden. Beispiele sind Häuserbauten in Ruanda oder Weberinnenprojekte im Hochland von Guatemala und auf der indonesischen Insel Sumba. Gegründet wurde das Werk 1893 von der Lehrerin Katharina Schynse als Verein katholischer Frauen und Jungfrauen zur Unterstützung der zentralafrikanischen Mission, woraus sich das Päpstliche Missionswerk der Frauen entwickelte.

Zum Foto:
Der Geistliche Beirat Bruno Fischer (gestreiftes T-Shirt) dankte Marga Christ für ihre jahrzehntelange Arbeit für das Päpstliche Missionswerk der Frauen in der Diözese Eichstätt. Zwischen Fischer und Christ die neue Leiterin Elisabeth Semmler. Rechts von Frau Christ die neue Stellvertreterin Renate Alberter. Rechts von Alberter Gerhard Roff vom Referat Weltkirche.


 15.07.10

Feldkreuz beschädigt

Rudletzholz (nh/nhe) - Vermutlich auf das Konto zweier schwer betrunkener Jugendlicher geht die Schändung des Feldkreuzes zwischen Rudletzholz und Selingstadt zurück. Sowohl vom Corpus als auch von der darunter befindlichen Marienfigur wurden die Köpfe abgeschlagen. Ein 16- und ein 17-Jähriger hatten in der Nacht zum Samstag mit Holzstöcken Leitpfosten zerschlagen, weshalb Zeugen die Polizei riefen. Als diese am Tatort eintraf flüchteten die Täter in einen Acker, konnten aber schnell festgenommen werden. Ein Alkomattest ergab einen Wert von 1,04 bzw. 1,64 Promille. Bleibt zu hoffen, dass die Sakralschänder zur Rechenschaft gezogen werden und für die Erneuerung der Figuren aufkommen.


 14.07.10

Tödlicher Unfall

Am Mittwoch, 14.07.2010, gegen 16.05 Uhr, ereignete sich auf der Staatsstraße 2389, zwischen Aberzhausen und Heideck, Landkreis Roth, ein Verkehrsunfall, bei dem ein 27 Jahre alter Pkw-Fahrer getötet wurde.

Zum Unfallzeitpunkt fuhr ein 37-jähriger Landwirt aus Thalmässing mit seinem Traktor mit angehängtem Arbeitsgerät die Staatsstraße in Richtung Heideck. Bei dem Anbaugerät handelte es sich um eine Quadrant Ballenpresse (Heuballenpresse). Laut Zeugen hatte der Zugmaschinenfahrer ordnungsgemäß den linken Fahrtrichtungsanzeiger gesetzt und wollte nach links abbiegen. Der Pkw-Fahrer erkannte die Situation offenbar nicht bzw zu spät und prallte auf das Anbauteil. Der 27-jährige aus dem Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen wurde in seinem VW-Passat eingeklemmt und schwerst verletzt. Kurz nach der Bergung verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. Der Traktorfahrer blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 30 000 EURO.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde zur Klärung des Unfallherganges ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Staatsstraße ist momentan noch gesperrt, der Verkehr wird örtlich umgeleitet.

An der Unfallstelle waren neben dem BRK und der Polizei ca. 35 Feuerwehrmänner der Wehren Heideck, Laibstadt und Aberzhausen eingesetzt.
 


 12.07.10

60 Jahre Prister

Neumakrt/Laibstadt (nh/nhe) - Mit einem Gottesdienst im Martin-Schalling-Haus in Neumarkt, zelebriert von Dekan Distler, wurde Dank für 60 Priesterjahre gesagt. Pfarrer i.R. Karl Walter Tschöpe wurde am 29. Juni 1950 in Eichstätt zum Priester geweiht. Deshalb wollte sich die Pfarrei Laibstadt, wo Tschöpe zuletzt gewirkt hatte, es sich nicht nehmen lassen, am Jubiläumsgottesdienst in Neumarkt teilzunehmen. Laibstadts letzter Dorfpfarrer war in Wartha in Schlesien auf die Welt gekommen und kam als Soldat in amerikanische Gefangenschaft, wo er wochenlang unter freiem Himmel leben musste. In Eichstätt konnte er nach seiner Freilassung sein Theologiestudium fortsetzten und erfolgreich beenden. Sein erster Einsatz nach der Priesterweihe als Kaplan war in Berngau. Danach wirkte er sieben Jahre lang in Nürnberg-Langwasser als Heimatvertriebenen-Seelsorger. Dieser Aufgabe folgte ein achtjähriger Einsatz als Wallfahrtsprediger in Wemding, ehe er 1968 in die Pfarrei Laibstadt kam, wo er bis 1995, also 27 Jahre lang, sehr erfolgreich wirkte. Für seine großes Engagement ernannte ihn die Stadt Heideck zum Ehrenbürger. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Struller war mit zehn weiteren Vertretern der Pfarrei nach Neumarkt gekommen, um dem beliebten letzten Dorfpfarrer von Laibstadt herzlich zu danken. Sein Dank galt auch der Haushälterin Anna Kraußer, die von 1953 an dem Geistlichen zur Seite stand. Als Pfarrhausfrau in Laibstadt habe auch sie sich große Verdienste für ihr selbstloses Wirken erworben.


 11.07.10

30 Jahre DJK

Ein Fest der Begegnung wurde die Feier zu 30 Jahre DJK Laibstadt.
(jpb)Dreißig Jahre nach Gründung der DJK Laibstadt steht der Sportverein da „wie eine Eins“. Voller Selbstbewusstsein und das ganze Dorf mittendrinn Und so wurde das Jubiläum auch gefeiert. Mit einem Kirchenzug mit den anderen Vereinen des Dorfes ging es mit den Vereinsfahnen auf das Sportgelände, wo Stadtpfarrer Tobias Göttle den Festgottesdienst zelebrierte. Voll des Lobes war der Geistliche für die DJK, dessen geistlicher Beirat er ist. „Eine geglückte Beziehung“ , „eine Bereicherung für die Dorfgemeinschaft“ und „ein bereicherndes Element“ nannte der Geistliche in seiner Predigt die DJK . Die Schola unter Leitung von Irmgard Meier und die ortseigene junge Blaskapelle und Leitung von Alfons Dollinger umrahmten würdevoll den Gottesdienst.
Für den DJK Vorsitzender Bernhard Fenzel war es eine Selbstverständlichkeit, dass vor der weltlichen Feier die kirchliche Feier stand. So dankte er auch Pfarrer Göttle für den feierlichen Gottesdienst und begrüßte Kreisrätin Helga Peter, Bürgermeister Ottmar Brunner und die anwesenden Stadträte. Auch Brunner machte deutlich, welch einen wichtigen Rahmen der Sportverein für das Dorf bildet. „Der Fußballverein hat sich in all den Jahren zum Sportverein entwickelt, in dem für jeden etwas geboten wird, ob groß oder klein, alt oder jung. Die Stadt wird den Verein mittragen, so gut es geht“, so Brunner in seiner Begrüßung.
Doch dann ging es zum sportlichen Teil über. Die jungen D-Mädchen der DJK zeigten den Frühschopplern, was sie draufhaben. Mit 3:1 gewannen sie Ihr Spiel gegen den TSV Mörsdorf.
Trotz der großen Hitze blieben die Zuschauer sitzen, denn das Rahmenprogramm war ansprechend. Die Kinder vergnügten sich in den aufgestellten Planschbecken und in der Hüpfburg trieb es den letzten Schweiß aus den Poren. Die Gaudiolympiade mit vielen Wasserspielen kühlte etwas ab, und die Jazztanzgruppen zeigten wie facettenreich die DJK organisiert ist. Viele auswärtige Mitglieder engagieren sich hier und mit ihren Tänzen umrahmen sie viele Veranstaltungen der DJK. Sehr viel Arbeit hat sich Franz Eigner gemacht der eine Diashow von „30 Jahre DJK“ zusammenstellte. Voller Emotionen und Wehmut blickte man zurück auf die Anfänge der DJK und die eindrucksvollen Bilder zeigten deutlich, wie viel Arbeit und Mühen, Freude und Geselligkeit, Kameradschaft und Festlichkeiten die DJK dem Dorf beschert hat. Generationsübergreifend agierte die DJK in den 30 Jahren.
„Die Dorfkultur geht verloren wenn es in der Ortschaft keinen Fußballverein gibt“, so Landrat Herbert Eckstein, der am Nachmittag die Ehrung der Fußballer vornahm. Nach 21 Jahren, passend zum Jubiläum, sind die Kicker von der A-Klasse in die Kreisklasse aufgestiegen. Entsprechend wurde schon kurz nach dem Relegationsspiel gefeiert, doch die offizielle Ehrung nahm heute Landrat Herbert Eckstein vor. „Außergewöhnlich gut“, so Eckstein, „der siebte Platz beim Landkreislauf einen Tag vorher“. Hier sieht man, dass die DJK breit aufgestellt ist“.
Die frischgebackenen Kreisklassisten bestritten im Anschluss ein Fußballspiel gegen den abgestiegenen Kreisligisten TSV Georgensgmünd. Kämpferisch etwas zurückgehalten haben sich beide Mannschaften aufgrund der großen Hitze, doch mühelos mithalten konnte der Aufsteiger. Zur Halbzeit stand es 2:1 für den Gastgeber und zum Schluss trennte man sich 3:1. Zum Abschuss der Feierlichkeiten schaute man noch gemeinsam das WM-Endspiel Holland gegen Spanien an und mit den siegreichen Holländern feiert man noch bis spät in die Nacht das 30-jährige Vereinsjubiläum.
 


 06.07.10

30 Jahre DJK Laibstadt

(jpb) Am kommenden Sonntag feiert die DJK Laibstadt ihren 30. Geburtstag. Sehr viel bewegt hat der Sportverein in all den Jahren und deswegen wird auch kräftig gefeiert. Um 9.00 Uhr stellt sich der Kirchenzug beim Lagerhaus mit allen Vereinen des Dorfes auf und mit den Fahnen zieht man zum Sportgelände, wo um 9.30 Uhr Stadtpfarrer Tobias Göttle den Gottesdienst zelebriert. Zum Frühschoppen spielen die D-Mädchenmannschaft der DJK gegen die Damen des TSV Mörsdorf und nach dem Mittagessen gibt es ein buntes Programm mit Gaudiolympiade, Hüpfburg und den Einlagen der Jazztanzgruppen. Franz Eigner hat eine Diashow „30 Jahre DJK“ vorbereitet, doch Höhepunkt wird um 15.00 Uhr die Ehrung der Fußballer sein, die in diesem Jahr den Aufstieg in die Kreisklasse nach 21 Jahren geschafft haben. Dazu erwartet man Landrat Herbert Eckstein. Ab 16.00 Uhr zeigen die Aufsteiger was sie können im Spiel gegen Georgensgmünd und danach wird das Endspiel der Weltmeisterschaft auf der Großleinwand miteinander angeschaut.
Am 15. Juni 1980 hoben 43 Sportbegeisterte bei der Gründungsversammlung im Harrersaal die DJK aus Taufe. Franz- Josef Struller wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt und blieb es dann fast 25 Jahre. Im August 1981 wurde der Spielbetrieb in der C-Klasse Neumarkt Süd aufgenommen und am neunten Spieltag wurde der erste Punktgewinn gefeiert. Und gefeiert wurde dann in Laibstadt mit der DJK sehr viel. 1987 liefen die ersten zähen Verhandlungen mit den Behörden wegen des Sportheimneubaus, doch bereits im Herbst konnte man mit dem Sportheimbau beginnen und an Silvester wurde das Dach gedeckt. Pater Josef Schmidpeter weihte am 30. Juli 1989 den Rasenfußballplatz ein und im selben Jahr konnte man den erstmaligen Aufstieg der Fußballer in die B-Klasse feiern. Eine Saison später stieg man schon wieder ab, doch feiern konnte man trotzdem, und zwar das 10-jährige Vereinsjubiläum. Im gleichen Jahr wurde zudem das Sportheim fertiggestellt.



Im Laufe der Jahre wurde aus dem Fußballverein ein Sportverein mit den unterschiedlichsten Abteilungen. Diverse Gymnastikgruppen für groß und klein – jung und alt- Jazztanzgruppen, Frauenfußball, Radfahrer und Basketballer. Diskutiert wurde auch eine Tennisabteilung, die aber in der Hauptversammlung 1991 keine Mehrheit fand und so wurde von einem Bau einer Tennisanlage abgesehen. Nachdem es im Verein immer mehr Laufbegeisterte gab, führte man im Juli 1994 den ersten Volkslauf „Rund um die Keltenschanze“ durch, der sich im Laufe der Jahre zu einem Halbmarathon mauserte und weit über die Grenzen Laibstadt ausstrahlte.

Ihre bisher schwärzeste Stunde im Vereinsleben musste die DJK 1996 hinnehmen, als wegen Spielermangels die zweite Fußballmannschaft während der laufenden Saison und im August desselben Jahres auch die erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden musste. Man gründete eine Altherrenmannschaft die regelmäßig spielte um den Spielbetrieb und die Freude am Fußball am Leben erhielten. Aber im Jahre 2000 konnte man mit einer jungen Fußballmannschaft wieder in den Spielbetrieb zurückkehren und die Alten Herren machten in einem Benefizspiel gegen das Auswahlteam von Radio Bayern 1 ihr letztes Spiel. Das 20-jährige Gründungsfest wurde zwar nur mit einem kleinen Zelt, aber dennoch groß gefeiert. Gefeiert wurde wieder ein Jahr später mit einem Jubiläumsturnier das 20 jährge Bestehen der Laibstädter Frauenfußballmannschaft und die Einweihung eines großzügigen Kinderspielplatzes, der die Attraktivität des Sportplatzes enorm gesteigert hat.
Unter der Regie des langjährigen Vorsitzenden Franz-Josef Struller wurde viel investiert, renoviert und umgebaut. Drei Tage wurde das 25- jährige Jubiläum mit Oldieabend, Fußballspielen, Festgottesdienst, Sportgala und einem Human-Table-Soccer-Turnier gefeiert und der Mitgliederstand war damals 468 in einem Dorf mit 380 Einwohnern. Gebaut wurde in den letzten fünf Jahren die großzügige Flutlichtanlage und die Fußballer entwickelten sich zu einem Team in der Kameradschaft groß geschrieben wird und das in diesem Jahr den Aufstieg schaffte.
Der Verein tut dem Dorfleben sehr gut. Viele gesellige Veranstaltungen finden großen Anklang. Ob es das alljährlich Fußballturnier der Damen ist, die Skifreizeit, die Kegelmeisterschaft, die Familienwanderung , der Kinderfasching, der Landkreislauf, das Weinfest oder die Kirchweihveranstaltung – immer ist etwas los, wenn die DJK einladet. Und so soll es auch am Sonntag sein, wenn es heißt: 30 Jahre DJK Laibstadt.
 


 05.07.10

Bildstockeinweihung

Rudletzholz (nh/nhe) - Es soll ein Vermächtnis für die Nachwelt sein, das stellte der 86-jährige Karl Wieland aus Rudletzholz bei der Einweihung einer Steinplastik der Madonna von Stalingrad im Garten seines Anwesens in der Nähe des Skihanges heraus. Heidecks Stadtpfarrer Tobias Göttle, der die Segnung vornahm, konnte dazu nicht nur zahlreiche Verwandte, Freunde und Bekannte des Stifters, sondern auch eine Abordnung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Laibstadt begrüßen, die damit die Unterstützung für ihr Mitglied bei der Errichtung dieses Mahnmals Ausdruck geben wollten.

In bewegten Worten berichtete Wieland von seiner Zeit als Soldat an der Ostfront. Als Panzergrenadier und Schützenpanzerfahrer war er von 1942 bis 1945 fast immer bei seinen Einsätzen, unter anderem auch in Stalingrad, in hoher Lebensgefahr, ehe er in die Gefangenschaft geriet, aus der er erst 1949 zurückkam. In dieser Zeit musste er auch eine lebensbedrohliche TBC-Erkrankung überstehen, die Aufgrund mangelnder Medikamente wie Penizilin operativ behandelt werden musste. "Ich habe mir in den letzten Jahren viele Gedanken darüber gemacht, wie ich meine schlimmen Kriegserfahrungen und meine Erkenntnisse daraus an die nächsten Generationen weitergeben könne", so Wieland. "Mir erschien die Stalingradmadonna als sehr geeignet für ein solches Vermächtnis." Mit dem begabten Bildhauer Rupert Fieger aus Eichstätt habe er den geeigneten Künstler gefunden, der seine Idee gekonnt umsetzen konnte.

Die Stalingradmadonna ist ein in der Schlacht um Stalingrad (August 1942 bis Februar 1943) entstandenes Bild, das eine sitzende Frauengestalt zeigt, die ähnlich einer Schutzmantelmadonna unter ihrem Mantel ein Kind birgt, dieses liebevoll ansieht und ihm Schutz und Geborgenheit gibt. Die Darstellung trägt die Umschrift „1942 Weihnachten im Kessel – Festung Stalingrad – Licht, Leben, Liebe“. Gezeichnet wurde das 105 × 80 Zentimeter große Bild mit Holzkohle auf die Rückseite einer russischen Landkarte. Das Weihnachten 1942 von dem evangelischen Pastor, Arzt und Künstler Dr. Kurt Reuber gezeichnete Bild entstand in einem Unterstand im Kessel von Stalingrad. Während Reuber die Kriegsgefangenschaft selbst nicht überlebte, gelangte das Bild mit einem der letzten Flugzeuge durch einen schwer verwundeten Offizier in die Hände seiner Familie. Die Familie übergab es 1983 auf Anregung von Bundespräsident Karl Carstens der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Dort hängt es zur Anregung für Gedenken und Gebet und zur Erinnerung an die Gefallenen und Mahnung zum Frieden. Fieger beschrieb die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der dürftigen, einfachen Vorlage. In Absprache mit Wieland ergänzte er den am Sockel umlaufenden Satz "Licht, Leben, Liebe" um das Wort "Frieden". Im Anschluss an die feierliche Einweihungsandacht lud die Familie Wieland alle Gäste zum Kaffeetrinken ein.
 


 28.06.10

Besichtigung des Melkroboters

Liebenstadt (nh/nhe) - Als die Seniorenradlgruppe der DJK-Laibstadt den Kuhstall der Familie Pappenheimer in Liebenstadt betritt ist es auffallend ruhig. Keine Kuh fährt erschrocken hoch, kein Gemuhe stört die Ruhe. Zwar neugierig die Gäste beobachtend aber ohne ein Anzeichen von Nervosität wiederkäuen die rund 140 Rinder gemütlich weiter vor sich hin. "Eine ruhige Art mit den Tieren umzugehen ist das A und O beim Einsatz eines Melkroboters", erklärt der Nachwuchslandwirt Lothar Pappenheimer. Der 21-jährige ist gerade dabei seinen Landwirtschaftsmeister in Roth zu machen. "Wenn er sich nicht dafür ausgesprochen hätte, weitermachen zu wollen, würden auch wir in den nächsten Jahren unsere Landwirtschaftsbetrieb aufgeben", meint seine Mutter Gertrud zu Beginn der Führung. Und man merkt gleich, Lothar Pappenheimer ist Landwirt mit Leib und Seele, der trotz seiner jungen Jahre genau weiß was er will.

"Insgesamt haben wir derzeit 60 milchliefernde Kühe", so Pappenheimer junior, der auf eine Gruppe dickbeleibter Rinder hinweist. Hier warten zehn werdende Kuhmütter darauf, ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Nicht weit davon entfernt befinden sich die Jungrinder, die für die Zucht oder zum Verkauf bestimmt sind. Aber auch einen Krankenstand gibt es hier. So schauen die Besucher in die traurigen Augen einer abgemagerten Rindes, das, wie Pappenheimer mitteilt, an einer Unterzuckerkrankheit leidet. "Wir geben einer Kuh Zeit, sich zu kurieren. Das wird schon wieder." Dann geht es in den im letzten Jahr neuerrichteten Anbau. Bei ständiger Frischluftzufuhr fühlen sich die Milchkühe rundum wohl. Fressen, wiederkäuen und drei- bis viermal am Tag zum Melkroboter marschieren. So ein Kuhleben ist auch nicht schlecht, denkt sich der eine oder andere beiläufig, als man schließlich zum Herzstück des Pappenheimerschen Milchviehbetriebes vordringt, dem Melkroboter. In einer langen Schlange warten schon die Milchlieferantinnen, ehe eine nach der anderen an der Reihe ist, schließlich ist das Melken mit der Abgabe eines leckeren Zusatzfutters verbunden. "Es gibt natürlich auch solche Schlauköpfe, die hier im Kreis laufen, um sich den Bauch vollzuschlagen." Mithilfe eines Sensors, der an einem Lederhalsband befestigt ist, wird jedoch jede Kuh vom Melkautomaten erkannt - Kuhleckerlis gibt's nur gegen Milch! Im Melkstand geht es dann genauso ruhig zu wie bereits im Stall. Während sich die einzelnen Kühe über das Zusatzfutter hermachen, nähert sich über Laser gesteuert die Sauganlage den vier Zitzen. "Die erste Milchmenge kommt generell nicht in den Milchtank. Über eine Leitfähigkeitsmessung wird zum Beispiel festgestellt, ob sich Blut in der Milch befindet." So könne sichergestellt werden, dass nicht eine ganze Lieferung weggeschüttet werden muss. Genau nimmt der Computer auch die jeweilige Milchmenge auf, die jede Kuh abgibt. So hat der Landwirt stets einen Überblick über den Zustand jeder Kuh. "Wir haben uns relativ schnell an den Roboter gewöhnt, wenngleich es am Anfang sicher eine Umstellung war." Wofür man morgens und abends je zwei Stunden benötigt habe, das laufe jetzt automatisch nebenbei, wenngleich auch der neue Mitarbeiter im Stall seine regelmäßige Überwachung braucht. "Die erste Nacht, nachdem wir den Melkroboter bekommen haben, habe ich zur Sicherheit im Stall geschlafen." Jetzt ist Lothar Pappenheimer per Handy mit dem PC des Melkroboters verbunden, der ihm sofort Bescheid gibt, wenn etwas nicht stimmt.
 


 27.06.10


Foto: diese wunderbare Damenmannschaft sucht neuen Trainer

Laibstadt rüstet sich für die Kreisklasse

(jpb) Die Vorbereitung für die Kreisklasse der DJK Laibstadt steht. Wenn am 8. August das erste Spiel in der Kreisklasse beginnt, wollen die Laibstädter topfit dastehen, denn ihr Minimalziel heißt Klassererhalt. Spieltrainer Stephan Handl hat sich bereits intensive Gedanken gemacht, wie er das Ziel erreichen will. Am 3./4. Juli beiteiligt sich die DJK an einem Turnier in Büchenbach und am 8. Juli geht es im Totopokal gegen den Kreisklassisten Mörsdorf. Ein Schwerpunkt der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum der DJK Laibstadt wird auch der Aufstieg nach 21 Jahren sein und nach Laibstadt kommt der Kreisklassist Georgensgmünd zu einem Freundschaftsspiel. Der TSG Roth II rundet die Vorbereitungsspiele in einem Heimspiel am 15. Juli ab. Nach Geiselwind geht es zum einem Trainingslager vom 23. bis 25. Juli bevor im August die Runde in der Kreisklasse Neumarkt Süd beginnt. Verstärkt wird die DJK mit Daniel Frohnert vom SF Hofstetten und vom eigenen Nachwuchs Johannes Baumann, der seine Jugenspiele bei SC Ettenstatt absolvierte. Da die Truppe um Handl ein hervorragendes Kameradschaftsverhältnis hat, gibt es keinen Abgang zu vermelden.
Verstärkt muss aber die Damenmannschaft der DJK werden. Nicht nur Spielerinnen braucht das Team, sondern auch einen neuen Trainer. Der bisherige Coach, Stephan Handl muss sich auf die Seniorenmannschaften konzentrieren und so fehlt im die Zeit, um die ergeizigen Spielerinnen zu betreuen. "Sicher wird sich jemand finden, der den lukrativen Posten übernimmt und diese wunderbare Mannschaft trainiert", so Handl. Die Mannschaft ist zwar mit 17 Damen noch einsatzfähig, doch Platz ist immer für neue Kräfte. Ab 16 Jahren sind die jungen Damen aufgerufen, sich beim alten Trainer unter der Telefonummer 0170-1838090 zu melden.
 


 31.05.10


Foto der Reisegruppe vor St. Bartholomä

Ausflug KSK

(jpb) Zum 33. Mal seit 1970 unternimmt die Krieger- und Soldatenkameradschaft Laibstadt und Umgebung eine Busreise. Diesmal ging es mit dem vollbesetzten Bus drei Tage ins Berchtesgadener Land. Franz Eigner und Franz Spannbauer hatten wieder einen Ausflug mit vielen Höhepunkten erarbeitet, das keine Langeweile aufkommen ließ.
Als erste Station war man bei der Adelholzener Alpenquellen GmbH zu einer Werksführung angemeldet. Adelholzener ist ein Unternehmen, welches in den bayerischen Alpen beheimatet ist und Heilwässer, Mineralwässer und Erfrischungsgetränke herstellt. Mit einer eindeutig sozialen Ausrichtung gehört der Mineralbrunnen seit 1907 zur Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul. Überrascht war man über die Dimension und die hochmoderene Abfüllanlage. Nach der Führung fuhr man nach Traunstein zum gemeinsamen Mittagessen in einem gutbürgerlichen Gasthaus. Nachdem man sich die schöne Stadt Traunstein angeschaut hatte, steuerte man den wunderbaren Wallfahrtsort Maria Eck an. Dieser liegt in 882 Metern Höhe und kurzeitig riss die Wolkendecke auf so dass man einen herrlichen Panoramablick auf den Chiemsee hatte. Weiter ging es nach Inzell wo man übernachtete.
Bevor es am zweiten Tag auf das Kehlsteinhaus ging, besichtigte man die Enzianbrennerei Grassl, Berchtesgaden, wo den interessierten Ausflüglern die Brennanlage und die historischen Brenngeräte durch den Brennmeister erklärt wurden. Mit einer Schnapsverkostung wurde der Vormittag abgerundet.
Danach kam das Highlight des Ausfluges,das Kehlsteinhaus, das Symbol der Macht des NS-Regimes auf 1834 m Höhe. Schon die Zufahrt auf den Kehlsteinparkplatz ist ein Meisterwerk der Ingenieurkunst. In nur 13 Monaten wurde eine Straße aus dem harten Fels des Kehlsteins gesprengt, die in ihrer baulichen Eigenart einmalig auf dieser Welt ist. Ein mit Naturstein ausgeschlagener Tunnel führt 124 Meter weit durch das Felsmassiv zu einem prunkvollen, messingverkleideten Aufzug. In nur 41 Sekunden fährt dieser Aufzug weitere 124 Meter in das Innere des Kehlsteinhauses. Am Bergrestaurant verzogen sich ab und zu die Regenwolkenr und es wurde die rießige Dimension der Anlage der Nazis sichtbar.
Am Abend kam dann der gesellige Teil nicht zu kurz. Im Dorf-Musik-Stadl ging es mit Schuhplattlern und einer zünftigen Musik lustig zu und die Stimmung war entsprechend gut trotz des durchwachsenen Wetters.
Die Rückreise ging über den Königsee, der mit 192 m tiefste See Bayerns zieht jeden in seinen Bann. Eingebettet in das Tal zwischen Watzmann, Jener und Hagengebirge tummelten sich in seinem smaragdgrünen Wasser seltene Fischarten. Mit dem Elektroboot fuhr man nach St. Bartholomä, vorbei an denkmalgeschützten Bootshütten, rauschenden Wasserfällen und hohen Felswänden. Nach einem entspannenden Spaziergang am Ufers des Sees trat man endgültig die Heimreise an.
 


 31.05.10

DJK Laibstadt im Ausnahmezustand

Meckenhausen/Laibstadt (HK) Ein jahrelanger Traum hat sich am Donnerstag für die Laibstädter Fußballer erfüllt: Mit einem 2:0-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen die TSG Roth III schaffte die erste Herrenmannschaft zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Sprung aus der untersten Spielklasse.
: DJK Laibstadt im Ausnahmezustand
Bild: "Das ist der größte Aufstieg in meiner Karriere": Bereits in seinem ersten Trainerjahr führt Stephan Handl die DJK Laibstadt zur Meisterschaft in der A-Klasse und zum Aufstieg in die Kreisklasse. Die Mannschaft trägt ihren Spielertrainer dafür auf Händen. - Fotos: J. Münch

 Nur noch fünf Minuten, bis der Ausnahmezustand beginnt. Rechtzeitig für den Abpfiff werden am Spielfeldrand die Sektflaschen verteilt und die Aufsteiger-T-Shirts ausgepackt, als sich zwei Laibstädterinnen schon über die Folgen der bevorstehenden Feier unterhalten. "Also von meinen Buben hat keiner daran gedacht, dass er sich für Freitag Urlaub nimmt", erzählt die eine in mütterlich-sorgenvollem Ton. "Vielleicht kann ich mir ja noch kurzfristig frei nehmen", entgegnet die andere und grinst dabei vielsagend. Im Hintergrund knallen schon die ersten Sektkorken.
Fünf Minuten bleiben der TSG Roth III in diesem Moment noch Zeit, um einen 0:2-Rückstand aufzuholen und den Abstieg in die A-Klasse zu verhindern. Doch die beiden Laibstädterinnen haben längst keine Zweifel mehr daran, dass dieses Entscheidungsspiel auf dem Meckenhausener Sportplatz kippen könnte. Für sie ist es schon sicher, dass am Donnerstagabend noch ein rauschendes Fest im DJK-Sportheim stattfindet. Denn so heiß die Laibstädter auf den Aufstieg waren, so ausgelassen werden sie ihren Triumph feiern – und das wohl auch noch mehrere Tage.

Schließlich hat der gesamte Verein eine gefühlte Ewigkeit auf diesen Moment gewartet. 21 lange Jahre ist es her, dass die Laibstädter Fußballer zum ersten und bislang einzigen Mal den Aufstieg aus der untersten Spielklasse schafften. Einige aus der aktuellen Elf waren zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren. Einer, der damals dabei war, ist der aktuelle DJK-Vorsitzende Bernhard Fenzl. Er kann sich noch gut daran erinnern, dass schon die damalige Aufstiegsfeier den ganzen Ort bewegte. "So ein Aufstieg ist schon was Besonderes für einen so kleinen Verein."

Zumal dieser kleine Verein eine so wechselhafte Fußballgeschichte hat: Direkt nach ihrer Meisterschafts-Saison 1988/89 stiegen die Laibstädter sang- und klanglos wieder in die C-Klasse ab. Wenige Jahre später lösten sie sogar ihre Herrenmannschaft auf und kehrten erst zur Saison 2000/01 wieder in den Punktspielbetrieb zurück. Nach einigen sehr harten Lehrjahren und zuletzt auch einigen guten Aufbaujahren unter Trainer Robert Schwemmer gelang jetzt aber der ganz große Wurf: Punktlich zum 30-jährigen Vereinsbestehen darf die DJK wieder einmal einen Aufstieg feiern.

Als die letzten fünf Minuten vorbei sind und der Schiedsrichter abpfeift, kennt der Laibstädter Jubel keine Grenzen: Sektduschen, Bierduschen, Wasserduschen. Erst wird Spielertrainer Stephan Handl von seiner Mannschaft in die Luft geworfen, und dann feiert die Laibstädter Elf mit ihren Fans und ganz viel Humbahumbatätärä. Für einen Moment lässt Handl den Trubel hinter sich und sagt: "Dass es gleich in meiner ersten Saison als Trainer geklappt hat, ist der größte Aufstieg in meiner Karriere. Sogar noch besser als der Aufstieg mit dem TSV Roth in die Bezirksoberliga."

Insofern hat sich an diesem Donnerstag ein großer Kreis für Stephan Handl geschlossen. Mehr als 100 Tore steuerte er in fünf Jahren zum steilen Aufstieg des TSV-Teams bei, ehe er sich jetzt mit der DJK Laibstadt den Rother Platz in der Kreisklasse holte. Beim Blick auf die Aufstellung bekam es Handl zwar kurz mit der Angst zu tun, weil die von großen Personalproblemen geplagte TSG Roth III mit Jörg Dänzer, Matthias Ochsenkühn, Thorsten Weinert und Holger Reincke gleich mehrere seiner früheren Mitspieler auf Bezirksebene aufbot. Doch die sind zum Teil schon über 40 Jahre alt, spielen meistens nur noch in der AH, so dass der Laibstädter Spielertrainer letztlich sehr guter Dinge auf den Platz ging.

Das Spiel bestätigte denn auch die Einschätzung von Stephan Handl. Weil sich das schlecht eingespielte TSG-Team viele Fehler leistete, war die DJK von Anfang an deutlich am Drücker. Nach einem kapitalen Fehlpass von Thorsten Weinert kam DJK-Stürmer Michael Jobst bereits nach fünf Minuten zur ersten Großchance, spitzelte aber den Ball frei vor dem Rother Torhüter Mathias Hofmann am Ziel vorbei. Im weiteren Verlauf der ersten halben Stunde musste Hofmann sein Team sogar noch zwei Mal vor dem drohenden Rückstand bewahren.

Die größte Gelegenheit zum Führungstreffer hatte trotzdem die TSG Roth III. Als die Laibstädter Abwehr den ehemaligen Toptorjäger Holger Reincke nur noch unfair im Strafraum stoppen konnte, scheiterte der Gefoulte jedoch beim fälligen Foulelfmeter an DJK-Schlussmann Christian Struller (26.). Stattdessen kamen die Laibstädter nur drei Minuten nach dieser Schrecksekunde zur ingesamt verdienten Führung: Nach einem Missverständnis zwischen dem Rother Schlussmann und Abwehrspieler Denis Mazebura, der den Ball in Richtung TSG-Tor köpfte, staubte Stephan Handl zum 1:0 ab.

Wenige Minuten später erhöhte die DJK Laibstadt bereits auf 2:0, als Mazubura vom starken Michael Hadinger überlaufen wurde (37.). Und so wurde bereits vor dem Pausenpfiff die schwarz-gelbe DJK-Fahne vor den begeisterten Laibstädter Anhängern geschwenkt. Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Rother zwar nach Kräften um die Wende. Doch selbst dem einst so gefürchteten Holger Reincke wollte an diesem Tag einfach kein Treffer gelingen. Erst scheiterte er aussichtsreich an Struller (62.) und in der vorletzten Minute schließlich noch am Pfosten.

Da erinnerte sich der Laibstädter Spielertrainer Stephan Handl im Siegestaumel sehr gerne an seine erste Trainingseinheit bei der DJK. Damals hatte er als Saisonziel ausgegeben, in der A-Klasse vorne mitzuspielen. "Für den Aufstieg braucht es nämlich Glück. Aber das haben wir ja heute gehabt." Wie schon mehrfach in dieser Saison waren die Laibstädter auch gegen die TSG Roth II nicht unbedingt das spielerisch bessere Team. "Aber die Leidenschaft meiner Mannschaft ist einfach großartig", lobte Handl. "Andere spielen vielleicht besser Fußball. Aber wir sind das bessere Team."

DJK Laibstadt: Christian Struller, Thomas Hadinger, Manfred Regensburger, Roland Eigner, Michael Forster, Michael Spieß, Michael Hadinger, Christian Schweinesbein (56. Wolfgang Struller), Hans-Jürgen Endres, Stephan Handl, Michael Jobst (64. Franz-Josef Frey).

TSG Roth III: Mathias Hofmann, Raphael Streitel (81. Friedrich Haar), Thorsten Weinert, Denis Mazebura (84. Karl Straußinger), Jörg Maximini, Jörg Dänzer, Florian Lehner, Matthias Ochsenkühn, Holger Reincke, Jonas Bösl, Mario Wild.

Tore: 1:0 Stephan Handl (29.), 2:0 Michael Hadinger (37.).

Schiedsrichter: Helmut Bauer (FC Deining). – Zuschauer: 300.

Von Jochen Münch


 31.05.10

Halbtagesausflug

Laibstadt (nh/nhe) - Wenn auch das Wetter nicht optimal war, die 37 Teilnehmer des Halbtagesausflugs der Laibstädter BBV-Ortsgruppe zusammen mit der FU erlebten doch einen kurzweiligen und interessanten Nachmittag. Erstes Ziel war die Familie Dehling in Illschwang-Haar, die auf ihrem Bauerhof selbst Eis herstellt. Als zweites Standbein wird von der erzeugten Milch, die die 42 eigenen Kühe liefern, Eis der verschiedensten Sorten hergestellt. Auch wenn es ein bisschen zu kalt für Eisschlecken war, so versuchten die Gäste doch am vorbereiteten, dekorativen Eisbüffet die eine oder andere eisige Köstlichkeit, nachdem man sich vorher bei einem Betriebsrundgang den nötigen Appetitt geholt hatte.

Wärmer wurde es dann bei der Feuerbestattung im Krematorium in Hohenburg. Bernhard Büttner erklärte anschaulich und
würdevoll den interessierten Zuhörern wie er und die acht Mitarbeiter die Angehörigen eines Verstorbenen, der eine Feuer-
bestattung wünscht, von der Trauerfeier bis zur Übergabe der Urne begleitet. Er zeigte das zwei Jahre alte, moderne
Gebäude, das mit neuester Technik ausgestattet ist. Einfühlsam beantwortete Büttner die vielen Fragen rund um das
Thema Feuerbestattung und lud die Gruppe anschließend zu Kaffee und Kuchen ein.

Bürgermeister Gerhard Schärl vom Markt Hohenburg begleitet die Gruppe danach zum ersten kommunalen Solarpark, der 2005 auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände, das der Markt Hoheburg für rund 150.000 Euro gekauft hat, entstand. Die große Photoviltaikanlage liefert 1,1 Megawatt pro Jahr, die Baukosten beliefen sich auf über 5 Millionen Euro. Bei entsprechend sonnigen Verhältnissen könnte der Solarpark der Gemeinde Einnahmen von über 520.000 Euro im Jahr bescheren. Bei einem Dorfrundgang gab Bürgeremsiter Schärl weitere Informationen zur 2000 Einwohner großen Gemeinde und zum angrenzenden Truppenübungsplatz Hohenfels. 1938 seien hier 60 Ortschaften aufgelöst und deren Bewohner umgesiedelt worden. Damals hatte der Übungsplatz eine Größe von 10.200 Hektar. Eine Ausweitung erfuhr das Gelände 1951 und weitere Ortschaften seien damals komplett ausgesiedelt worden, was für die betroffenen Menschen, die Region und die Entwicklung des Marktes Hohenburg einen sehr tiefen Einschnitt bedeutet habe.

Ein schöner Abschluss bildete die Fahrt durch das schöne Lauterachtal zur Wallfahrtskirche Stettkirchen, die 976 von Kaiser Otto II gestiftet wurde. Dort wurde eine Kurze Marienandacht gehalten, ehe es zu einer Brotzzeit in die Hammermühle bei Hohenburg ging. Dort betreibt Familie Schaller einen Hofladen, ein Cafe und eine Taverne als Demeter-Biohof. 2005 wurde das historische Anwesen umgebaut, um Gäste zu bewirten und ihnen Übernachtungsmöglichkeiten zu geben. Die vielen eigenen Produkte wie Rind- und Lammfleisch, Eier und Wurst werden als Speisen in der Taverne und im Hofladen angeboten. Für dieses Engagement wurde Beate Schaller zur Unternehmerin des Jahres gewählt, wofür sie einen Staatspreis von Landwirtschaftsministerium erhielt. Die Örtlichkeiten für ein solches Unternehmen sind allerdings auch ideal, den der Lauterachtal Radwegund, der von Kastl bis Schmidmühlen verläuft und in den 5-Flüsse-Radweg mündet, geht durch den Hof der Hammermühle. Zudem liegen der reizvolle Wacholderwanderweg und der weltberühmte Jakobsweg, die entlang der Lauterach und durch Hohenburg führen, nicht weit davon entfernt.

 


 25.05.10

20 Jahre Heimatkundlicher Wanderweg Laibstadt

Laibstadt (nh/nhe) - Seit 20 Jahren gibt es nun schon den Heimatkundlichen Wanderweg Laibstadt. Grund genug für die Haimatkundliche Sammlung Heideck und dem Kreisheimatpfleger Georg Schultheiß mit einer kleinen Gruppe heimatkundlich Interessierter die gesamte rund 20 Kilometer lange Strecke abzugehen. Heimatvereinsvoritzender Norbert Herler erhielt die Gelegenheit vor dem Meierhof etwas über das Dorf im Allgemeinen und den Gutshof im Besonderen zu erzählen. So konnte er berichten, dass Laibstadt 1080 erstmals urkundlich erwähnt ist, als Urpfarrei der Gegend aber sicher noch einiges älter ist. Der Meierhof taucht 1179 zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Als vermutlich erster Hof Laibstadts ist er auch heute noch, mit einem beachtlichen Waldbesitz versehen, der größte im Ort.

An der ersten Station, der keltischen Viereckschanze, musste Schultheiß zugeben, dass die Forschungen seit der Aufstellung der Informationstafeln weitergegangen waren. "Heute geht man nicht mehr davon aus, dass die Viereckschanzen nur Heiligtümer enthielten", so der Kreisheimatpfleger in seinen Ausführungen. Vielmehr könne man davon ausgehen, dass hier der bedeutenste Bauernhof einer keltischen Siedlung zu finden war. Ihr Entstehungszeitraum dürfte um 100 vor Christus liegen. Auch wenn sie die "Kleine Keltenschanze" genannt wird, so könne man bei dieser nur 20 mal 20 Meter großen Wallanlage davon ausgehen, dass es sich um keine Keltenschanze handele, so Schultheiß vor dem nächsten Infoschild. Verschiedene Teilnehmer der Wandergruppe äußerten die Vermutung, dass es sich, an einem wichtigen Albaufstieg gelegen, möglcherweise um eine Polizei- oder Zollstation gehandelt haben könnte. Eventuell wurden hier auch Pferde vorgehalten, die mithelfen sollten, die schweren Wägen der Händler den Berg hinaufzuziehen.

Ins schwitzen kamen dann auch die Heimatkundler selbst, als es den Ruppertsberg hinauf ging, wo ein noch sehr gut erhaltener Abschnittswall zu sehen war. "Wer diese Anlage gebaut hat, können wir nicht sagen. Dazu müssten erst Grabungen stattfinden." Möglicherweise sei der rund 3 Meter tiefe Graben und der dahinterliegende fünf Meter hohe Wall während der Ungarneinfälle von den Bewohnern der umliegenden Dörfer errichtet worden. Steile Anstiege an den drei anderen Seiten der Bergnase waren möglicherweise mit Dornengestrüp versehen, was potentielle Angreifer den Ansturm zustäzlich erschwert haben dürfte. Schließlich ging es den Berg hinunter zur Thalach. Hier wartete eine Rekonstruktion eines Bergwerkstollens. "Auch hier stehen wir vor einem Rätsel. Wir wissen nicht, was die Menschen im Mittelalter hier gesucht haben. Es gab hier kein abbauwürdiges Material!" Aus alten Bohlen, Untersuchungen hatten ergeben, dass sie aus dem Jahr 1732 stammen, wurde an der Stelle, an der 1960 ein Traktor in einem eingestürzten Stollen einbrach, ein rund zehn Meter langer Bergwerkstollen rekonstruiert. Auf die ehemaligen Bergwerktätigkeiten in und um Laibstadt weißt auch der markante gelbe Wegweiser hin, der neben der Schnecke des Naturparks Altmühltal auch das charakteristische Trapez eines Bergwerkstollens zeigt.
 


 24.05.10

Bilder vom Pfingstpokalturnier 2010
Pfingstpokalturnier der Frauen


(jpb) Beim 28. Pfingstpokalturnier der DJK Laibstadt kommt der Sieger aus Heuberg. Nach all den Jahren des Traditionsturniers ist es inzwischen zum Generationenwechsel gekommen. Von den Frauen von einst spielen heute schon die Töchter und bei den vielen notwendigen Helfern packen heute die Kinder der „Gründungsväter“ tatkräftig mit an. Managerin aber war, ist und bleibt Wally Schnabel, die wieder dafür sorgte, dass das Turnier reibungslos abgelaufen ist und Pfingsten mit den Spielen ein Highlight im Dorfleben ist.
Acht Mannschaften nahmen heuer daran teil. Zwei stellte der Gastgeber, dann reiste die INA Tigers Herzogenaurach und der TSV Röttenbach zum ersten Mal an und immer wieder gerne kommen der TV Eckersmühlen , der TSV Eysölden , die DJK Grafenberg und der SV Heuberg.
Auffallend die knappen Ergebnisse in den Vorspielen. Nur 22 Tore wurden in den 12 Spielen geschossen. Seriensieger Eysölden kam nicht über fünf von neun möglichen Punkten in den drei Spielen hinaus. Gegen die 1. Mannschaft des Gastgebers kam es zu einem knappen 1:1 Unentschieden und gegen den TSV Röttenbach holten sie ihren höchsten Sieg mit 3:0. Und darum reichte es nur zum Spiel um den dritten Platz, das sie mit 2:0 gegen Eckersmühlen klar gewannen. Ohne Punkte gingen die Damen aus Röttenbach aus den Vorspielen, doch im Endspiel gegen den letzten Platz siegten sie souverän mit 5:0 gegen die DJK Grafenberg wobei Sabine Dengler zwei Tore beisteuerte. Nicht über vier Punkte kamen die beiden Mannschaften der DJK nach den Vorspielen. Und so traten sie gegeneinander im Spiel um Platz 5 an, das auch das spannendste Spiel des Tages wurde. Sabrina Koller vom „Chaosteam“ zeigte, was sie in Heuberg gelernt hat. Alle vier Tore steuert sie zu dem 4:4 Endstand bei, wobei die Ersatzmannschaft drei Mal in Führung ging. Beim anschließenden Elfmeterschießen ersparte sich der Favorit eine Blamage, da sie dies mit 7:6 gewannen.
Herzogenaurach und Heuberg gewannen zwei ihrer Vorspiele und so traten sie im Endspiel um Platz 1 gegeneinander an. Die Damen von INA Tigers hatten nicht viel zu melden, denn der SV Heuberg haben mit Franziska Freund, Daniela Dürschner und Christina Muschaweck drei Fußballerinnen, die ihre Chancen verwerten und so das Turnier mit 3:0 gewannen.
Die abendliche Siegerehrung in den berüchtigten Maschinenhallen war wieder ein Fest der Freude. Alle acht Mannschaften wurden von Vorsitzenden Bernhard Fenzel zu Siegerinnen erklärt und er verteilte mit Bürgermeister Ottmar Brunner die Pokale. Sabrina Koller von der DJK Laibstadt bekam die Trophäe der Torjägerin mit fünf Treffern. Laibstadts Jazztanzgruppen zeigten ihr Können und danach heizten die „Moskitos“ die Hallen mit fetziger Musik ein.
 


 23.05.10

Wemdingwallfahrt

Laibstadt (nh/nhe) - Seit nun schon dreißig Jahren marschieren Laibstädter an Pfingsten zur 50 Kilometer entfernten Wallfahrtskirche Mariä Brünnlein in Wemding. Nach der Milleniumswallfahrt 2000 sollte auch heuer wieder am Tag marschiert werden. Dies war möglich, weil Heidecks Kaplan Martin Seefried sich bereit erklärt hatte, am Samstag abend am Ziel einen Gottesdienst für die Pilger zu halten. Seefried wollte aber auch ein Stück mitlaufen und schloss sich der 16-köpfigen Gruppe in Möhren an. Bereits um 4:30 Uhr war man in Laibstadt bei Glockengeläut aufgebrochen, um um 10:30 Uhr auf halber Strecke mittags in Treuchtlingen einzukehren. Seit 1989 ist es zudem Tradition in Wolferstadt nach fast 40 geschafften Kilometern bei Familie Schnierle einzukehren. In seiner Predigt in Wemding erklärte Kaplan Seefried, dass ihm an diesem Tag zwei Dinge bewusst geworden waren: "Zum ersten habe ich gemerkt, dass man eine Pilgerreise nicht auf halbem Wege anfängt. Man muss sie ganz von Anfang machen, sonst ist sie auch nur die Hälfte wert." Zum anderen sei es immer wichtig, auf geradem Weg das Ziel anzugehen, ohne Umweg, direkt! Wallfahrtsrektor Heinrich Weiß, aus Herrnsberg stammend und heuer im Frühjahr 70 Jahre alt geworden, ließ es sich nicht nehmen die Laibstädter persönlich zu begrüßen. Er wollte zudem aufgrund der langen Treue zum Wallfahrtsort Wemding Urkunden an langjährige Wallfahrer ausstellen. So erhielten insgesamt 16 Pilger eine Urkunde: Mathias Harrer und Anton Schneider (30 Teilnahmen), Edeltraud Herler und Roswitha Knäblein (je 25), Robert Schneider (20), Martin Schnierle, Adolf Herler, Richard Frank und Martin Schneider (je 15), Elisabeth Tempelmeier, Anni Harrer, Bernhard Knäblein, Willi Lesch, Irmgard Struller, Ludwig Seyfert sowie Angela Struller (je 10 Teilnahmen). Weiß bedankte schließlich ganz besonders bei Mathias Harrer mit einem schönen Marienbild für seine jahrelange Organisation der Laibstädter Wallfahrt und bat abschließend zu bedenken, dass es besser sei tagsüber zu laufen, weil nachts einfach die Unfallgefahr zu groß wäre.

Der Anfang der Wallfahrt Maria Brünnlein liegt in mancherlei Hinsicht im Dunkeln. Fest steht, dass um das Jahr 1680 ein junger Mann namens Franz Forell eine Marienfigur, das heutige Gnadenbild, nach Wemding mitbrachte. 1692 wurde eine kleine Kapelle erbaut, in der diese Marienfigur Aufnahme fand aber nur sehr wenigen Leuten Platz bot. 1735 wollte die fünfzehnjährige Maria Regina Forell das Bildnis mit Blumen schmücken. Dabei bemerkte sie, wie das Bild sich bewegte und Maria ihren Blick auf den Ort Wemding richtete. So groß die Skepsis der Kirchenoberen über dieses Ereignis war, so enorm war der Zuspruch des einfachen Volkes. Es wurde schnell deutlich: Eine neue Kirche wurde notwendig. Doch Kompetenzstreitigkeiten verzögerten erst einmal einen Neubau. Mitten in diese Auseinandersetzungen kam die Nachricht, dass im Juni 1746 zahlreiche Pilger an zwei aufeinander folgenden Tagen so genannte Augenwenden wahrnahmen. Das Protokoll über den Vorfall nennt nicht weniger als 73 schriftliche Zeugen. Diese Ereignisse beschleunigten das Vorhaben sehr. Im August 1748 fand die Grundsteinlegung für die neue Kirche statt, an der rund 8000 Menschen teilnahmen. In Zeiten des knappen Geldes und unter der Regentschaft des Kurfürsten Max III. Joseph sollte es bis zum April des Jahres 1782 dauern, ehe die Rokokokirche soweit fertig gestellt worden war, dass sie geweiht werden konnte. Das letzte, weithin sichtbare Beispiel der berühmten Vorarlberger Barockbaukunst stammt von dem österreichischen Deutschordensbaudirektor Franz Joseph Roth. Fresken und Stuckarbeiten sind Werke der Wessobrunner Stuckateure Johann Baptist Zimmermann und seines Sohnes Michael. Heute zieht die Wallfahrt jährlich 200.000 Besucher an. Etwa 50 Gruppen von Fußwallfahrern pilgern jährlich nach Maria Brünnlein. Die Kirche wurde 1998 von Papst Johannes Paul II. zur Basilika minor erhoben und erstrahlt nach einer Generalsanierung und Renovierung von 2000 bis 2003 heute in hellem Glanz.

Foto Herler
Die Laibstädter Wallfahrer vor der Wallfahrtskirche Mariä Brünnlein in Wemding mit Wallfahrtsdirektor Heinrich Weiß, Kaplan Martin Seefried und Mathias Harrer (Organisator mit Kreuz in der Hand).


 16.05.10

Fotos: Der Fürst lässt bitten: Rund 40 Interessierte des Heimatvereins Laibstadt nutzten an Christi-Himmelfahrt die einmalige Gelegenheit von Carl Friedrich Fürst von Wrede mehr über Schloss Sandsee und seine Ahnen zu erfahren.
 

Besuch Schloss Sandsee

Laibstadt/Mischelbach (nh/nhe) - Es hatte etwas erhabenes, als sich pünktlich um halb Drei am Christi-Himmelfahrtstag das schwere Eisentor wie von Geisterhand öffnete, um die 40 Interessierten vom Heimatverein Laibstadt in den Innenhof von Schloss Sandsee einzulassen. Carl Friedrich Fürst von Wrede hatte sich bereit erklärt, die ansonsten für Besucher verschlossene Burgfeste kurz zu öffnen und auch einige Erklärungen zu geben. Dass die Anlage noch immer einen sehr wehrhaften Charakter hat, konnten die Gäste anhand der durchgehend zwölf Meter hohen und zwei Meter starken Ringmauer aus großen Sandsteinquadern mit Buckeln und Zangenlöchern bereits von außen sehen. Nun bekamen sie auch erstmals den umlaufenden, hofseitig mit Brettern verschlagenen Wehrgang, den gleich neben dem Tor stehenden, 27 Meter hohen Bergfried und den in der Mitte platzierten Burgbrunnen zu Gesicht. "Man vermutet, dass unser 455 Meter hohe Weinberg bereits von den Kelten und später von den Römern besiedelt war", so der Fürst zu beginn seiner Ausführungen. "Die Burg selbst wurde dann vermutlich im 12. Jahrhundert von den Herren von Hirschberg errichtet." Daran erinnere vor allem der 17 Meter hohe, frühgotische Unterteil des Bergfriedes, der eine drei Meter starke Mauer aufweise. Auch die spitzbogige Einstiegsöffnung in rund 15 Meter Höhe, die heute von einem dichten Efeuteppich überwuchert ist, lasse diesen Schluss zu.


"Graf Gebhard von Hirschberg verkaufte die Burg 1302 an das Hochstift Eichstätt. Die Anlage diente den Eichstätter Fürstbischöfen als Amts- und Jagdschloss." Immer wieder sei die Burganlage durch kriegerische Auseinandersetzungen in Mitleidenschaft gezogen worden, so im Krieg zwischen Herzog Ludwig von Bayern und Markgraf Achilles von Ansbach, in den schmalkaldischen Kriegen und im Dreißigjährigen Krieg, als die Burg 1632 niederbrannte. Um 1660 sei die Burg unter Fürstbischof Marquard Schenk von Castel wieder aufgebaut worden und habe damals im wesentlichen das Aussehen von heute erhalten.

Durch die Säkularisation fiel die Burg 1802 an Bayern und mehrere Besitzer wechselten kurzfristig. Seit 1817 ist Schloss Sandsee im Besitz der Fürsten von Wrede, der es als Wertschätzung für seine Verdienste zusammen mit dem Ellinger Schloss als Thronlehen vom bayerischen König Max I. Joseph geschenkt bekommen hatte. "Zum Glück konnten wir das Ellinger Schloss wieder an Bayern abgeben, denn die Baulast hätte unsere Familie erdrückt." Im Gegensatz zur ehemaligen Deutsch-Ordens-Residenz sei Schloss Sandsee jedoch in einem guten baulichen Zustand. "Ende des 17. Jahrhunderts hat man noch gut und solide gebaut." Nur der Lärm der nahen Bundesstraße 2 sei etwas lästig. In die unteren Geschosse des Westflügels wurde 1902 eine Schlosskapelle eingebaut, die der Heiligen Anna geweiht sei. Ab 1941 sei Schloss Sandsee sogar als Auslagerungsdepot des Staatsarchiv Nürnberg genutzt worden. In den Jahren 1950 bis1955 sei es zeitweise auch das Diözesanjugendhaus der Diözese Eichstätt gewesen. Heute werde das Schloss nur noch von Carl Friedrich Fürst von Wrede und seiner Gattin Katharina Fürstin von Wrede bewohnt. "Es ist ein herrliches Anwesen, schöner kann man sich das gar nicht wünschen", so der Fürst schwärmerisch.

Neugierig geworden auf seine Vorfahren, erfuhren die Laibstädter, dass Carl Philipp von Wrede mit Bayern zuerst auf der Seite Napoleons gekämpft hatte. Ein Umdenken habe nach dem sinnlosen Russlandfeldzug stattgefunden. Der Vertrag von Ried 1813 hätte dann jedoch zum Glück das Königreich Bayern, nicht zuletzt auf Betreiben Wredes, in die Allianz gegen Napoleon gebracht. "Aufgrund seiner Verdienste im Kampf gegen Frankreich wurde er 1814 zum Feldmarschall erhoben, erhielt im selben Jahr den Fürstentitel verliehen und ihm wurde die fürstliche Herrschaft Ellingen überlassen." Heute könne man das bronzene Standbild seines erfolgreichen Vorfahrens in der Feldherrnhalle in München sehen, das 1844 unter Beisein des Königs Ludwig I. feierlich enthüllt worden war. "Auch eine Straße in München ist nach ihm benannt!" Hier konnten die Laibstädter ergänzen, dass es in der bayerischen Hauptstadt auch eine Heideckstraße gebe. Diese sei dem Freiherrn Carl Wilhelm von Heideck gewidmet, der dem schweizerischen Geschlecht der Heidegger entstamme, die um 1500 von Nürnberg nach Zürich übersiedelt waren und sich stets als Nachkommen der fränkischen Dynastenfamilie der Herren von Heideck auf dem nahen Schlossberg ausgegeben hatten. Dieser Freiherr von Heideck hatte 1813 als Hauptmann an der Seite von Wredes an den Befreiungskriegen teilgenommen, womit sich an diesem Nachmittag der Kreis wieder geschlossen hatte.


 14.05.10


Zum Foto:
Das Foto zeigt (v.l.n.r.) IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, Martin Dess von dessign in Röckersbühl, Barbara Luise Peter und Staatsekretär Dr. Marcel Huber.

Erfolgreiche Ausbildung

Laibstadt/Röckersbühl (nh/nhe) - Vor kurzem wurden in Regensburg die besten Ausbildungsabsolventen der Abschlussprüfung Winter 2009/2010 des Regierungsbezirkes Oberpfalz geehrt. In der Feierstunde zeichneten der Staatssktretär Dr. Marcel Huber und der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes unter den 30 geehrten Jung-Kaufleuten und Neu-Facharbeitern auch die 21-jährige Barbara Luise Peter aus Laibstadt aus. Sie hatte, trotz einer Ausbildungszeitverkürzung von drei auf zweieinhalb Jahre, ihre Ausbildung bei der Werbeagentur dessign in Röckersbühl, Gemeinde Berngau, zur Kauffrau für Marketingkommunikation mit der hervorragenden Gesamtnote von 1,1 abgeschlossen. Gleichzeitig wurde dem erfolgreichen Ausbildungsbetrieb eine Urkunde für besondere Verdienste in der Berufsausbildung überreicht, die Geschäftsführer Martin Dess, der sehr viel wert auf eine gute Weiterbildung legt, gerne als weiteren Ansporn für sich und seine Mitarbeiter entgegen nahm.

Peter war nach dem Realschulbesuch in Hilpoltstein an die Fachoberschule in Weißenburg gewechselt, um dort ihr Fachabitur zu machen. Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung wurde sie jetzt natürlich gerne übernommen, überlegt sich aber, eventuell ein Studium zu absolvieren. Ansporn dafür könnte die von der IHK zugesagte finanzielle Unterstützung für Hochbegabte sein.

Kaufleute für Marketingkommunikation planen und entwickeln für Unternehmen und andere Kunden kommunikative Maßnahmen. Sie steuern deren organisatorische Umsetzung und kontrollieren die Herstellungsprozesse sowie das Budget. Kaufleute für Marketingkommunikation arbeiten in erster Linie in Agenturen und Beratungsfirmen wie Werbeagenturen, PR-Agenturen. Darüber hinaus können sie bei Werbefachverbänden, bei gemeinnützigen Organisationen oder in Marketing- und Kommunikationsabteilungen hauptsächlich von größeren Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftszweige arbeiten.


 


 03.05.10

Kreuz

 

Als Gott sah, dass der Weg zu Lang,
der Hügel zu steil, das Atmen zu schwer wurde,
legte er seinen Arm um dich und sprach:
Komm heim.

Es fällt uns schwer, loszulassen und einen Menschen zu verlieren,
der uns durch seine Liebe und Kraft so viel geschenkt hat.

Otto Lehner

* 10.06.1947     +01.05.2010

Laibstadt, 64 und Euerwang

Deine Liebe lebt in uns fort und wir werden dich
nie vergessen:

deine Frau Maria
deine Söhne Martin mit Anke, Saskia, Jonas und Janina
Manfred
Andreas
im Namen aller Verwandten

 

 


 27.04.10

Kreuz

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Psalm 23

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer guten Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma, Schwester, Schwägerin, Tante und Patin, Frau

Sabina Struller

* 16.03.1920  geb. Harrer   +25.04.2010

Laibstadt, 87

In stiller Trauer:

Helene Schmidt, Tochter, mit Familie
Benedikt Struller, Sohn, mit Familie
Alois Struller, Sohn mit Familie
Bernhard Struller, Sohn mit Familie
Josef Struller, Sohn, mit Familie
Konrad Struller, Sohn, mit Familie
Siegfried Struller, Sohn mit Familie
Sabine Struller, Tochter, mit Familie
Sr. Theodosia Harrer, Schwester
und alle Verwandten

 


 26.04.10


Vor dem Elternhaus: Primiziant Michael Alberter, links Stadtpfarrer Tobias Göttle, links neben ihm die Eltern Alberters


vom Elternhaus weg, vorne Prfo. Dr. Josef Wohlmuth und Pater Josef Schmidpeter (beide Priester aus Laibstadt), ganz links Primiziant Michael Alberter, Mitte Stadtpfarrer Tobias Göttle


v.l.n.r.: Stadtpfarrer Tobias Göttle, Primizprediger Dekan Bernhard Oswald, Primiziant Michael Alberter

Primiz in Aberzhausen

Aberzhausen (nh) - Bei allerbestem Wetter konnte die Pfarrei Laibstadt mit zahlreichen auswärtigen Gläubigen den Primizgottesdienst von Michael Alberter in Aberzhausen feiern. In einem langen Zug holten Geistliche, Ordensleute und Ministranten den Primizianten vom Elternhaus ab. Die Erstkommunionkinder sprachen zu Beginn ein Gedicht, ehe die Primizkerze gesegnet wurde. Traditionell erhielt Alberter durch seine Eltern eine Segnung. Danach ging es mit der Stadtkapelle Heideck und allen Vereinen der Gemeinde Heideck mit Fahnenabordnungen auf die Primizwiese.

Sicher hatte das optimale Wetter und die Tatsache, dass es die einzige Primiz in diesem Jahr in der Diözese Eichstätt war, dazu beigetragen, dass soviele Gläubige gekommen waren. Musikalisch umrahmt wurde die Primiz vom Kirchenchor Neuendettelsau, wo Alberter sein Praktikum absolviert hatte, und von der Stadtkapelle Heideck.

Eine wesentliche Stellung im ersten von einem Neupriester zelebrierten Gottesdienst nimmt die Primizpredigt ein. Diese hielt mit Dekan Bernhard Oswald aus Ingolstadt ein guter Bekannter Alberters. Gleich zu Beginn stellte Oswald die provokante Frage: "Wie kann man heute noch Priester werden?" Die katholische Kirche würde derzeit sehr schwierige Zeiten durchleben. Das Vertrauen in Priester sei sehr stark erschüttert und die Lebensform des Zölibates würde gleich mit in Frage gestellt. "Zudem werden die Kirchen immer leerer und die Glaubensgemeinschaft der Christen scheint sich aufzulösen." Weil auch die Erfolgsaussichten eines Priesters sehr schlecht seien, würde dieses schwere Amt wohl nur jemand übernehmen, der echten, christlichen Glauben erlebt habe und als Zeuge für das Evangelium bereit stehe. "Das durchzustehen geht nur mit der Liebe und Zuneigung der Familie, Freunde und der Pfarrei!", zeigte sich Oswald überzeugt. Weiter führte er aus, dass man ein glaubwürdiger Zeuge für das Evangelium nie alleine sein könne, das gelinge nur mit Gott. "Wir brauchen immer zuerst die Gemeinschaft mit Jesus, so wie Maria, um ihm dann zu dienen, wie Martha." Ein wichtiger Zielpunkt eines Pfarrers sei zudem die Gemeinschaft mit den Christen. "Der Höhepunkt der Messfeier ist nicht die Wandlung, sondern die Kommunion, an der alle teilnehmen!"

Die Fürbitten trugen zehn verschiedene Pfarreimitglieder vor, die je eine Gruppierung vertraten. Sehr sicher führte danach der Primiziant, mit Stadtpfarrer Tobias Göttle und den beiden aus Laibstadt stammenden Priester Prof. Dr. Josef Wohlmuth und Josef Schmidpeter an seiner Seite, die Handlungen und Gebete zur Eucharistiefeier aus. Lange war der Zug der Ministranten zu Gabenbereitung. Natürlich wollten vergleichsweise viele Gläubige ihre Kommunion aus den Händen des Primizianten empfangen. Dazu passte sehr gut das von Chor, Bläsern und dem Volk gesungene bzw. gespielte Lied "Mit Gott überspringe ich Mauern" von Theobald Stubenrauch, ist dieser Text doch identisch mit dem Primizspruch Alberters. Als Dank für ihre Teilnahme am Primizgottesdienst erhielten die anwesenden Vereine abschließend Fahnenbänder überreicht. Mit dem Primizsegen, dem eine besondere Gnadengabe zugesprochen wird, endete ein sehr schöner Primizgottesdienst.

 


 26.04.10

Fest der Begegnung

Laibstadt (nh/nhe) - Primiziant Michael Alberter hatte sich im Anschluss an die Primiz in Aberzhausen ein Fest der Begegnung in Laibstadt gewünscht. Während die 300 Ehrengäste in Alfershausen ihr Festmahl zu sich nahmen, konnten Einheimische und Gäste in den Maschinenhallen bereits zu Mittag essen. Zum Kaffeetrinken kamen dann auch die Ehrengäste mit dem Primizianten, der mit viel Beifall begrüßt wurde. Er durfte als Höhepunkt des Nachmittags die Primiztorte anschneiden, für die Frater Bonifaz und Julia Schaffer vom Kloster Plankstetten 120 Eier verwendet und rund 60 Stunden dafür benötigt hatten, um das dreistöckige Kunstwerk herzustellen. Aber auch die 100 Kuchen- und Tortenspenden der vielen Frauen der Pfarrei fanden reisenden Absatz.

Während des kurzen offiziellen Teils überreichten die Vertreter der Pfarrei Laibstadt, Stadtpfarrer Tobias Göttle, Aberzhausens Kirchenpfleger Karl Meyer, Rudletzholz Kirchenpfleger Josef Heckel, Laibstadts Kirchenpfleger Gabriel Regensburger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Struller ein Evangeliar, das sich der Primiziant gewünscht hatte. Für die KLJB schenkten Josef Spies, Peter und Johannes Baumann ein großes Bild mit dem Sinnspruch "Viel Glück und viel Segen, auf all deinen Wegen!". Professor Dr. Josef Wohlmuth, der 1964 in Laibstadt die Primiz feiern durfte, übergab Alberter eine Zusammenstellung aller Konzilstexte. Er erinnerte an den Großvater des Primizianten, der damals als Dorflehrer in Laibstadt dafür gesorgt hatte, dass Wohlmuth in der fünften Klasse zwei Wochen vor Anmeldeschluss doch noch für das Gymnasium angemeldet wurde. Pater Josef Schmidpeter, der eigens aus Peru angereist war und ein Jahr vor Wohlmuth in Laibstadt seine Primiz feiern durfte, meinte: "Ich vergesse nie meine Ortskirche, vergesst ihr aber auch nicht die Weltkirche!" Er wünschte Alberter viel Kraft und Glaube, damit er trotz des derzeitigen schlechten Priesterbildes sein Amte gut ausfüllen könne und schenkte ihm die wertvolle und schöne Stola, die Schmidpeter selbst während der Primiz am Vormittag getragen hatte.

Heidecks Bürgermeister Ottmar Brunner überreichte im Namen der Stadt und des Stadtrates einen Gutschein für eine komplette Gottesdienstausrüstung eines Pfarrers, der in der Regens-Wagner-Einrichtung Zell eingelöst werden kann. Tradition ist es, dass am Tag der Primiz vom Primizprediger die Kaplansstelle des Neupriesters bekannt gegeben wird. Dekan Bernhard Oswald konnte dazu jedoch nur sagen, dass Alberter vorerst als Kaplan in Neuendettelsau eingesetzt wird, wo er vorher bereits sein Praktikum absolviert hatte. Einen würdigen Abschluss fanden die zwei Festtage für die Pfarrei Laibstadt mit einer vom Kirchenchor gestalteten Vesper. Während des danach angebotenen Primizeinzelsegens musizierten die jungen Musikerinnen Sabrina Koller, Marion Fürsich und Anna Betz und anschließend die Schola.


 26.04.10

Aberzhausen: Mit Gott Mauern überspringen

Bild: Im Eichstätter Dom ist Michael Albert am Samstagmorgen von Bischof Gregor Maria Hanke zum Priester geweiht worden. -

Foto: pde Unter strahlend blauem Himmel trafen sich rund 2000 Gläubige, um gemeinsam mit dem Primizianten dessen erste Heilige Messe zu feiern. Auch viele Vertreter des öffentlichen Lebens fanden sich zu diesem besonderen Ereignis ein. Ein aus Steinen, Gras und Blumen liebevoll gestalteter Pfad wies den Weg ins Wohnhaus jenes Mannes, der gestern die Hauptfigur darstellte: Michael Alberter. Im eigentlichen Sinne aber stand freilich nicht er selbst, sondern dessen erste Heilige Messe inklusive Eucharistiefeier und damit Gott selbst sowie die Gemeinschaft mit ihm im Mittelpunkt des Geschehens.
 

 Mit Gott Mauern überspringen

Aberzhausen (HK) Es gibt sie noch, die beeindruckenden kollektiven Glaubenserlebnisse in der katholischen Kirche – trotz ihrer derzeitigen Krise. Zu einem solchen positiven Zeichen zählte nun zweifellos das gestrige Primizfest des Neupriesters Michael Alberter in Aberzhausen.

Doch bevor es soweit war, machte sich ein langer Kirchenzug auf, um dem Primizianten von zu Hause abzuholen. Glückwünsche von zahlreichen Geistlichen, ein Gedicht der Ministranten und die Übergabe eines selbst gefertigten Rosenkranzes durch die Kommunionkinder prägten dort das Bild. Auch Alberters Verwandten stand die Freude über die Primiz förmlich ins Gesicht geschrieben – vor allem seinen Eltern Reinhard und Renate.

Zu den feierlichen Klängen der Heidecker Stadtkapelle und mit den Fahnenabordnungen der Vereine setzte sich der Kirchenzug. Hindurch durch ein geschmücktes Holzportal, auf dem der Primizspruch Alberters prangte: "Mit Dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern" (Psalm 18,30). Er war ebenso inmitten eines Teppichs aus Blumen vor dem Altar im Freien zu lesen, die symbolisch einen von Sonne umrahmten Abendmahlskelch darstellten.

Mit Applaus wurde der tags zuvor in Eichstätte geweihte Priester von der Festgemeinde auf der Wiese empfangen. Die aufgrund der aktuell nicht einfachen Lage der Kirche nicht minder einfache Aufgabe der Predigt übernahm Dekan Bernhard Oswald (Ingolstadt). Es sei eine schwere Zeit, um Priester zu werden, betonte er. Dazu brauche es in diesen Tagen mehr denn je den Ruf Jesu und eine "Leidenschaft für Gott", sagte der Dekan.

Er empfahl Alberter, mit seiner künftigen Gemeinde "Evangelium gemeinsam zu leben" statt "einzeln für das Evangelium zu arbeiten". Und er riet ihm zum rechten Augenmaß bei der Erfüllung seiner Berufung. "Wer als Priester ein beschauliches Leben haben will, hat den Beruf verfehlt", machte Oswald klar. Es sei aber auch nicht der Sinn eines Priesterdaseins, "vor lauter Pastoralarbeit nicht mehr zum Gebet und zur inneren Ruhe" zu kommen. "Authentisch als Christ unter Mitchristen zu leben", müsse das Ziel lauten.

Alberter selbst weiß natürlich um die Wahrheit der Worte des Dekans. Hinter dem Primizianten liegen intensive Jahre der Vorbereitung auf seinen Priesterdienst. Auch das "normale" Leben ist dem 30-Jährigen nicht fremd: Vor dem Eintritt ins Priesterseminar Eichstätt war er nämlich unter anderem bei der Sparkasse in Spalt beschäftigt. Nach der Primizfeier trafen sich die Gläubigen schließlich erst zum Pfarrfest und dann am Abend zur Dankvesper in Laibstadt. Heute Abend findet zudem um 19 Uhr in Aberzhausen ein Requiem statt. Zwei Nachprimizen in Heideck und Neuendettelsau schließen sich an.


Von Jürgen Leykamm


 26.04.10



links Dekan, Mitte Stadtpfarrer, rechts Primiziant



links Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Struller, Mitte Stadtpfarrer Tobias Göttle, rechts Primiziant Michael Alberter


links Primiziant, Mitte Dekan Franz-Josef Gerner, Verena Hausner, Nicola Herler


KLJB

Empfänge in Laibstadt und Aberzhausen

Eichstätt/Laibstadt/Aberzhausen (nh/nhe) - Ein komplett besetzter Bus und viele PKWs aus der Pfarrei Laibstadt fuhren am Samstag nach Eichstätt, um im Hohen Dom die Priesterweihe "ihres" Michael Alberts aus Aberzhausen live mitzuerleben. Bischof Gregor Maria Hanke ging in seiner Predigt auf die derzeit schwierige Situation der katholischen Kirche näher ein, machte jedoch auch den Neupriestern Mut und Hoffnung. "Ihr müsst Zeugen des Glaubens sein, dann werdet ihr glaubwürdig und wie einst Mose Gott vorausgehen und ihm den Weg bereiten." Durch die Handauflegung, erbat der Bischof symbolisch den Beistand des Heiligen Geistes für die Primizianten. Die anschließende Bekleidung sollte das Zeichen der neu erworbenen, priesterlichen Vollmacht darstellen. Die mit heiligem Öl gesalbten Hände sollen in Zukunft segensreich den Leib Christi austeilen, das Zeichen der Lossprechung geben, die Kranken salben und Segen spenden.

Bereits in Nennslingen holten über 40 Motorradfahrer Alberter und dessen Eltern ab, um sie nach Laibstadt zu geleiten. Kurz vor der Ortseinfahrt warteten danach zudem zahlreiche Kinder mit ihren bunt geschmückten Fahrrädern, so dass es schließlich ein langer Zug vor das Laibstädter Rathaus wurde, wo nicht nur das gesamte Dorf sondern auch viele Auswärtige auf den Primizianten warteten. Die Ministrantinnen Nicola Herler und Verena Hausner sprachen auswendig das Begrüßungsgedicht: "Voll Sehnsucht haben wir gewartet, auf diesen Tag der dich uns bringt; nun bist du da in allen Herzen, ein hundertfach Willkommen singt." Eine Abordnung der KLJB, die hier im Rathaus ihr Domizil hat und deren Vorsitzender Alberter einst war, hatten ein kleines Spiel vorbereitet, das dem Jahresplan der Jugendgruppe nachempfunden war. Angefangen mit der alljährlichen Rocknacht, über Maibaumaufstellen, Erntedankfrühstück, Silvesterfeier und Ostereiersuchen wurden im Schnelldurchgang noch einmal die wichtigsten Jahresprogrammpunkte durchgegangen. Danach ging es mit der Stadtkapelle, die danach auch vor der Kirche und in Aberzhausen aufspielte, mit Marschmusik durch das Dorf.

Vor dem Kriegerdenkmal fand die offizielle Begrüßung des Primizianten in seiner Heimatpfarrei statt. Heidecks Stadtpfarrer Tobias Göttle erinnerte in seiner Ansprache an Johann Evangelist Wagner, dem Gründer der Regens-Wanger-Stiftung, der vor 160 Jahren öfter in Laibstadt war, weil er den hiesigen Pfarrer gut kannte. Seinen Ausspruch "Wer Gott in seinem Herzen trägt, der ist nicht fern von ihm!" solle auch für Alberter gelten, genau das wünsche er dem Primizianten, nämlich Gott im Herzen zu tragen. Die Heilige Schrift lesen und studieren sei sehr wichtig, aber das lithurgische Gebet sei für ihn selbst oftmals wie ein Rettungsanker gewesen.

Dekan Franz-Josef Gerner aus Hilpoltstein verwies auf die nachösterlichen Schriften. "Hier zeigt sich Jesus als Mitgehender. Das Priesteramt ist ein schöner aber auch ein angreifbarer Weg." Alberter solle aber immer wissen, der Priester sei ein Helfer, Gott stets der Macher! Mauern würden die Kennzeichen der heutigen Gesellschaft sein, gemäß seines Primizspruches "Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern." solle er Helfer zum Überwinden der vielen Hindernisse werden.

Für den Pfarrgemeinderat sprach Vorsitzender Albert Struller. "Es gibt wenige wichtige Daten, die einer Pfarrei im Gedächtnis bleiben. Heute ist, nach den hier gefeierten Primizen 1963 und 64, wieder so ein Tag." Struller habe sich sehr gefreut, dass Alberter als junger Christ und Vertreter der KLJB in den Pfarrgemeinderat gewählt worden sei, weil er ihm auch zutraute, zukünftig wichtige Aufgaben in der Pfarrei übernehmen zu können. Deshalb habe er die Nachricht mit einem lachenden und einen weinenden Auge aufgenommen, als er vom Schritt ins Priesterseminar erfahren habe. Als Symbol für einen tiefverwurzelten aber auch zähen Glauben überreichte er dem Neupriester einen Weinstock.

Bürgermeister Ottmar Brunner berichtete von der gemeinsamen Zeit in der Sparkasse und im Heidecker Stadtrat. Es sei der richtige Weg für Alberter gewesen, mit Gott zu gehen und für die Menschen dazusein. Landrat Herbert Eckstein schloss sich dieser Meinung gerne an: "Banker gibt es genug, vielleicht sogar zu viele, junge Priester dagegen sind selten und deshalb umso wertvoller und wichtiger." Er überreichte einen Landkreisschirm und die Bücher "Gemeinsam unterwegs" und "Kreuzwege begleiten".

Bei der anschließenden Vesper in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die vom Laibstädter Kirchenchor musikalisch umrahmt wurde, wollte Alberter in seiner Predigt und seinen Dankesworten nicht nur nach vorne blicken, obwohl sich die Priesterweihe als bedeutende Station seines Lebens dafür angeboten hätte. Vielmehr blickte er zurück, um all denen Dank zu sagen, die ihn bis hierher begleitet hätten. "Ich danke natürlich zuallerst meinen Eltern, Großeltern und Geschwistern. Sie waren meine wesentlichen Bezugspunkte und werden es bleiben." Sie hätten auch seinen Schritt zum Priester akzeptiert und ihn unterstützt. In Erinnerung daran habe er symbolisch ein Stück Holz von einem Baum im heimischen Garten in seinen Primizkelch einarbeiten lassen. Auch dankte er Stadtpfarrer Göttle und der gesamten Pfarrei. "Es war ein guter Nährboden, um vor sieben Jahren in das Priesterseminar einzutreten und diesen Weg zu gehen."

Nach der Vesper begleiteten die Motorradfahrer Alberter in sein Heimatdorf Aberzhausen. Die dortigen Kinder hatten es sich nicht nehmen lassen, auch hier einen Fahrradkorso zu organisieren. Alfons Dollinger und Kirchenpfleger Karl Meyer sprachen vor dem Feuerwehrstadl Grußworte. Jana Maurer, Lena Brems und Benjamin Gegg sprachen auswendig ein Begrüßungsgedicht auf, ehe eine Gruppe Aberzhausener, wobei jede Altersgruppe vertreten war, mit je einem Sinnspruch auf die kommenden Pastoralaufgaben des Neupriesters aufmerksam machten und je eine Rose überreichten. Das anschließende Nachtgebet in der Kirche Sankt Martin gestaltete die Laibstädter Schola auf erfrischende, mitreisende Art. Während des Kompletts wurde auch das Primizgewand Alberters von Pfarrer Göttle geweiht. Höhepunkt war der vertonte und von der Schola fröhlich vorgetragene Primizspruch am Ende des Gottesdienstes, ehe sich die Gäste mit ihrem Primizianten am Ende eines langen Tages zu einem kleinen Umtrunk im Feuerwehrstadl trafen.
 


 13.04.10

Zum Foto:
Am Wochenende wird Michael Alberter aus Aberzhausen von Bischof Gregor Maria Hanke zum Priester geweiht. Das Bild zeigt Alberter bei dessen Ddiakonweihe vergangenes Jahr zusammen mit seinen Eltern, seinem Großvater, dem Bischof und Stadtpfarrer Tobias Göttle.
 

Primiz in Aberzhausen

Aberzhausen/Laibstadt (nh/nhe) - "Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern." Diesen Satz aus Psalm 18, den Michael Alberter als Primizspruch gewählt hat, könnte auch gut auf die Vorbereitungen des Organisationsteams um Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Albert Struller und Alfons Dollinger bezogen werden. Seit einem Jahr nun schon laufen die Planungen für die Priesterweihe am Samstag, 24. April, in Eichstätt und die Primiz am Sonntag, 25. April, in Aberzhausen. Am kommenden Wochenende wird sich nun zeigen wie gut mit Gottes Hilfe die sich im Vorfeld auftürmenden Mauern und Wälle von der kleinen Pfarrei Laibstadt übersprungen werden konnten. Da es in diesem Jahr die einzige Primiz in der Diözese Eichstätt sein wird und das Wetter gut zu werden verspricht, rechnet man mit einem größeren Ansturm.

Bereits am Dienstag in Aberzhausen und am Mittwoch in Laibstadt wurden die insgesamt drei Portale aufgestellt. Die KLJB sorgt derzeit dafür, dass die zwei Maschinenhallen für das Pfarrfest am Sonntag Nachmittag leergeräumt, bestuhlt und mit Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüssen versorgt werden. Auch für die Primizwiese zwischen Aberzhausen und Kippenwang sollten die Arbeiten, wie das Anlegen der Weg, das Aufstellen der Bühnen und Überdachungen, bis Freitag Abend abgeschlossen sein, denn Stadtpfarrer Tobias Göttle möchte auf jeden Fall jedem die Möglichkeit geben, an der Priesterweihe in Eichstätt teilzunehmen. Für den im Dom stattfindenden Gottesdienst, der um 9:00 Uhr beginnen wird, wurde für den Heidecker Pfarrverband auch ein Bus gechartert. Bereits um 8:30 Uhr werden die Ministranten in den Dom einziehen, Primiziant, Bischof, Priester und Ehrengäste folgen dann um 8:45 Uhr. Die Rückfahrt ist gegen 12:00 Uhr geplant.

Spannend wird es hier dann erstmals, wenn Alberter als "frisch geweihter Priester" am Abend in seine Heimat kommen wird. Eine Motorradgruppe um Walburga Filary und Bernhard Fenzel wird den Primizianten bereits in Nennslingen abfangen, um ihn entsprechend nach Laibstadt zu begleiten. Vor dem Laibstädter Rathaus soll es einen ersten kleinen Empfang geben, vor allem durch die KLJB, die hier ihr Domizil hat und ihrem ehemaligen Mitglied auf dessen Wurzeln erinnern möchte. In einem Festzug, angeführt von der Stadtkapelle Heideck (auch hier war Alberter als Tenorhornspieler einst aktiv), geht es dann durch das Dorf zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, wo Kirchenvertreter und Politiker Grußworte sprechen werden, ehe dann in der Kirche selbst die Vesper stattfinden wird. Danach ist noch gegen 18:30 Uhr ein Empfang in Aberzhausen vorgesehen, wo ein langer Tag für Michael Alberter mit dem Komplet zu Ende gehen wird.

Bereits um halb sechs Uhr sollen am Tag der Primiz Böller die Menschen in der Pfarrei Laibstadt auf diesen großen Tag einstimmen. Kurz darauf müssen schon die fleißigen Helfer ausrücken, um die Primizwiese zwischen Aberzhausen und Kippenwang gottesdienstreif zu machen. Die DJK Laibstadt wird beispielsweise die Stühle und Bänke für die Ehrengäste abwischen und platzieren. Den erwarteten PKW-Ansturm wird die Freiwillige Feuerwehr auf die drei vorgesehenen großen Parkplätze einweisen. Bereits weit vor Aberzhausen sollen die Anfahrenden auf Feldwege umgeleitet werden. Gehbehinderte Gäste werden darauf hingewiesen, dass der Anstieg zur Primizwiese vom Unterdorf aus recht steil ist. Die KLJB wird für alle Gottesdienstbesucher Primizbildchen und Liederzettel bereit halten. Zum gemeinsamen Kirchenzug stellen sich alle beteiligenden Vereine des Pfarrverbandes auf, um dann den Primizianten vom nicht weit entfernten Elternhaus abzuholen. Musikalisch umrahmen werden den Gottesdienst der Kirchenchor aus Neuendettelsau, dort absolviert Alberter derzeit sein Praktikum, und die Stadtkapelle Heideck. Die Primizpredigt wird Dekan Bernhard Oswald aus Ingolstadt halten.

Während die rund 300 Ehrengäste in Alfershausen ihr Festmahl einnehmen werden, stehen für diejenigen, die sich im Vorfeld eine Essensmarke gesichert haben, in den Maschinenhallen in Laibstadt Rollbraten oder Hähnchen bereit. Ab 15:00 Uhr werden zum gemeinsamen Kaffeetrinken, für die 100 Kuchenspenden haben die Frauen der Pfarrei gesorgt, auch die Ehrengäste erwartet. Spannend wird es dann noch einmal, wenn bekanntgegeben werden soll, wo Alberter die nächsten Jahre als Kaplan eingesetzt werden wird. Die Stadtkapelle wird ab 14:00 Uhr aufspielen. Um 18:00 Uhr findet dann zum würdigen Abschluss eine Vesper in der Pfarrkirche Laibstadt statt, den Kirchenchor und anschließend während des Primizsegens die Laibstädter Schola musikalisch umrahmen werden.


 12.04.10

Jahreshauptversammlung CSU OV-Laibstadt

(jpb) Viel Information gab es bei der Hauptversammlung der CSU Laibstadt. Auf Grund der aktuellen Situation um den Rücktritt des Laibstädter Stadtrats Reinhard Schmidpeter änderte Vorsitzender Josef Baumann die Tagesordnung und gab Schmidpeter viel Zeit, seinen völlig überraschenden Schritt zu erklären (siehe unten). Begrüßen konnte Baumann Kreisvorsitzenden Volker Bauer sowie Heidecks Ortsvorsitzenden Georg Schlerf. In seinem Rückblick ging Baumann auf die zahlreichen Sitzungen auf Orts- und Kreisebene ein. „Wege aus der Krise“ war das Referatsthema von Marlene Mortler bei der letzten Hauptversammlung und zum Thema „Regieren auf Pump“ diskutierte der Landesvorsitzende der Jungen Union Stefan Müller mit den Laibstädtern. Die über Nacht beschlossene Schließung des Kindergartens war ein großes Thema des vergangenen Jahres und nun stellt sich die Frage, was mit dem Gebäude passiert. Ebenso über den Tisch gezogen fühlen sich die Laibstädter bei der Neuberechnung der Abwassergebühren, da Ihnen der Bürgermeister bei der Infoveranstaltung zur getrennten Abwasserberechnung keinerlei Mehrkosten in Aussicht gestellt hat. Nun aber stand eine massive Preiserhöhung an und dies auch noch rückwirkend. Der gesellige Teil kam auch nicht zu kurz, denn mit der Tagesfahrt nach Münsterschwarzach und ins Opernhaus Nürnberg zur „Die Cardasfürstin“ standen zwei Veranstaltungen auf dem Programm, die sehr gut angenommen wurden.
Nach dem Bericht zur Kassenlage durch Marco Forster informierte die CSU-Fraktionsvorsitzende Helga Peter über den Ausbaustand von DSL in Heideck. Es ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, die klären soll, wie man am besten vorgeht, um die unterversorgten Ortsteile mit schnellem DSL zu versorgen.
Ein großes Thema wird in den nächsten Jahren die Dorfentwicklung sein, so Baumann. Zum einen fehlen Bauplätze und zum anderen steht viel Bausubstanz in den nächsten Jahren leer oder wird nicht mehr benötigt. Viele Angebote gibt es von Seiten der Behörden, doch man muss diese von Seiten der Gemeinde aufgreifen und nutzen. Bestens informiert war auch hier Helga Peter. „Die Voraussetzungen sind für Laibstadt erfüllt um die Förderung zu erhalten. Aber um solch ein Projekt umzusetzen“, so Peter. „ist auch viel Engagement von Seiten der Bürger gefordert“.
CSU-Kreisvorsitzender Volker Bauer nahm auch Stellung zum Rückstritt von Schmidpeter und bedauerte sehr, dass solche Leistungsträger zurücktreten. Da dies sein Antrittsbesuch in Laibstadt war, nahm Bauer die Gelegenheit wahr und stellte sich vor. In seinem Referat zum „Energiebündel“ zeigte er die Ziele des Vereins auf. Bis 2030 soll der Landkreis Roth energieautark sein und die 80 Millionen Euro, die im Landkreis alle Jahre an Öl verbrannt werden, sollen an Kaufkraft in der Region bleiben. „Mit dem Energiebündel sind wir auf dem richtigen Weg“, so Bauer.



Nicht viel Neues gibt es zur geplanten Bundesstraße B 13 neu, die Laibstadt tangiert. Zur Zeit wird ein Gutachten erstellt, das die Trassenführung festlegen soll. Im Herbst gibt es hierzu die Ergebnisse und dann wird entschieden, ob die Straße im Süden oder Norden an Laibstadt vorbeigeht.
In seinem Ausblick ging Baumann auf die geplante Fahrt mit den motorisierten Zweirädern an den Außengrenzen des Landkreises entlang ein, auf eine politische Veranstaltung mit dem Europaabgeordneten Martin Kastler und die Fahrt ins Opernhaus nach Nürnberg.
 

Stellungungnahme zum Rücktritt von Reinhard Schimdpeter


 10.04.10

Primiz


Aberzhausen (nh/nhe) - Die Vorbereitungen auf die am Sonntag, 25. April, in Aberzhausen stattfindende Primiz von Michael Alberter laufen auf Hochtouren. Nun wurde auch die Kapelle zwischen Aberzhausen und Kippenwang auf Hochglanz gebracht, schließlich soll in unmittelbarer Nachbarschaft der Primizgottesdienst abgehalten werden. Die Freiwillige Feuerwehr Heideck mit ihrem Komandanten Christian Schneider hatte sich bereit erklärt dem Gebäude einen neuen Anstrich zu geben und den Eingangsbereich zu pflastern. Einen Hinweis auf das Erbauungsdatum könnte die noch gut zu lesende Inschrift auf dem großen Bild in der Kapelle geben: "Zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit und der 14 heiligen Nothelfer hat der achtbare Mathias Betz, Bauer von Kippenwang, diese Bild gestifften anno 1872."

Da sich der Pfarrverband nicht nur organisatorisch sondern auch spirituell auf dieses große Ereignis vorbereiten will, wird es diese Woche die so genannten Triduumsgottesdienste jeweils um 19 Uhr geben. Der erste, zu dem der Bischofsvikar Georg Härteis aus Eichstätt kommen und über den heiligen Pfarrer von Ars als Patron und Vorbild der Priester predigen wird, findet am Dienstag, 13. April, in der Filialkirche Sankt Martin in Aberzhausen statt. Der zweite Triduumsgottesdienst wird in Heideck in der Stadtpfarrkirche Sankt Johannes der Täufer am Mittwoch, 14. April, angeboten. Dazu wird Professor Jürgen Bärsch über "Erneuere in ihm den Geist der Heiligkeit - Was die Feier der Priesterweihe über den Priester aussagt" predigen. Dem Thema "Mit Gott gehe ich meinen Weg - Erfahrungen eines Neupriesters" wird sich Kaplan Michael Harrer aus Herrieden beim dritten Triduumsgottesdienst am Donnerstag, 15. April, in Laibstadt in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt widmend.

Foto: Die Kapelle zwischen Aberzhausen und Kippenwang, in deren unmittelbarer Nähe der Primizgottesdienst von Michael Alberter am Sonntag, 25. April, stattfinden wird, erstrahlt in neuem Glanz.
Foto Herler

Hinweis:
Ein ausführlicher Vorbericht zur Priesterweihe und Primiz folgt nächste Woche!
 


 04.04.10

Familienwanderung am Ostermontag


(jpb) Die alljährliche Familienwanderung der Wandergruppe der DJK Laibstadt startet am Ostermontag um 13.30 Uhr ab dem Sportheim. Der Weg ist das Ziel und so geht es von der Keltenschanze über die Luschnau und dem Hasel- und Grafenholz auf die Jurahöhen von Bergen über den Geißbrunnen zum Strohbrunnen. Jede einzelne Station dieser Wanderung birgt eine Menge an Information und nach der Rast am Strohbrunnen geht es zurück über die kleine Keltenschanze zum Sportheim wo man noch einkehrt. Die Veranstaltung findet bei fast jedem Wetter statt, den es gibt bei den Wanderen kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.
 


 28.03.10

Palmsonntag

Laibstadt (nh/nhe) - In Laibstadt wird der Brauch des Palmbüschelbindens noch hoch gehalten, so dass wieder zahlreiche Kinder zum Umzug am Palmsonntag kamen. Adolf Herler hatte tags zuvor den Erstkommunionkindern unter Aufsicht von Kaplan Martin Seefried gezeigt, was zu einem richtigen Laibstädter Palmstecken alles gehört, so zum Beispiel Efeu, Immergrün, Wacholder und Eichenlaub, die dann mit einer Weidenrute zusammengehalten werden. Für die Erwachsenen hatte ein Team um Loni Bucher handlichere kleine Palmbüschel gebunden, die vor dem Gottesdienst verkauft wurden. Gemeinsam zog die Kirchengemeinde um die Kirche, nachdem Stadtpfarrer Tobias Göttle die Palmbüschel gesegnet hatte, und erinnerten so an den Einzug Jesu in Jerusalem.


 28.03.10


Foto: Die neue Vorstandschaft der KDFB Laibstadt

Jahreshauptversammlung KDFB

Laibstadt (nh/nhe) - Die Jahresversammlung stand noch ganz unter dem Eindruck der Beerdigung von Maria Fürsich am Nachmittag, die als langjährige Vorsitzende den Katholischen Frauenbund Laibstadt geprägt hatte. Vorsitzende Johanna Heckel konnte dazu im Pfarrheim die Diözesanvorsitzende der Landfrauenvereinigung Hannelore Wechsler begrüßen. Die unter ihrer Leitung durchgeführten Wahlen brachten wenig Veränderungen. Zuvor berichtete Schriftführerin Anni Harrer über das vergangene Jahr, das mit der 40-Jahrfeier der Ortsgruppe Laibstadt, der Teilnahme an der 100-Jahrfeier des KDFB-Heideck mit Sternwallfahrt, Ausflügen, Vorträgen und sonstigen Aktivitäten wieder recht interessant war. Auch der Kassenbericht von Karolina Struller fiel durchweg positiv aus.

Nach der Entlastung der alten Vorstandschaft übernahm Hannelore Wechsler die Leitung der Wahl, die mit dem lustigen Sketch "Neuwahl beim Schützenverein", den ein paar Frauen aufführten und in dem aufgezeigt wurde, mit welchen Schwierigkeiten und Überraschungen bei so manchen Wahlen gerechnet werden muss, eingeleitet wurde. Zur Wahl trat bis auf zwei Frauen die gesamte alte Vorstandschaft wieder an. Erste Vorsitzende bleibt Johanna Heckel, ihre Stellvertreterin Helga Peter, Kassier Karolina Struller und Schriftführerin Anni Harrer. Als Abgeordnete der Landfrauenvereinigung agiert weiter Marianne Schneider, für das Büchereiteam Rosi Standfest. Die Beisitzerinnen sind Andrea Brems, Gabriele Meyer, Lidwina Spieß und neu Gerlinde Brunner für Walli Siegert, die nach 12 Jahren ihr Amt abgab und der mit einem kleinen Geschenk und einem Blumenstrauß gedankt wurde. Für die Mutter-Kind-Gruppe bleiben weiter Bettina Betz und Helga Hausner die Ansprechpartner. Als Kassenprüferin wurde Stilla Baumann bestätigt und Silvia Reitner für Wally Jobst neu gewählt.

Die Vorsitzende Johanna Heckel blickte anschließend auf das neue Jahr, wo vor allem bei der nahen Primiz viele Aufgaben auf die Frauen warten. Der anschließende Diavortrag von Helga Peter mit dems Thema "Was wir machen" zeigte die Aufgaben der Bayerischen Landfrauenvereinigung. Mit einem Frühjahrsgedicht verabschiedete sich Wechsler von den Laibstädter Frauen.
 


 20.03.10

Vortrag Pfarrer von Ars

Laibstadt (nh/nhe) - Die Pfarrei Laibstadt will sich nicht nur organisatorisch auf die anstehende Primiz von Michael Alberter am 25. April diesen Jahres in Aberzhausen, sondern auch spirituell vorbereiten. Aus diesem Grund berichtete Kaplan Martin Seefried in einem Vortrag im Pfarrheim über das Leben des Pfarrers von Ars. Seefried wies dabei gleich zu Beginn auf die Besonderheit dieses Geistlichen hin, denn es ist der einzige nichtklösterliche Priester der heilige gesprochen wurde. "Nach dem vorangegangenen Paulusjahr hat Papst Benedikt XVI. aus Anlass des 150. Todestages des Pfarrers von Ars ein Priesterjahr ausgerufen." Es habe am 19. Juni 2009 – am Vorabend des Herz-Jesu-Festes – begonnen und ende am 19. Juni 2010 mit einem großen Priestertreffen auf dem Petersplatz. "Es ist für Michael schon etwas ganz Besonderes, im Jahr der Priester zum Priester geweiht zu werden", so der Kaplan.

Das was den Pfarrer von Ars vor allem ausgezeichnet habe, sei seine große Demut gewesen. "Die Authentizität, also die Echtheit seines Glaubens und das entsprechende Vorleben seiner Überzeugungen hat ihn letztlich trotz großer Widerstände zum Heiligen gemacht. Er eroberte die Seelen, indem er das lebte, was er im Innersten glaubte" Dabei habe anfangs wenig auf ein solches Leben hingewiesen. "Er kam als viertes Kind mit Namen Jean-Baptiste Marie Vianney auf einem Bauernhof in der Nähe von Lyon in Frankreich zur Welt und arbeitete zunächst auf dem väterlichen Bauernhof mit, ohne je eine Schule besucht zu haben und bis dahin Analphabet geblieben war." Da er jedoch den Wunsch verspürt habe, Priester zu werden, besuchte er ab 1805 die Pfarrschule von Pfarrer Balley in Écully bei Lyon, wo er allerdings nur bescheidene Fortschritte machte. Schließlich sei er trotz allem zum Priester geweiht worden, arbeitete zunächst als Kaplan bei seinem Lehrherren Balley in Écully und habe schließlich am 9. Februar 1818 eine eigenePfarrei bekommen, nämlich die von Ars-sur-Formans bei Lyon, eine religiös desinteressierten Gemeinde, die damals 240 Einwohner gehabt habe. "Vianney versuchte nun eine lebendige Gemeinde aufzubauen, lebte in persönlicher Armut, betete viel und führte ein strenges Bußleben. Die ersten sechs Jahre waren jedoch ziemlich erfolglos. Die französiche Revolution mit ihren Aufklärungsgedanken hatte bei den Menschen ihre Wirkung gezeigt." Trotz der Rückschläge habe der Pfarrer von Ars begonnen die desolate Ortskirche zu renovieren, habe 1818 eine Rosenkranzbruderschaft, später eine eucharistische Bruderschaft, 1824 eine Mädchenschule, 1827 ein Haus für Halb- und Vollwaisen und 1832 auch noch eine Knabenschule gegründet.
"Bald wurde er ein gesuchter Beichtvater, der intuitiv die Probleme der Beichtenden erfasste. So wurde Ars ein Pilgerort, weil die Menschen seine Predigten hören und bei ihm beichten wollten." Es werde berichtet, dass er täglich vierzehn bis achtzehn Stunden im Beichtstuhl gesessen habe. "Zeitweise quälten ihn aber auch Zweifel an seiner Berufung zum Pfarrer. Er versuchte mehrmals, aus Ars zu fliehen, um in ein Kloster einzutreten, wurde aber von den Ortsbewohnern immer wieder zurückgeholt. Der Pfarrer von Ars starb am 4. August 1859 im Alter von 73 Jahren an Überanstrengung. Durch Papst Pius X. erfolgte am 8. Januar 1905 die Seligsprechung undPius XI. sprach ihn am 31. Mai 1925 heilig. Der Pfarrer von Ars gilt als Schutzpatron der Priester und könnte auch zum Vorbild von Michael Alberter werde", so Kaplan Seefried abschließend.
 

 


 16.03.10

Jubilarin, Sabina Struller, "Metzger Mutter"
wurde

90 Jahre

Das ganze Dorf freute sich mit und gratuliert

Geb. am 16.3. 1920 beim Binnamu (Harrer 11) als 3. von 5 Kindern. Sie und Schwester Marie (Sr. Theodosia) leben noch. Schwester Rosa, mit der sie die letzten Jahre zusammenlebte, ist im November verstorben.
Ihr Vater kam mit Kriegsschäden aus dem 1. Weltkrieg 1918 zurück und war bis 1937 (!) ein Pflegefall. Die Kinder mussten alle bei der Pflege und in der Landwirtschaft mithelfen.
1951 Heirat mit Benedikt Struller (gest. 4.7.2005, vorher ca. 4 Jahre Pflege). 1951 - 1978 Metzgerei in Laibstadt. 
8 Kinder (das 1. Kind verstarb nach wenigen Stunden), 19 Enkel und 8 Urenkel gratulieren zum Geburtstag.
Sie verfolgt das Geschehen in Laibstadt sehr aufmerksam durch persönl. Gespräche (Kirchenbesuch etc.), Zeitungslektüre und seit einiger Zeit auch via Internet (bei den Kindern).
Nimmt regen Anteil am öffentlichen, kulturellen Leben und dient uns allen auch als Gedächtnis an längst vergangene Zeiten und Personen.
Sie erlebt ihren Geburtstag bei bester Gesundheit.
Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute und Gottes Segen.

 14.03.10

Foto: Nach 34 Jahren gibt Mathias Harrer (ganz links) das Amt des Kassiers in jüngere Hände. Dafür erhielt er aus den Händen der Schriftführerin Anni Schneider (2. von links) genauso einen Geschenkkorb wie der langjährige Platzwart Franz Eigner (2. von rechts) aus den Händen der zweiten Vorsitzenden Angelika Fürsich (ganz rechts).

Jahreshauptversammlung Heimatverein

Laibstadt (nh/nhe) - Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Heimat- und Verschönerungsvereins Laibstadt. Zuvor blickte Vereinsvorsitzender Norbert Herler mit Hilfe zahlreicher Bilder auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Höhepunkte waren sicher der Halbtagesausflug nach Greding mit sehr gelungener Stadtführung, das Sommerkellerfest und der Kindernachmittag, bei dem es im letzten Jahr um das Leben der Indianer ging. In seinem (letzten) Kassenbericht konnte Mathias Harrer wieder von einem zufriedenstellenden Ergebnis berichten, so dass die Vereinsmitglieder ihn gemäß des Antrags der Kassenprüfer Josef Baumann und Martin Schneider ohne Bedenken entlasten konnten. Harrer machte jedoch am Ende seines Vortrages klar, dass er nach 34 Jahren Tätigkeit als Vereinskassier nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stehen werde. In einem kurzweiligen Rückblick auf die vergangenen Jahre verwies er unter anderem auf die Vereinsgründung 1976 im Wirtshaussaal der Familie Harrer hin, bei der gleich 70 Mitglieder eintraten. Der Heimatverein sollte vor allem im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich Aufgaben übernehmen, die bislang die Gemeinde wahrgenommen hatte, deren Ende für 1978 mit der Eingemeindung nach Heideck bereits absehbar war. Geld sei in den ersten Jahren durch diverse Veranstaltungen wie Maibaumaufstellen, Kirchweihtanz und Sommerkellerfest in die Kasse gekommen.

Die sich anschließende Wahl unter Leitung des Wahlvorstehers Franz-Josef Struller der Wahlhelferin Renate Brandl brachten wenig Veränderungen. Den Vorsitz teilen sich weiterhin Norbert Herler und Angelika Fürsich, Anni Schneider bleibt Schriftführerin. Der bereits vorher in der Vorstandschaft mitarbeitende Ambros Brandl übernimmt von Mathias Harrer die Kasse. Für den ausscheidenden Franz Eigner, der bereits seit 1997 Platzwart am Sommerkeller ist, wurde Markus Harrer neu in den Vorstand gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder bleiben Helga Peter, Michael Baumann, Mathias Harrer, Bernhard Struller, Gerhard Standfest und Alois Forster.

Im Ausblick verwies Herler vor allem auf die nahende Primiz und das sich anschließende Fest der Begegnung in den Laibstädter Maschinenhallen. Der Heimatverein hat dafür den Ausschank und die Organisation der Bedienung übernommen. Als günstige Gelegenheit die Restexemplare des Heimatbuches "Laibstadt - ein Dorf verändert sich" an den Mann zu bringen, werden an diesem Tag die Bücher zu einem Sonderpreis von 10 Euro angeboten. Am Christi-Himmelfahrtstag will der Verein heuer Schloss Sandsee besichtigen. Fürst Carl von Wrede hat versprochen, falls er zuhause ist, einiges über die Burg und deren Geschichte zu erzählen.

 


 12.03.10

Waldverjüngung im Blick

Laibstadt (nh/nhe) - Die natürliche Verjüngung der heimischen Wälder stand im Mittelpunkt einer interessanten Waldbegehung mit Förster Dietmar Schuster im Laibstädter Gemeindewald, zu der über 20 interessierte Männer gekommen waren. "Außer bei einem starken Schädlingsbefall oder bei Windwurf geht man heute eher weg von der großflächigen Abholzung von Waldgrundstücken", so Schuster einleitend. Vielmehr solle eine nachhaltige Waldbewirtschaftung erfolgen, bei der immer nur die großen Bäume entnommen würden und der Nachwuchs so nach und nach mehr Licht erhalte. Gelinge dies, könne man sich sehr viel Geld und Zeit für den Pfanzankauf und die damit verbundene Arbeit sparen. "Viele Waldbauern haben aber grundlos Angst vor so einer Strategie, weil sie fürchten, dass starke Bäume mit großen, schweren Kronen beim Fällen zu viel Schaden bei der nachwachsenden Waldgeneration anrichten."

Um anschaulich zu zeigen, dass diese Ängste grundlos sind, hatte Schuster die im Auftrag der Stadt Heideck im Laibstädter Gemeindewald tätigen Landwirte Franz Peter und Adam Fackelmeier zu Hilfe geholt. Sie zeigten anhand des bereitstehenden Rückewagens, wie mit dem Kran sehr schonend für die kleinen Pflanzen und den Waldboden große Stämme herangeholt, auf die richtie Länge abgeschnitten und gleich verladen werden können. "Das A und O für eine solche Vorgehensweise ist natürlich das Anlegen von Rückewegen", meinte Peter. "Alle zu fällenden Bäume werden in Richtung dieser Rückegassen geworfen." Schuster zeigte sich erfreut darüber, dass dies bei den Laibstädtern im gesamten Waldgebiet schon sehr vorbildlich realisiert worden sei. Neben dem Kran könne zwar auch die Funkseilwinde zum Einsatz kommen, dabei bestehe jedoch die Gefahr der Schädigung anderer Bäume, weshalb immer allein der Rückewagen genutzt würde, wo immer es gehe.

Dass die Laibstädter auch in ihren Privatwäldern die natürliche Verjüngung favorisieren, konnten die Teilnehmer im Anschluss sehen. Hans Struller und Richard Frank stellten ihre Strategien vor und machten deutlich, dass es ohne Schutzzaun in der Regel nicht geht. Nach dem Sturm Wiebke hatte Struller nur einen Teil nachpflanzen müssen, der Rest des mittlerweile zehn Jahre alten Bestandes war durch Anflug nachgewachsen. Frank dagegen hatte auf einigen Teilflächen nur einen Zaun gezogen, in dem überraschenderweise neben den hier üblichen Fichten und Eichen auch einige sehr schöne Tannen herangewachsen waren.


 11.03.10

JH-Versammlung Jagdgenossenschaft

Laibstadt (nh/nhe) - Gut besucht war die Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Laibstadt. Jagdvorsteher Wolfgang Spies konnte dazu auch Bürgermeistervertreter Hermann Krämer willkommen heißen. Im Rückblick konnte Schriftführer Richard Frank von zahlreichen Maßnahmen berichten. Aufwändig sei wieder die Wegeerhaltung gewesen. Doch von der Stadt Heideck seien dazu wieder 25 Prozent der Kosten übernommen worden. Kassier Alois Forster berichtete, dass vom Vorjahr ein Überschuss von 3.700 Euro übertragen werden konnte. Die Kassenprüfer Gabriel Regensburger und Franz Peter bescheinigten eine vorbildliche Führung der Kasse, so dass die Jagdgenossen eine einstimmige Entlastung erteilen konnten. Mit 503 Hektar Fläche votierten alle 34 anwesenden Genossen für die Verwendung des Jagdschillings zum Wegebau, zur Reinigung der Gräben, zur Heckenpflege und zur Pflege der Maschinen. Von den vorhandenen vier Holzspaltern soll der älteste verkauft werden. 300 Euro wurden dafür geboten. Der nicht mehr benötigte Bauwagen konnte für 140 Euro abgesetzt werden und das fünf Jahre alte Mulchgerät, das sehr stark genutzt worden ist, soll gegen ein neues Gerät getauscht werden. Als größere Baumaßnahme ist im Frühjahr die Reparatur der unterspülten Thalachbrücke unterhalb der Kläranlage vorgesehen.

Für die Jagdpächter berichtete Josef Herler von einer ganzen Reihe an Wildunfällen. Dabei seien 15 Rehe und vier Dachse ums Leben gekommen. Beim zügigen Mähen großer Wiesenflächen hätten mindestens 30 Rehkitze den Tod gefunden. 21 Füchse, vier Dachse und vier Marder konnten während der Jagdsaison erlegt werden. Wildschweine bekamen die Jäger allerdings nicht zu Gesicht, allenfalls vereinzelte Fährten konnten entdeckt werden. Trotzdem sei das Beizen der Maissaat mit Mesoral sinnvoll, weil frisch angesäte Maisäcker gerne von den Schwarzkitteln aufgesucht würden.


 08.03.10

Männereinkehrtag

Laibstadt (nh/nhe) - Die nahe Priesterweihe und Primiz des aus Aberzhausen stammenden Michael Alberter war Grund dafür, den Männereinkehrtag 2010 unter das Motto "Priester werden - Priester sein" zu stellen. Als Referent konnte dazu Subregens am Priesterseminar Eichstätt, Thomas Stübinger, gewonnen werden, der im Pfarrheim 30 Männer begrüßen konnte. Er vollzog die einzelnen Schritte, für die Alberter über fünf Jahre benötigt hatte, im Zeitraffer noch einmal nach.

"Zuerst kommen alle Priesteramtskanditaten Bayerns für ein Jahr nach Bamberg", so der gebürtige Nürnberger in seinen Ausführungen. Das ist ein Kompromis dafür, dass man in Bamberg vor nicht allzu langer Zeit die theologische Fakultät aufgelöst hatte. Dieses erste Jahr schließe mit einem vierwöchigen Aufenthalt in Israel ab. So könnten die Priesteramtskandidaten Eindrücke und Kraft für die anschließenden Studien an der Universität Eichstätt sammeln. Als Studienfächer stünden neben allgemeiner Theologie auch Philosophie, alte und neue Kirchengeschichte, das Alte und Neue Testament, Kirchenrecht und Pädagogik auf dem Programm. "Der Alltag eines Priesteramtskandidaten ist im Seminar allerdings streng geregelt." Vor allem am Studengebet orientiere man sich." Was wir in Eichstätt hoch halten ist, dass wir uns mindestens einmal am Tag alle treffen, in der Regel zum gemeinsamen Mittagessen." Stübinger fand das Studienangebot sehr vielseitig, so wie auch der Beruf des Priesters sehr spannend sei. Unterbrochen werde das Studium in Eichstätt durch zwei Freisemester, die Alberter zum Beispiel in Rom verbracht hatte.

In einem Brainstorming sammelten die anwesenden Männer stichpunktartig welche Aufgaben ein Pfarrer hat. So solle er Seelsorger, Verkünder des Wortes Gottes aber auch Diener der Gemeinde sein. Allzu oft kämen jedoch auch laut Stübinger Manageraufgaben hinzu. Doch davon solle sich kein Priester vereinnahmen lassen. "Ein Pfarrer ist als Mensch von Christus in den Dienst genommen und gesandt aber nicht Mädchen für alles oder ein Alleskönner." Symbolisch sei der Terminwechsel der Priesterweihe, der früher in Bayern an Peter und Paul gewesen war, und dann auf den vierten Sonntag nach Ostern, dem Tag vom guten Hirten, verlegt worden sei. "Damit soll deutlich werden, dass der Pfarrer nicht der Chef eines Betriebes sei, sondern der Führer und Leiter einer christlichen Gemeinde."


 28.02.10

JH-Versammlung Kriegerverein

Laibstadt (nh/nhe) - Neuwahlen standen bei der Generalversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Laibstadt und Umgebung als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung. Wie zu erwarten, wurde die bisherige Vorstandschaft einstimmig für weitere vier Jahre wiedergewählt. Vorsitzender Mathias Harrer, schon seit vielen Jahren im Amt, war bereit, weiterhin den Verein mit derzeit 106 Mitgliedern zu führen. Sein Stellvertreter bleibt Gabriel Regensburger, Schriftführer ist weiterhin Johann Struller und für die Finanzen sorgt schon seit über 20 Jahren Franz Eigner. Als Beisitzer wurden Rüdiger Kutschbauch, Franz Josef Struller und Robert Betz bestätigt. Josef Singer trat aus Altergründen nicht mehr an. Kassenprüfer bleiben Georg und Bernhard Struller.

Zu Beginn der Versammlung erhoben sich die Mitglieder, um der beiden im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder Johann Frank und Isidor Baumann zu gedenken. Im Jahresbericht erinnerte Hans Struller an zahlreiche gelungene Veranstaltungen. Er hob besonders die Dreitagesfahrt ins Erzgebirge hervor. An die Begegnungen bei der 125-Jahrfeier des Patenvereins Weinsfeld denke man gerne zurück. Eine Abordnung überbrachte dem Ehrenmitglied Pfarrer im Ruhestand Karl Walter Tschöpe in Neumarkt Glückwünsche zum 90. Geburtstag, über die sich der letzte Laibstädter Dorfpfarrer sehr freute.

Kassier Franz Eigner musste von Mehrausgaben von über 2.000 Euro berichten. Dieser Betrag sei durch die Anschaffung eines soliden Fahnenschrankes im Pfarrheim zustande gekommen. Mit gutem Erfolg haben Vereinsmitglieder wieder die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge durchgeführt. Über 1.000 Euro konnten weitergeleitet werden.

Im Ausblick lud Vorsitzender Harrer zum Luftgewehrschießen am 5. März in Großhöbing ein. Dies werde das 21. Treffen mit den Höbingern sein. Eine Wanderung am 14. März um 9 Uhr nach Bergen zum Frühschoppen mit Blasmusik wird wie in den Vorjahren wieder Anklang finden. Veranstalter sind Vereine aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Großhöbinger Kriegervereins am 13. Juni werde man ebenso teilnehmen wie am Kreisschießen in Eckersmühlen am 17. April. Vom 18. bis 20. Juni soll es in einer Dreitagesfahrt in das Berchtesgadener Land gehen. Den Volkstrauertag am 14. November wird der Verein wieder mitgestalten und bei der traditionellen Christbaumverlosung am 2. Weihnachtsfeiertag soll in die Kasse wieder Geld kommen. Eine besondere Veranstaltung hat sich die Vorstandschaft für den Sommer ausgedacht: auf dem alten Sportplatz wird am 24. Juli um 19.30 Uhr die Stadtkapelle Heideck ein Freiluftkonzert geben.


 16.02.10


Foto: Beim Märchenquiz der Zwerge gab es während des Frauenfaschings in Laibstadt viele tolle Preise zu gewinnen.

Frauenbundfasching

Laibstadt (nh/nhe) - Jedes Jahr geht es beim Frauenfasching in Laibstadt hoch her. Auch heuer war es ein gelungener Frauenbundfaschingsabend, zu dem die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes, Johanna Heckel, im vollbesetzten DJK-Sportheim auch Kaplan Martin Seefried begrüßen konnte, der originell als "Zauberlehrling" kostümiert war. Ein buntes Programm lies keine Langeweile aufkommen. So zeigten die verschiedenen Jazztanzgruppen der DJK Laibstadt flotte, teils akrobatische Tänze. Beim Märchenquiz der Zwerge (siehe Bild) gab es tolle Preise zu gewinnen, wie zum Beispiel einen Mann für gewisse Stunden (Nikolaus), einen Solarwäschetrockner (Leine mit Wäscheklammern) oder einen Weinabend, der durch das Abschälen und Kleinschneiden von Zwiebeln auch für den schmalen Geldbeutel zu haben ist.

Viele Lacher gab es bei den Sketchen "Beim Arzt", gespielt von Bettina Betz, Andrea Brems, Helga Hausner und "Ein normales Gespräch beim Frühstück", gespielt von Angelika Fürsich und Gerlinde Brunner. Die Dienstaggymnastikgruppe wollte "den Wirtschaftswunderspeck" mit dem Nudelholz wegrollen. Den Höhenpunkt des abends setzten zum Abschluss Walli Schnabel und Maria Brems mit dem Lied vom "Sonderangebot", wo es beispielsweise günstig Männer zu kaufen gibt und nur drei zu bezahlen aber vier zu bekommen sind. Trotz aller Einlagen blieb jedoch auch genug Zeit das Tanzbein zu schwingen, was von den Frauen aller Generationen fleißig bis in die späte Nacht hinein genutzt wurde.

 


 03.02.10

JH-Versammlung FFW

(jpb) "Keine besonderen Vorkommnisse", so meldete der Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Laibstadt, Bernhard Lang, der Hauptversammlung.
Nach dem Totengedenken gab es an der Jahresversammlung Grußworte des Ehrenkommandanten Matthias Harrer und des Bürgermeisters Ottmar Brunner, der die gute Ausbildung und den hervorragenden Leistungsstand der Ortswehr hervorhob. Schriftführer Harald Regensburger blickte zurück auf das vergangene Vereinsjahr und zählte die Aktivitäten auf. Sehr interessant war die Betriebsbesichtigung beim Technischen Hilfswerk in Roth und bei den Feuerwehrfesten in Schloßberg und Bernlohe fehlte die Laibstädter Wehr auch nicht. Bei verschiedenen Veranstaltungen wie Triathlon, kirchlichen Festen und der Rocknacht wurde die Wehr zur Verkehrsabsicherung eingesetzt und am Kirchweihsamstag traten zwei Gruppen zur traditionellen Leistungsprüfung an. Ausgestattet wurde Laibstadts Wehr mit 35 neuen Schutzanzügen, die nun der EU-Norm entsprechen. Nachzulesen ist dies alles auf der neu gestalteten Homepage der Feuerwehr. Kommandant Bernhard Lang erinnerte noch an die Übung in der Brandschutzwoche, die beim Anwesen Frank durchgeführt wurde. Angesprochen wurde auch die Problematik beim Einsatz von passiven Feuerwehrmännern im Brandfall und die gemeinsame Silvesterfeier mit den anderen Laibstädter Vereinen. In der Planung steht eine Fahrt zur Firma Haix, die die Feuerwehrstiefel herstellt und sicher ist bereits der Einsatz bei der Primiz von Michael Alberter im April.


 30.01.10

Die DJK hat gewählt. Die Vorstandschaft ist größtenteils die alt bewährte Mannschaft.
Neu hinzu gekommen ist Michaela Schnabel die nun Schriftführerin ist.

Hauptversammlung der DJK Laibstadt

(jpb) Die Hauptversammlung der DJK Laibstadt zeigte mal wieder, dass der Sportverein ein sehr aktiver Verein ist und aus dem sportlichem wie kulturellem Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist. Die Vereinsführung wurde mit Vorsitzenden Bernhard Fenzel in ihren Ämtern bestätigt, nur der Schriftführer Thomas Fürsich hat sein Amt zur Verfügung gestellt und dafür wurde Michaela Schnabel einstimmig gewählt.
Begonnen hat der Abend mit einem Gottesdienst, mitgestalten von der Schola Laibstadt und zelebriert vom geistlichen Beirat Pfarrer Göttle, der dazu aufforderte, nicht nur beim Fußball, sondern auch in der Kirche mitzuspielen, jeder nach seinem Können. Vorsitzender Bernhard Fenzel bedankte sich bei Göttle und versprach, dass die DJK bei den anstehenden Primizfeierlichkeiten von Michael Alberter tatkräftig mithilft.
Fenzel zeigte in seinem Rückblick die vielen traditionellen Veranstaltungen des vergangenen Jahres der DJK auf. Angefangen von geselligen wie der Tagesskifahrt nach Elmau, den Faschingsveranstaltungen, Kegelturnier, dem Wanderwochenende in den Bayerischen Wald, Schafkopfturnier mit starker Beteiligung, Tanzveranstaltungen und der gemeinsamen Silvesterfeier mit den anderen Dorfvereinen. Sportlich standen wieder das Damenpokalturnier, das Sportfest, sowie der Landkreislauf auf dem Jahresplan. Der Mitgliederstand von 436 ist ziemlich stabil.
Stabil ist auch die Kassenlage, wie Kassier Franz Eigner ausführte. Detailliert zeigte er die Ein- und Ausgaben auf und Kassenprüfer Werner Fürsich bescheinigte ihm einwandfreie Buchführung.
Sehr interessant dann die Berichte der einzelnen Abteilungen. So berichtete Silvia Reitner von einer dynamischen Gymnastikabteilung. Sieben Gruppen mit 85 Mitgliedern trainieren regelmäßig im Sportheim. Eine Kinder-, drei Damen- , eine Senioren- und zwei Herrengymnastikgruppen im Alter von 5 bis 83 Jahren werden von Irmgard Struller, Silvia Reitner, Irmgard Meier und Christina Kerl betreut. Die Jugendgruppe, für die Reitner ebenfalls verantwortlich zeichnet, wächst mit ihren Aufgaben.
Carolin Struller, auch schon jahrelang im Jazztanz engagiert, berichtete von fünf Gruppen mit 60 Kinder und Jugendlichen die einmal wöchentlich trainieren. Viele auswärtige Teilnehmer nehmen das Angebot an um unter der Leitung von Struller, Anna Betz, Katharina Herler, Julia Betz und Janique Schwarz für die Auftritte an den vielen Faschingsveranstaltungen, wie Saumarktball in Spalt, und Turnieren zu trainieren.
Für die Damenfußballabteilung verlies Wally Schnabel das Protokoll für die erkrankte Silvia Meier. Höhepunkt war wieder das Pokalturnier zu Pfingsten mit großer Beteiligung. Im Fußballbetrieb schlagen sich die jungen Damen recht wacker und die Trainer Stephan Handl und Thomas Fürsich sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Mädchenmannschaft findet regen Zulauf und die Trainerin Siggi Latteyer wird unterstützt von Julia Harrer und Udo Latteyer.
Kurz und bündig berichtete Wolfgang Struller von der erfolgreichen 1. + 2. Fußballmannschaft. Sehr gut mischt die erste Mannschaft in der laufenden Saison mit Platz zwei in der Tabelle mit. In der Nachwuchsarbeit sind Ideen gefordert, denn die U 13 hat sich zu anderen Vereinen verstreut und auch die B-Mädchen Mannschaft der letzten Saison ist in der Damenmannschaft aufgegangen.
Klaus Harrer stellte fest, dass es in der Leichtathletikabteilung ruhiger geworden ist. Doch nichts desto Trotz halten die Läufer an dem Landkreislauf fest und erzielten mit dem neunten Platz eine beachtlichen Erfolg. Heuer will man wieder um den Titel „Beste Dorfmannschaft“ mitmischen, da man wieder mehr auf die heimischen Läufer setzen will.
Die Neuwahlen unter Leitung vom langjährigen Vorsitzenden Franz-Josef Struller gingen zügig über die Bühne, da sie hervorragend vorbereitet waren und sich die meisten Vorstandsmitglieder wieder zur Verfügung stellten. Vorsitzender bleibt Bernhard Fenzel und sein Stellvertreter Norbert Hausner. Die Kasse führt weiterhin Franz Eigner und das Amt des Schriftführers geht von Thomas Fürsich auf Michaela Schnabel über. Jugendleiterin bleibt ebenfalls Silvia Reitner und Sportwart Klaus Harrer.
Bei den Beisitzern ändert sich auch fast nichts, denn mit Wally Schnabel, Silvia Meier, Michael Forster, Michael Jobst, Thomas Fürsich, Konrad Struller (Platzwart) und Wolfgang Struller stehen der Vorstandschaft bewährte Kräfte zur Seite. Kassenprüfer bleibt Werner Fürsich und für Wally Jobst kommt Franz-Josef Struller.
Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft stellte Fenzel noch den Jahresplan für 2010 vor, bei dem die traditionellen Veranstaltungen nicht fehlen und wies auf den Arbeitseinsatz bei der Primiz von Michael Alberter hin. Am Samstag den 11. Juli wird das 30-jährige Bestehen der DJK gefeiert mit Gottesdienst, Spaßolympiade und Diashow der vergangenen Jahre.
 

 


 24.01.10


Albert Struller wird für 25 Jahre als Pfarrgemeinderatsvorsitzender geehrt, links Stellvertreter Richard Frank


Bild 13: Dem Büchereiteam um Rosi Standfest wird gedankt. (v.l.n.r. Angelika Fürsich, Rosi Standfest, Claudia Benzinger, Helga Hausner, Stadtpfarrer Tobias Göttle)


Bild 15: Brigitte Forster wird von Kirchenpfleger Gabriel Regensburger für jahrelangen Blumenschmuck und die Kirchenwäsche gedankt

Ehrenamtlichen Abend der Pfarrei

Laibstadt (nh/nhe) - Zu einem festlichen Abend lud der Pfarrgemeinderat Laibstadt alle Ehrenamtlichen ins DJK-Sportheim ein. Zuvor feierte man noch gemeinsam eine Vorabendmesse, die die Schola musikalisch gestaltete. Stadtpfarrer Tobias Göttle gab zur Begrüßung seiner Freude Ausdruck über den gut besuchten Abend und dankte für das Engagement in der Pfarrei das Ganze Jahr über. Nach dem Weggang des letzten Laibstädter Dorfpfarrers Karl Walter Tschöpe hätten die Pfarrgemeindemitglieder mehr Verantwortung übernehmen müssen als zuvor. Doch in Laibstadt sei der Übergang gut geglückt, wenngleich man nicht wisse, was die Zukunft noch alles bringe. "Die Zeiten, in denen in einem Dorf alle Menschen auch aktive Pfarrmitglieder waren, sind leider längst vorbei."

Viele Gedanken hatte sich der Pfarrgemeinderat darüber gemacht, wie man die Bedeutung der einzelnen Gruppierungen am besten darstellen könnte. Das Ergebnis zeigten Pfarrgemeinderatsvoristzender Albert Struller und sein Stellvertreter Richard Frank mit Hilfe der Ministranten, die verschiedenfarbige Karten, auf denen Begriffe wie Lektoren, Blumenschmuck, Kirchenverwaltung oder Kirchenchor standen, hochhielten und laut vorlasen, was darauf stand. Nacheinander klebten dann Struller und Frank die Kärtchen an eine groß Holzwand, die sich langsam füllte. Schnell konnten so die Anwesenden erkennen, dass die Pfarrei eigentlich nur "funktionieren" kann, wenn viele Rädchen ineinander greifen. Die Aufforderung, dass sich alle anwesenden Ehrenamtlichen mit ihrer Unterschrift auf der Wand verewigen sollten, kam man gerne nach, bis schließlich wirklich kein freier Platz mehr darauf war.

Der größere Rahmen bot sich natürlich auch für diverse Ehrungen an. So wollte der Pfarrgemeinderat noch einmal den drei Laibstädter Kindergärtnerinnen Irmgard Meier, Rosi Standfest und Silvia Reitner für ihre christlich orientierte Erziehungsarbeit im Laibstädter Kindergarten Sankt Joseph, der im letzten Jahr für alle überraschend schnell von der Stadt Heideck geschlossen worden war, zu danken. Das Büchereiteam um Rosi Standfest mit den Helferinnen Angelika Fürsich, Claudia Benzinger und Helga Hausner kümmert sich seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Sankt Michaelsbund in Eichstätt um die kleine Pfarrbücherei, die gerne von groß und klein angenommen wird und die nach dem Umbau des Pfarrheimes im ersten Stock eine neue, angemessene Bleibe gefunden hat. Für jahrelangen Blumenschmuck und die Kirchenwäsche von 1995 bis 2009, vorher waren die Pfarrhaushälterinnen für diese Aufgaben zuständig, erhielt Brigitte Forster passenderweise einen großen Blumenstrauß. Sie hat aus beruflichen Gründen diese Tätigkeiten an Michaela Herler und Helga Hausner abgegeben. Bereits seit 50 Jahren ist Ferdinand Streb Mesner in Aberzhausen. Josef Schuster besorgt diesen Dienst seit 25 Jahren zuverlässig in Laibstadt. Auch verdienten, langjährigen Kirchenchormitgliedern wurde gedankt, so Rita Herler und Maria Peter (beide seit 65 Jahren dabei), Lisa Bittner (50 Jahre), Martin Schneider und Gabriele Meyer (40 Jahre) sowie Josef und Michael Baumann (25 Jahre). Dem Ehepaar Irmgard und Franz-Josef Struller, die hautpsächlich für das DJK-Sportheim verantwortlich sind, dankte die Pfarrei für die regelmäßige Überlassung der Einrichtung bei größeren kirchlichen Veranstaltungen. Vor allem vor der Pfarrheimrenovierung sei dies sehr wichtig gewesen, betonte Albert Struller. Im selbst wurde am Ende des Ehrungsmarathons für 25 Jahre Vorsitz im Pfarrgemeinderat gedankt. Während dieser Zeit hat er zahlreiche Veranstaltungen organisiert, so zum Beispiel auch die Israelpilgerreise im letzten Jahr. Seit längerem ist er zudem intensiv mit der Vorbereitung der Primiz im April beschäftigt.


Struller seinerseits nutzte die Gelegenheit auf zwei wichtige Termine hinzuweisen. Zum einen stehe die Primiz von Michael Alberter am 25. April an. Dies werde noch viel Arbeit für die kleine Pfarrei bedeuten, auch weil sich an den Festgottesdienst in Aberzhausen noch ein Pfarrfest in Laibstadt in den Maschinenhallen anschließen soll. Aufgrund dieses großen Events habe man zudem Rücksprache mit Eichstätt gehalten und die Erlaubnis bekommen, dass die Pfarrgemeinderatswahl auf Herbst verlegt werden könne. Zum Abschluss zeigte Norbert Herler noch einmal während eines rund einstündigen Vortrages zahlreiche Bilder von der Israelpilgerfahrt der Pfarrei Laibstadt im vergangenen Jahr.


 17.01.10

Diavortrag Israel

Laibstadt (nh/nhe) - Aufgrund des mehrfach geäußerten Wunsches, die während der Israel-Pilgerreise der Pfarrei Laibstadt entstandenen Fotos einem größeren Publikum vorzustellen, hält Norbert Herler am Mittwoch, 20. Januar, um 20 Uhr im Pfarrheim einen Lichtbildervortrag. Bei dieser Gelegenheit kann auch die entstandene, reich bebilderte, 60-seitige Broschüre "Zu Gast im Heiligen Land" für fünf Euro bestellt werden. Die Bestellung ist auch telefonisch bis Ende Januar bei Familie Herler unter 09177 772 möglich. Die Israelfotos werden auch am 23. Januar während des Ehrenamtlichenabends im Sportheim gezeigt.


 06.01.10

Altennachmittag

Laibstadt (nh/nhe) - Einen gelungenen Altennachmittag bot auch heuer wieder die KLJB Laibstadt den älteren Pfarreimitgliedern im Pfarrheim an. Die Cheforganisatoren Peter Baumann und Kerstin Fürsich konnten dazu neben Stadtpfarrer Tobias Göttle doch etliche Senioren begrüßen, die die Einladung gerne angenommen hatten. Bereits zu Beginn spielten Marion Fürsich auf der Geige und Anna Betz am Cello zur Begrüßung einige ruhige Stücke im Duett. Bei Kaffee und Kuchen las Kerstin Fürsich ein Gedicht und eine Geschichte vor, ehe die heiligen Drei Könige der Runde einen Besuch abstatteten und ihrerseits ein gutes neues Jahr wünschten. Zum Abschluss zeigte Norbert Herler in einem einstündigen Diavortrag Bilder von der im letzten Jahr stattgefundenen Israelpilgerreise der Pfarrei Laibstadt.

 


 01.01.10

Silvesterfeier in Laibstadt

LAIBSTADt (nh/nhe) - Nachdem man sich in Laibstadt so gut an das gemeinsam gefeierte Milleniumssilvester erinnerte. wollte man heuer, zehn Jahre später, es noch einmal miteinander versuchen, den Jahreswechsel zu begehen. Bei der Jahresschlussandacht wies Stadtpfarrer Tobias Göttle auf das Mysterium der Zeit hin. Einmal könne sich eine Stunde ins unendliche aufblähen, ein andermal würden die 60 Minuten im Eiltempo verstreichen. Generell sei es jedoch immer zu schade, zuviel Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer zu verbringen. "Schenken sie sich selbst im neuen Jahr mehr sinnvoll verbrachte Zeit!" Dies sei ein sehr wertvoller Vorsatz. Göttle wies auch auf die jeweils vier Taufen, Erstkommunionkinder, Firmlinge und Beerdigungen in der Pfarrei hin. Darüber hinaus habe es zwei Hochzeiten im Ort gegeben. Traurig stimmten Göttle die sieben Kirchenaustritte.
Nach dem Gottesdienst ging es gemeinsam in die drei hergerichteten "Lokalitäten". Einst im schweizerischen Leibstadt beim dortigen Dorffest kennen gelernt, wo in Garagen, ehemaligen Ställen und Scheunen eigens eingerichtete Kneipen wie die Musikantenschür oder die Säulibar eingerichtet worden waren, hatte man auch zum Jahreswechsel 1999/2000 und dieses mal wieder diese Idee aufgegriffen. Zur Verfügung standen das Pfarrheim, die ausgeräumten Garagen von Mathias Harrer und das alte Laibstädter Rathaus. Im Pfarrheim, für das der Heimatverein und die Laibstädter Frauenorganisationen verantwortlich waren, bogen sich die Tische, da die Laibstädter Frauen überreich pikante Leckerbissen, Kuchen und Torten herangeschafft hatten. Daneben gab es Kaffee, Punsch und diverse Bowlen. Mathias Harrer zeigte während des abends im übervollen Pfarrsaal einige Dias, die vor allem auf die Milleniumsfeier und die zurückliegenden zehn Jahre eingingen. Im Jugendraum im ersten Stock konnten die Kinder unter zahlreichen Spielen wählen oder Filme anschauen. In den Harrerschen Garagen hatte die Freiwillige Feuerwehr und DJK die Organisation inne. Hier gab es eine kräftigende Gulaschsuppe und Schlagermusik. Nach elf Uhr brachen dann die meisten auf, um zum Rathaus hinauf zu gehen. Dort servierte die Jugend neben Hochprozentigem Wiener Würstchen und Weißwürste. Um Mitternacht wurde dann mit einem gemeinsam abgebrannten Feuerwerk das neue Jahrzehnt begrüßt, das zudem mit Sekt willkommen geheißen wurde.